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Gut zu wissen: Sechs gängige Kontaktlinsen-Fehler - und wie man sie vermeiden kann

Kontaktlinsen sind praktisch, können aber bei falscher Anwendung die Gesundheit gefährden. Wir nennen sechs typische Fehlerquellen.

Kontaktlinsen verwenden - so geht es richtig

Für Brillenträger sind Kontaktlinsen ein Segen: kein störendes Brillengestell, das das Sichtfeld einengt. Keine nervenden Fettflecken auf dem Glas. Kein lästiges Beschlagen im Winter. Anders als Brillen bergen die transparenten Linsen jedoch das Risiko von Infektionen - vorausgesetzt, man schlampt bei der Hygiene.

Dass Kontaktlinsen gründlich gereinigt werden müssen, ist bekannt. Doch im Alltag lauern noch weitere Fehlerquellen, die im schlimmsten Fall zu geröteten Augen, Bindehautentzündungen oder zu schlechter Sicht führen können. Wir nennen sechs typische Fehler, die wohl jeder Linsenträger einmal gemacht hat und die es zu vermeiden gilt.

Fehler 1: Kontaktlinsen einfach selbst kaufen und ausprobieren

Kontaktlinsen gibt es für wenige Euro in Drogerien zu kaufen, mitsamt dazugehöriger Reinigungsflüssigkeit und Aufbewahrungsbox. Das mag den ein oder anderen Brillenträger dazu verleiten, die Linsen einfach auf gut Glück zu kaufen und auszutesten. Ratsam ist das aber nicht: Wer Kontaktlinsen ohne Beratung durch einen Optiker oder Augenarzt kauft, greift womöglich zum falschen Linsenmodell oder zur falschen Sehstärke. Mögliche Erkrankungen des Auges bleiben so auch unentdeckt. 

Wer bereits Kontaktlinsen trägt, sollte die Augen regelmäßig beim Augenarzt kontrollieren lassen.

Fehler 2: Kontaktlinsen mit Wasser reinigen

Auch wenn es verlockend erscheinen mag und gerade kein spezielles Reinigungsmittel zur Hand ist: Leitungswasser ist nicht dafür geeignet, Kontaktlinsen zu säubern. Es enthält Kalk und Keime, die sich auf den Linsen festsetzen und zu Infektionen führen können.

"Es genügt nicht, die Linsen nur von oberflächlichen Ablagerungen aus der Umwelt oder Stoffen aus dem Tränenfilm zu säubern", heißt es seitens des Berufsverbandes der Augenärzte. "Sie müssen auch frei von krankheitserregenden Keimen sein. Deshalb müssen die Kontaktlinsen nach mechanischem Reinigen und Abspülen in eine geeignete und täglich frische Desinfektionslösung gelegt werden."

Ist das Reinigungsmittel leer, heißt es also: Brille aufsetzen und am nächsten Tag ein Neues holen.

Fehler 3: Die Notfall-Brille vergessen

Die Augen sind trocken, spannen oder schmerzen: Im Laufe des Tages kann es zu Situationen kommen, in denen Kontaktlinsen schnell aus dem Auge müssen. Wer für den Rest des Tages gute Sicht haben will, sollte immer eine Brille, eine Aufbewahrungsbox und eine kleine Reinigungslösung in der Tasche haben.

Fehler 4: Kontaktlinsenbehälter versiffen lassen

Kontaktlinsen müssen täglich gereinigt werden - aber wie steht es eigentlich um die Hygiene in der Aufbewahrungsbox? Ein sauberer Kontaktlinsenbehälter ist genauso wichtig wie das Säubern und Desinfizieren der Linsen. Augenärzte empfehlen daher, den Behälter regelmäßig zu reinigen und alle ein bis drei Monate auszutauschen.

Fehler 5: Auf das falsche Make-Up setzen

Kontaktlinsenträger sollten einen Bogen um krümeliges Make-Up oder Puder-Lidschatten machen. Gelangt Make-Up ins Auge, setzt es sich auf der Kontaktlinse fest und behindert die Sicht. Besser geeignet sind ein cremiger Lidschatten oder ein wasserfester Kajal. Er sollte außerhalb der Wimpernreihe aufgetragen werden.

Fehler 6: Kontaktlinsen länger als vorgesehen tragen

Kontaktlinsen sind nicht ewig haltbar: Während moderne formstabile Linsen rund ein bis zwei Jahre getragen können, müssen weiche Linsen häufiger durch Neue ausgetauscht werden. Je nach Linsentyp variiert der Rhythmus und liegt entweder bei 14 Tagen, einem Monat oder einem halben Jahr. Weiche Linsen sind aufgrund des höheren Wassergehalts empfindlicher. Sie sitzen zudem enger, was das Risiko für Infektionen erhöhen könnte. Am besten ist es, einen Timer auf dem Smartphone einzustellen, der einen daran erinnert, die Linsen auszutauschen.

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ikr
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.