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News zum Coronavirus Berichte: Trump lässt US-Gouverneure über Wiederhochfahren der Wirtschaft entscheiden

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump
© Mandel NGAN / AFP
Deutschland lockert die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus leicht. Läden bis zu einer gewissen Größe sollen wieder öffnen dürfen. Auch für Abschluss-Schüler gibt es Bewegung. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bis zum Donnerstagmorgen weltweit bei mehr als zwei Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen. Rund 137.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

In Deutschland gibt es demnach mehr als 134.753 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird mit mehr als 3800 beziffert.

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Berichte: Trump lässt US-Bundesstaaten über Wiederhochfahren der Wirtschaft entscheiden (22.57 Uhr)
  • Mehr als 750 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Frankreich (21.38 Uhr)
  • Maas: WHO zu schwächen ist "wie den Piloten aus dem Flugzeug zu werfen" (17.55 Uhr)
  • Virologe Drosten beschreibt Hotspot-Auflösung: "Das Virus wird sich jetzt in ganz Deutschland verteilen" (17.37 Uhr) 
  • "Klares wirtschaftliches Interesse": NRW führt Sonderregelungen ein – mehr Geschäfte öffnen früher  (15.44 Uhr)
Live Blog

News zum Coronavirus vom 16. April

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Corona-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. Der Betrieb in den Fabriken in der Region Puget Sound im Bundesstaat Washington solle ab 20. April schrittweise wieder hochgefahren werden, teilte der Airbus-Rivale in Seattle mit. Boeings Aktie reagierte nachbörslich mit einem über achtprozentigen Kurssprung. Rund 27.000 Beschäftigte sollen laut Boeing die Arbeit wieder aufnehmen. Wegen der Corona-Pandemie war die Fertigung im vergangenen Monat auf unbestimmte Zeit angehalten worden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erwartet von großen Immobilienunternehmen, in der Coronavirus-Krise die Miete für kleine Unternehmen zu streichen. Er habe sich mit allen großen Immobilienunternehmen getroffen, und bitte sie um eines, sagte er im französischen Fernsehen. "Für die sehr kleinen Unternehmen, die zur Schließung gezwungen wurden, diejenigen mit weniger als zehn Beschäftigten, bitte ich sie nicht, die Miete aufzuschieben: Ich bitte sie, drei Monatsmieten zu streichen." In Frankreich sind seit Mitte März alle Läden, die nicht zur Grundversorgung gehören, geschlossen. Dazu gehören neben Restaurants und Bars zum Beispiel auch Bekleidungsgeschäfte. Der nationale Verband der Einkaufszentren etwa hatte sich zuletzt für eine Stundung der Mieten von Geschäften in den Zentren ausgesprochen. "Ich habe ihre Antwort noch nicht, aber ich werde morgen und gegebenenfalls übermorgen wieder darauf zurückkommen", sagte Le Maire mit Blick auf die großen Vermieter.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Auch in Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. "Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhaltes gestoppt", teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) mit. "Die Darlehen des Freistaates Sachsen sind davon nicht betroffen." Die Bank habe "alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Fehlleitungen öffentlicher Mittel zu vermeiden". Anträge für beide Programme könnten weiterhin gestellt werden, erklärte die Bank. Um Schäden zu vermeiden, sollten Antragsteller beim Aufrufen der Webseite zur Antragstellung auf die korrekte Schreibweise der Internetadresse der SAB achten: https://www.sab.sachsen.de/.

    Zuvor war in Nordrhein-Westfalen nach Betrügereien das Soforthilfe-Programm für kleine Betriebe in der Corona-Krise zeitweise gestoppt worden. An diesem Freitag soll es wieder anlaufen und dann auch besser vor Betrug geschützt sein.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    US-Präsident Donald Trump lässt offenbar die Gouverneure der 50 US-Bundesstaaten entscheiden, ob sie die Beschränkungen des öffentlichen Lebens durch das Coronavirus ab dem 1. Mai oder schon früher wieder lockern. Trump hatte den 1. Mai als Stichtag zum Wiederhochfahren der Wirtschaft ins Auge gefasst. "Sie treffen Ihre eigenen Entscheidungen" (original: "You're going to call your own shots"), habe Trump in einem Telefongespräch gesagt, über das die "New York Times" (NYT) und CNN berichteten. "Wir werden an Ihrer Seite stehen und wir werden das Land wieder öffnen und es zum Laufen bringen. Die Menschen wollen wieder arbeiten", wird der US-Präsident von der "NYT" zitiert. Laut CNN sei ein Dokument an alle Gouverneure verschickt worden, das skizziere, wann mit Lockerungen begonnen werden könne. Demnach spielten eine Entspannung für das örtliche Gesundheitssystem und ein Abflachen der Infektionszahlen vor Ort eine Rolle. Der US-Präsident wolle am Vorabend (Ortszeit) eine Pressekonferenz zu dem Thema halten, heißt es weiter.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Angesichts der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt die argentinische Regierung ihren privaten
    Gläubigern einen Schuldenschnitt vor
    . Die Zinszahlungen sollen um 37,9 Milliarden US-Dollar oder 62 Prozent gesenkt werden, wie Wirtschaftsminister Martín Guzmán sagte. Die Schuldenlast selbst soll um 3,6 Milliarden Dollar oder 5,4 Prozent gekürzt werden. Insgesamt will Argentinien Kredite in Höhe von 68 Milliarden Dollar restrukturieren und hat den privaten Gläubigern nun ein Angebot für eine Umschuldung unterbreitet.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Mit einem Endspurt ist dem Dow Jones Industrial doch noch der Sprung in die Gewinnzone gelungen. Der US-Leitindex ging mit plus 0,14 Prozent auf 23.537,68 Punkten ins Ziel. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,58 Prozent auf 2799,55 Punkte vor. Technologie-Aktien waren wie an den Vortagen erneut besser als die Standardwerte. So gewann der Nasdaq 100 1,93 Prozent auf 8757,83 Punkte. Marktbeobachter glauben, dass viele Tech-Unternehmen gestärkt aus der Virus-Krise herausgehen werden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat mitten in der Corona-Krise den populären Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. Dies teilte Mandetta nach einem Treffen mit Bolsonaro im Präsidentenpalast im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Der rechtsradikale Staatschef war in der Krise im eigenen Land zunehmend in die Kritik geraten. Während Bolsonaro die Coronavirus-Pandemie verharmloste, hielt sich Mandetta an die internationalen Empfehlungen eines aggressiven Vorgehens im Kampf gegen die Pandemie. Bolsonaro hatte wiederholt eine "Hysterie" im Kampf gegen das Virus angeprangert. Auch bezeichnete er die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als "kleine Grippe".

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In Frankreich sind innerhalb eines Tages weitere 753 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der landesweiten Todesfälle erhöht sich damit auf insgesamt 17.920, wie der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, mitteilte. Mit 474 Patienten weniger sei die Zahl der Krankenhauseinweisungen weiter zurückgegangen, auch die Zahl der Intensivpatienten habe sich um 209 Menschen verringert, hieß es weiter. Laut Salomon hat sich die Virusausbreitung nach derzeitigem Stand stabilisiert. Insgesamt 11.060 Menschen seien in Frankreich in Krankenhäusern verstorben sowie 6860 weitere in Altersheimen oder anderen Pflegeeinrichtungen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht in der Coronavirus-Krise eine Gefahr für die Europäische Union, wenn reichere Länder sich nicht solidarisch zeigen. Für Europa sei die Krise ein "Moment der Wahrheit", sagte Macron der "Financial Times". Die reicheren Länder hätten eine besondere Verantwortung. "Wir brauchen Finanztransfers und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält." Er warnte davor, dass fehlende Solidarität den Populisten in Italien, Spanien und vielleicht Frankreich zum Sieg verhelfen könnten. Es gehe nun darum, "zu entscheiden, ob die Europäische Union ein politisches Projekt oder nur ein Marktprojekt ist. Ich denke, es ist ein
    politisches Projekt", sagte er.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Der in Italien lebende frühere Papst Benedikt XVI. hat seinen 93. Geburtstag zurückgezogen gefeiert. Joseph Ratzinger habe am Donnerstag viele Anrufe erhalten, unter anderem von seinem 96-jährigen Bruder Georg, der in Bayern lebt und ebenfalls Priester ist, teilte Benedikts Privatsekretär und Vertrauter, Georg Gänswein, auf der offiziellen Internetseite des Vatikan mit. Wegen der Corona-Krise habe er aber keine Besucher empfangen. Laut Gänswein verfolgt der frühere Papst die Nachrichten über die Coronavirus-Pandemie "mit Sorge". Insbesondere die hohe Zahl der Todesfälle unter Priestern, Ärzten und Krankenschwestern beunruhige ihn.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Unternehmen und Privatpersonen in Tschechien können ihre Kredit- und Hypothekenzahlungen einmalig für bis zu sechs Monate aussetzen. Grund ist die Coronavirus-Pandemie. Nach dem Abgeordnetenhaus stimmte auch der Senat für eine entsprechende Gesetzesvorlage. Die fehlenden Raten einschließlich Zinsen müssen zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden. Ausgenommen sind unter anderem Kreditkartenkonten und Überziehungskredite sowie Neuverträge.

    Seit Mitte März sind die meisten Geschäfte in Tschechien geschlossen, sodass Einnahmen ausbleiben. Die Regierung plant, ihre Wiedereröffnung in mehreren Etappen je nach Branche und Größe bis zum 8. Juni zuzulassen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Panama in der Corona-Krise einen Notkredit von umgerechnet rund 470 Millionen Euro gewährt. Das teilte der IWF mit. Damit könne das mittelamerikanische Land wichtige Gesundheitsausgaben und die Unterstützung gefährdeter Menschen finanzieren, wie der IWF mitteilte. Durch die Pandemie sei Panama eine Lücke in der Zahlungsbilanz in Höhe von geschätzt 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,38 Milliarden Euro) entstanden.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die nächste Absage: Der Motorsportweltverband Fia und Veranstalter ABB haben alle für den Monat Mai und Juni angesetzten WM-Läufe der elektrischen Rennserie Formel E gestrichen. Darunter fällt auch das für den 21. Juni auf dem Gelände des ehemalien Flughafens Tempelhof terminierte Rennen in Berlin, wie die ABB am Abend mitteilte. Die beiden Organisationen prüfen nun alle verfügbaren Optionen, um so viele Rennen wie möglich auszutragen. Darunter fallen auch die Möglichkeiten, WM-Läufe ohne Publikum zu veranstalten. Eigentlich hatte sich die Rennserie bisher um Läufe in großen Stadien bemüht, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Polen lockert ab Montag die Beschränkungen und fängt dabei mit Parks und Wäldern an. Zudem soll die Obergrenze für die Zahl der Kunden in Geschäften erhöht werden, sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Er wolle alle ein oder zwei Wochen weitere Lockerungen bekanntgeben. Die Grenzen sollen allerdings mindestens bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Gesundheitsminister Lukasz Szumowski zufolge werden die Abstandsregeln zunächst fortgeführt. Auch werde eine öffentliche Maskenpflicht bestehen, bis ein Impfstoff verfügbar sei.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Hunderttausende Kinder könnten den Vereinten Nationen zufolge dieses Jahr weltweit infolge von Corona-Krise und globaler Rezession sterben. Ausbleibende Einnahmen würden arme Familien zu Einsparungen im Bereich der Gesundheit und Nahrungsmittelversorgung zwingen, was insbesondere Kinder, Schwangere und stillende Mütter treffe. Das sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einer Botschaft. Zudem hätten einige Länder Impfkampagnen gegen Polio und Masern eingestellt.

DPA AFP

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