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News zum Coronavirus: "Sein Zustand hat sich verschlechtert" – Boris Johnson auf Intensivstation verlegt

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Weltweit haben sich mehr als 1, 2 Millionen Menschen damit angesteckt. In Deutschland sind gut 100.000 Menschen infiziert, knapp 1600 gestorben. Alle Nachrichten zur Coronakrise in unserem Liveblog.

Großbritanniens Premier Boris Johnson (Archivbild)

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weltweit weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Deutschland 100.123 offiziell registriert worden. Die Zahl der Todesfälle wird mit 1584 beziffert (Stand: 6. April). Das Robert-Koch-Institut gibt 95.331 Infizierte und 1434 Todesfälle an.

Die Kontaktsperren und öffentlichen Einschränkungen im Kampf gegen das Virus werden in Deutschland noch mindestens bis zum 19. April gelten. Was danach geschieht, ist offen. 

Unterdessen ist die Pandemie in den USA weiter auf dem Vormarsch. Inzwischen sind im ganzen Land laut Johs-Hopkins-Universität 337.637 Menschen mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesfälle ist nach aktuellen Zahlen über die Marke von 10.000 gestiegen.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Boris Johnson auf Intensivstation verlegt (21.22 Uhr)
  • Dänemark lockert Maßnahmen (20.26 Uhr)
  • USA überschreiten Schwelle von 10.000 Coronavirus-Toten (18.26 Uhr)
  • Mehr als 100.000 Corona-Fälle in Deutschland (15 Uhr)
  • Kreditprogramm soll mittelständische Firmen einfacher mit dringend notwendigen Krediten versorgen (14.50 Uhr)
  • Boris Johnson bleibt weiter im Krankenhaus (14.34 Uhr)
  • Kreise: Zwei Wochen Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland (12.01 Uhr)
  • Sebastian Kurz: Schrittweise Öffnung von Geschäften ab dem 14. April (11.15 Uhr)
  • Lehrerverband: Schüler mit schlechten Leistungen sollen freiwillig wiederholen (10.10 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

DPA / AFP

Coronavirus: Liveblog vom 6. April

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Alle Informationen zur Einweisung Boris Johnsons auf die Intensivstation, was über seinen Gesundheitszustand bekannt ist, wer ihn jetzt vertritt und erste Reaktionen auf die neue Entwicklung lesen Sie hier.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der britische Außenminister Dominic Raab will als Vertreter des erkrankten Regierungschefs Boris Johnson den bisherigen Kurs im Kampf gegen das neuartige Coronavirus fortsetzen. Die Regierung werde sich darauf konzentrieren, die Vorgaben des Premierministers und die vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen, "um das Coronavirus zu besiegen", sagte Raab in der BBC. Johnson sei im St Thomas' Krankenhaus in London in "sicheren Händen".

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat dem mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierminister Boris Johnson eine baldige Genesung gewünscht. Johnson habe ebenso wie das britische Volk "in diesem schweren Moment meine ganze Unterstützung", erklärte Macron bei Twitter. Er hoffe, dass der britische Regierungschef die Krankheit "schnell übersteht".

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die milliardenschweren Hilfsprogramme für die Wirtschaft in der Corona-Krise bringen nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Bundeshaushalt nicht in Bedrängnis. Im ZDF-"heute journal" bejahte der SPD-Politiker die Frage, ob das alles noch kontrollierbar sei. Die Bundesregierung überlege sich das alles sehr sorgfältig, weil sie die Kontrolle über das Geschehen behalten, die Wirtschaft stabilisieren und zugleich erreichen wolle, dass auch nach der Krise noch ein gut finanzierter Staat da sei. Es sei gut, dass der Bund in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet habe.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Noch ein Blick auf weitere Ereignisse rund um die Coronavirus-Pandemie abseits der Verlegung von Großbritanniens Regierungschef Boris Johnson auf die Intensivstation:
    - Der europäische Flugzeugbauer Airbus setzt wegen der Corona-Krise die Produktions- und Montageaktivitäten an seinen deutschen Standorten Bremen und Stade sowie am Standort Mobile in den USA vorübergehend aus. Die Fertigung in Bremen werde "vom 6. April bis einschließlich 27. April" eingestellt, teilte der Konzern mit. Auch im niedersächsischen Stade soll es vorerst bis zum 11. April eine "Pause" geben. Weitere Unterbrechungen seien "in den folgenden Wochen" tageweise in einem Teil der Produktionsabteilungen geplant.
    - Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Israel die Bewegungsfreiheit der Bürger für das kommende Pessachfest weiter massiv ein. Von Dienstag bis Freitag dürften Personen ihre Stadtteile und Dörfer nicht verlassen, teilte Regierungschef Benjamin Netanjahu mit. Am Mittwochabend, dem Beginn des jüdischen Pessachfestes, werde es eine völlige Ausgangssperre geben. Bürger dürften ihr Haus bis Donnerstagmorgen gar nicht verlassen.
    - Das größte Musikfestival Nordeuropas im dänischen Roskilde ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Man folge damit den Anordnungen der Behörden, heißt es in einer Mitteilung. Größere Versammlungen bleiben in dem Land bis einschließlich August verboten. Das Risiko einer Infektion mit dem Virus sei zu hoch, heißt es in der Mitteilung weiter.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Vertreten wird Boris Johnson im Übrigen von Außenminister Dominic Raab – denn die Regierungsgeschäfte, insbesondere die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie in Großbritannien, müssen weiterlaufen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Inzwischen hat sich auch ein Sprecher des britischen Regierungschefs zum Gesundheitszustand Boris Johnsons geäußert. Er sei bei Bewusstsein und sei als Vorsichtsmaßnahme auf die Intensivstation verlegt worden für den Fall, dass er beatmet werden müsse, hieß es aus dem Büro des Regierungschefs.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Boris Johnson war am Sonntag in das St. Thomas' Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht. Zunächst arbeitete er isoliert im Regierungssitz in der Downing Street weiter. In seinen Videobotschaften zur Pandemie gab er sich optimistisch, er selbst wirkte aber bereits deutlich angeschlagen und hatte auch deutlich an Gewicht verloren. Später musste er dann aber wegen anhaltender Symptome in die Klinik gebracht werden. Er sei auf Anraten seines Arztes "zu einigen Routinetests" ins Krankenhaus gegangen, hatte Johnson am Montag noch per Twitter mitgeteilt. Nach Angaben eines Regierungssprechers litt er unter Fieber und Husten – die Symptome sollen nun schwerer geworden sein.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Über den genauen gesundheitlichen Zustand Boris Johnsons gibt es noch keine offiziellen Angaben. Der "Guardian" berichtet, der 55-Jährige sei bei Bewusstsein. Die Verlegung auf die Intensivstation sei vorsorglich geschehen, falls eine Beatmung nötig werde.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die britische Zeitung "Guardian" zitiert einen Sprecher der Downing Street:

    "Seit Sonntagabend wird der Premierminister von Ärzten im St. Thomas' Hospital in London betreut, nachdem er mit anhaltenden Coronavirus-Symptomen aufgenommen wurde. Im Laufe dieses Nachmittags hat sich der Zustand des Premierministers verschlechtert und er wurde auf Anraten seines medizinischen Teams auf die Intensivstation des Krankenhauses verlegt."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Nach den ersten Medienberichten gibt es nun auch eine offizielle Äußerung aus der Downing Street: Eine Regierungssprecherin bestätigte der Nachrichtenagentur DPA, dass Johnson wegen eines sich verschlechternden Zustands auf die Intensivstation verlegt worden sei.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die BBC und andere britische Medien berichten unter Berufung auf die Downing Street, die Covid-19-Symptome Boris Johnsons hätten sich verschlechtert. Am 27. März wurde bekannt, dass sich der Premier mit dem Coronavirus infiziert hat. Erst im Laufe dieses Montags teilte er mit, sich "für einige Routinetests" ins Krankenhaus eingewiesen zu haben,

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der mit dem Coronavirus infizierte britische Premier Boris Johnson ist am Abend auf die Intensivstation verlegt worden. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Downing Street übereinstimmend. Mehr in Kürze bei stern.de

  • Daniel Wüstenberg
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    Nach anderthalb Wochen ist die wegen eines Corona-Ausbruchs verhängte Quarantäne in zwei Ortsteilen der Kleinstadt Jessen in Sachsen-Anhalt wieder aufgehoben worden. Um Punkt 20.00 Uhr räumten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks die Straßenkontrollen an den Ein- und Ausfahrtsstraßen der bis dahin abgeriegelten Ortsteile Jessen und Schweinitz. In der Kleinstadt nahe Brandenburg gelten nun nur noch das Kontaktverbot und die Ausgangsbeschränkungen des Landes. Als Grund für die Lockerung nannte der Landkreis stagnierende Infektionszahlen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Auch Dänemark hat eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen nach Ostern angekündigt. In einem ersten vorsichtigen Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Abend in Kopenhagen.

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