Virus-Varianten Niemand analysiert mehr Corona-Mutationen als britische Forscher. Sie sagen: "Zur Panik besteht kein Grund"

Virus-Varianten: Niemand analysiert mehr Corona-Mutationen als britische Forscher. Sie sagen: "Zur Panik besteht kein Grund"
© Robert Kneschke/ / Picture Alliance
Als es in Deutschland erst wenige hundert bestätigte Covid-19-Fälle gab, begannen englische Wissenschaftler schon mit dem Sequenzieren des Virus, um sich auf Mutationen einzustellen. Heute machen ihnen die "britische" oder "südafrikanische" Variante weniger Sorgen als die, die sie noch nicht kennen.

Am 4. März 2020 verfasste die Mikrobiologin Sharon Peacock eine Mail an fünf Kollegen ihres Fachs. Man solle beginnen, dieses neuartige Coronavirus zu sequenzieren, schrieb sie, denn sie müssten davon ausgehen, dass es mutieren werde. Zu jenem Zeitpunkt gab es in Deutschland 262 bestätigte Covid-Fälle, in Großbritannien gerade mal 87. "Eine Woche später", erzählt die Professorin aus Cambridge, "trafen sich zwanzig Experten und gemeinsam erarbeiteten wir einen Plan für ein großangelegtes Sequenzierungsprogramm."

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