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Gezieltere Behandlung : Krebs - Der Weg zur personalisierten Therapie

Lange waren Chemotherapie und Bestrahlung üblich bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Nun kann zusätzlich eine genetische Tumor-Analyse eine gezieltere Behandlung möglich machen. Doch danach muss meist erst gefragt werden

Das Arztgespräch klärt über Tumorgenomtests auf

Das Arztgespräch klärt über Tumorgenomtests auf

Wer an Krebs denkt, hat spontan auch die klassischen Behandlungsmethoden Chemotherapie und Bestrahlung im Kopf. Lange Zeit waren sie zusammen mit der Operation die wichtigsten Möglichkeiten, die Krankheit zu bekämpfen. Doch die Medizinforschung steht nicht still und hat gerade in den letzten Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht. Dazu gehört auch die Entwicklung der Tumorgenomtests, die das Erbgut des Tumors auf genetische Veränderungen (Mutationen) untersuchen, die entscheidend zur Entstehung und zum Voranschreiten des Tumors beitragen. Durch diese Tests lassen sich die individuellen Mutationen des Krebses erkennen, und es wird unter bestimmten Umständen eine präzisere Behandlung möglich. „Zur Routine gehören die Tumorgenomtests jedoch noch nicht. Gezieltes Nachfragen beim Arzt kann deshalb hilfreich sein“, gibt Barbara Baysal vom Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V. mit auf den Weg.

Das Arztgespräch klärt über Tumorgenomtests auf

Gezieltes Nachfragen hilft bei der Auswahl der individuellen Therapie
Eine gute Vorbereitung auf das Arzt-Patienten-Gespräch macht es dabei allen leichter, herauszufinden, ob eine Genom-Analyse des Tumors sinnvoll ist. Zentrale Fragen sind: 

  • Kommt für mich ein Tumorgenomtest infrage?
  • Welche Art von Tumorgenomtest eignet sich für mich am besten?
  • Was lässt sich mit einem Tumorgenomtest herausfinden oder feststellen?
  • Wie können die Ergebnisse meinen Behandlungsplan ändern?
  • Was ist der Unterschied zwischen Gentests und Tumorgenomtests?


Tumorgenomtests ermöglichen neue Behandlungsansätze
Damit sind die ersten Schritte zur Genom-Analyse des Tumors und einer personalisierten Behandlung getan. Ein Ansatz, der sich deutlich von den üblichen Verfahren unterscheidet. Denn normalerweise wählt der Arzt eine Therapie – wie die Chemotherapie oder die Bestrahlung – je nach Lage des Tumors im Körper aus, zum Beispiel Lunge, Brust oder Prostata. Hingegen steht in der personalisierten Medizin der Tumor selbst im Fokus. Die dazugehörige Genom-Analyse erkennt Veränderungen des Erbguts (Mutation) direkt im Tumor. Sie lösen das Tumorwachstum aus und treiben es weiter voran. Einige dieser Mutationen lassen sich bereits heute durch die Tumorgenomtests feststellen. Wird dabei eine bekannte genomische Veränderung gefunden, kann der Arzt überprüfen, ob bereits eine dagegen gerichtete Therapie verfügbar ist oder in klinischen Studien erprobt wird. Eine solche Therapie kann dann zum Beispiel infrage kommen, wenn in der Vergangenheit eine oder mehrere Behandlungsoptionen nicht das gewünschte Ergebnis erreicht haben. Aber auch in anderen Fällen kann das gezielte Nachfragen nach den Tumorgenomtests beim Arzt sinnvoll sein.

Mehr Infos unter www.testedeinentumor.de

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