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Familienplanung: Jung oder lieber später: Welches Alter ist das beste zum Kinderkriegen?

Sollen wir jetzt Kinder bekommen - oder doch lieber noch warten? Diese Frage stellen sich viele Paare immer wieder. P.M. Fragen & Antworten verrät, worauf man achten muss.

In welchem Alter sollte man loslegen?

In welchem Alter sollte man loslegen?

Getty Images

Viele Jahre stieg die Zahl der kinderlosen Frauen in beständig: von elf Prozent der Frauen, die 1937 geboren wurden, auf 21 Prozent der Frauen Jahrgang 1967. Doch vergangenes Jahr meldete das Statistische Bundesamt, die Quote kinderloser Frauen sei nun stabil. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Ausbau der Kinderbetreuung seien ein Grund dafür.

Mit Blick auf die biologische Uhr bleibt jedoch die brennende Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Kind? Forscher der Erasmus-Universität Rotterdam haben einen Algorithmus entwickelt, der bei der Entscheidung helfen soll und die Fruchtbarkeit einer Frau berechnet. Dik Habbema und Kollegen bezogen Bevölkerungsdaten aus 300 Jahren und von 58 000 Frauen in das Modell ein.


Wie viele sollen es sein?

Wer nur ein Kind will, hat demnach folgende Chancenverteilung: Mit 32 Jahren liegt die Chance bei 90 Prozent, mit 37 Jahren bei 75 Prozent und mit 41 Jahren bei 50 Prozent. Wenn eine Frau zwei haben möchte, sollte sie am besten mit 27 Jahren mit Kind Nummer eins anfangen (90 Prozent). Bei einem recht späten Start mit 38 Jahren liegt die Chance für zwei Kinder nur noch bei 50 Prozent. Wenn der Wunsch besteht, dreifache Mutter zu werden, so ist es ratsam, früh ans erste Kind zu denken. Beim Einstiegsalter von 23 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit für drei Babys bei 90 Prozent. Wer bis zu seinem 31. Geburtstag wartet, hat nur noch eine Chance von 75 Prozent auf drei Kinder. Bei künstlicher Befruchtung schieben sich die Zahlen um ein bis fünf Jahre nach hinten.

In diesem Video erfahren Sie, welches Alter das beste zum Heiraten ist: 

Daten für Männer sind nicht eingeflossen, da das Alter des Vaters weniger Einfluss auf die Familienplanung hat, weil er sein ganzes Leben lang Spermien produzieren kann. Die Berechnungen treffen natürlich keine 100-prozentig sichere Aussage. Sie sind laut Habbema gut anwendbar für Paare, bei denen der Mann nicht älter als zehn Jahre als die Frau ist.

Diese Frage stammt aus P.M. Fragen & Antworten, Ausgabe 4/2018. 70 weitere tolle Fragen finden Sie im aktuellen Heft.

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