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Tod von Miriam Pielhau: Brustkrebs – was Frauen wissen sollten

Miriam Pielhau ist an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. 2008 erhielt sie die Diagnose Brustkrebs. Was sind die Symptome? Und wie häufig tritt die Krebsform auf? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Die Moderatorin Miriam Pielhau ist an Krebs gestorben.

Trauer um Miriam Pielhau: Die Moderatorin und Schauspielerin starb an den Folgen ihrer Krebserkrankung

Nach ZDF-Moderatorin Jana Thiel ist nun auch Schauspielerin Miriam Pielhau (41) den Folgen einer Krebserkrankung erlegen. Pielhau, die unter anderem das Boulevardmagazin "taff" auf ProSieben moderierte, bekam im Jahr 2008 die Diagnose Brustkrebs gestellt. Nach einer Chemotherapie schien es zunächst so, als habe sie die Erkrankung besiegt. Doch im Januar 2014 folgte dann der Rückschlag: Der Krebs war zurück und hatte in die Leber gestreut.

Wie häufig tritt Brustkrebs auf? Was sind die Symptome? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich im Körper verbreitet? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie häufig ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit jährlich 70.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebsform bei Frauen in Deutschland. Tumoren der Brust treten in einem früheren Lebensalter auf als die meisten anderen Krebsarten. Knapp drei von zehn Frauen sind bei Erhalt der Diagnose jünger als 55 Jahre. Für Patientinnen ist die Diagnose meist ein Schock, doch Brustkrebs ist heutzutage gut behandelbar. Durch Fortschritte in der Therapie haben sich die Überlebenschancen deutlich verbessert, schreibt das RKI.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren erhöht das Krebsrisiko: Dazu zählen das Lebensalter, die hormonelle Situation, der Lebensstil, aber auch möglicherweise vererbte Risikogene.

Lässt sich Brustkrebs vorbeugen?

Vor Krebs kann man sich nicht schützen. Dennoch scheinen einige Faktoren zur Senkung des Brustkrebsrisikos beizutragen. Dazu zählen ein gesundes Gewicht, ein geringer Alkoholkonsum und regelmäßige Bewegung – vor allem nach den Wechseljahren.

Was sind typische Symptome?

Brustkrebs macht sich nicht immer durch Symptome bemerkbar. Dennoch gibt es Anzeichen, die Frauen ernst nehmen und abklären lassen sollten.  Wer beim regelmäßigen Abtasten der Brust und der Achselhöhlen Knoten, Verdichtungen oder Verhärtungen bemerkt, sollte aufmerksam sein. Dass Brüste unterschiedlich groß sein können, ist normal. Tritt dies zum ersten Mal auf, ist es allerdings ratsam, das einmal abklären zu lassen. Auch Veränderungen an der Brustwarze sowie klare oder blutige Absonderungen können ein Alarmsignal sein. Daneben raten Experten, auch bei einem Einziehen der Brusthaut, nicht abklingenden Rötungen oder einer "Apfelsinenhaut" sowie einseitig brennenden Schmerzen oder einem Ziehen in der Brust den Arzt aufzusuchen.

Wie häufig kehrt Brustkrebs zurück?

Bei etwa fünf bis zehn von hundert Patientinnen kommt es innerhalb von zehn Jahren erneut zu einem Tumor in der Brust. Bei einem Teil dieser Frauen finden sich auch Tumorzellen in den Lymphknoten der Achselhöhle oder unter dem Schlüsselbein, schreibt der Krebsinformationsdienst. Auch dann sprechen Ärzte noch von einem Lokalrezidiv, salopp gesagt, einem Rückfall. Behandelt wird ähnlich wie beim ersten Auftreten des Krebses. Wurde die Brust erhalten, kann nun allerdings eine Mastektomie, eine Entfernung der Brust, nötig sein, um das Risiko für ein Wiederauftreten zu senken.

Wie häufig streut Brustkrebs?

Hat sich der Krebs im Körper ausgebreitet und andere Organe - etwa die Knochen oder die Leber - befallen, sprechen Fachleute von Metastasen. Langfristig, so der Infodienst, müsse jede vierte Patientin mit Metastasen rechnen. Allerdings sind das nur Durchschnittswerte. Das individuelle Risiko hängt von vielem ab - etwa davon, wie weit der Krebs schon bei der ersten Behandlung fortgeschritten war und welcher Art er ist. Generell sinkt das Risiko mit der Zeit. Allerdings gilt bei Brustkrebs: "Auch noch viele Jahre nach der ersten Erkrankung sind Metastasen nicht völlig ausgeschlossen." Am häufigsten streut der Krebs in Knochen, Leber und Lunge. Hirn- oder Hautmetastasen sind seltener.

Wie ist die Prognose, wenn der Krebs gestreut hat?

"Bei vielen Frauen lässt sich die Erkrankung dank moderner Therapien längerfristig aufhalten", schreibt der Krebsinformationsdienst. Die Krankheit kann also unter Kontrolle gebracht werden. "Immer mehr Frauen mit einem fortgeschrittenen Mammakarzinom können damit rechnen, trotz der Metastasen noch lange zu leben." Sie brauchen zwar eine Therapie, leben aber mit dem Krebs wie mit einer chronischen Erkrankung. Allerdings: Über den Verlauf einer einzelnen Erkrankung sagen Statistiken wenig aus. "Manche Frauen leben Jahrzehnte mit Metastasen, bei anderen verschlechtert sich die Erkrankung sehr rasch, trotz Therapie." 

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

In der Regel ist die Diagnose Brustkrebs kein medizinischer Notfall. "Jede Frau, bei der sie gestellt wurde, hat ausreichend Zeit, um sich über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren", heißt es auf der Seite des Krebsinformationsdienstes.

Der erste Schritt ist meist eine Operation, in der der Tumor entfernt wird. Viele Frauen haben Angst, dabei ihre Brust zu verlieren. Doch in den meisten Fällen ist eine brusterhaltende Operation möglich. Größere Tumoren können unter Umständen durch eine vorgeschaltete Chemotherapie verkleinert werden, ehe operiert wird. Eine Mastektomie – eine vollständige Abnahme der Brust – wird meist nur dann vorgenommen, wenn sich mehrere Knoten im Gewebe befinden oder der Tumor besonders groß ist.

In einem nächsten Schritt schließt sich eine Bestrahlung der Brust an, die das Risiko eines Rückfalls im verbliebenen Gewebe senken soll. Nach einer erfolgten Mastektomie entscheidet der behandelnde Arzt, ob dies im Einzelfall sinnvoll ist.

Der Bestrahlung folgt meist noch eine medikamentöse Behandlung – entweder eine Hormonentzugsbehandlung, eine Chemotherapie oder eine Therapie mit sogenannten zielgerichteten Antikörpern. So soll das Risiko für Rückfälle gesenkt werden. Mitunter können die Verfahren auch kombiniert werden.

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema?

Ausführliche Informationen gibt es auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes. Frauen, bei denen Brust- oder Eierstockkrebs bereits gehäuft in der Familie aufgetreten ist und bei denen der Verdacht auf ein genetisches Risiko besteht, finden Ansprechpartner beim "Deutschen Konsortium für familiären Brust- oder Eierstockkrebs". Hilfe bei der Suche nach einem guten Arzt oder einer Klinik bietet ein Informationsblatt, das hier abrufbar ist. Der Krebsinformationsdienst ist ebenfalls über eine Hotline erreichbar (0800 - 420 30 40) - täglich von 8 bis 20 Uhr und kostenlos. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft hat ausführliche Informationen für Patientinnen gesammelt.

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