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News zur Corona-Pandemie Dänemark lockert Einreisebeschränkungen

Sehen Sie im Video, wie die klinische Studie zu einem Corona-Impfstoff ablaufen soll.


Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech, das dabei mit dem Pharmaunternehmen Pfizer kooperiert, erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte.  Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.  Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Impfstoffen gegen Covid-19.  Zunächst soll unter anderem die Verträglichkeit und Sicherheit des genbasierten Impfstoff-Kandidaten geprüft werden. Dieser enthalte genetische Informationen des Erregers. Im Körper werden daraus Proteine hergestellt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Seit Ausbruch der Covid-19-Epidemie sind nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller mindestens 80 Impfstoffprojekte angelaufen. In Deutschland werden nach Angaben von PEI-Präsident Klaus Cichutek in diesem Jahr voraussichtlich insgesamt vier klinische Studien mit einem Impfstoffkandidaten starten. Dass bereits in diesem Jahr ein erster zugelassener Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung bereit steht, sei aber unwahrscheinlich.
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In Deutschland fängt teilweise die Schule wieder an, auch die ersten Geschäfte haben wieder geöffnet. Ob das richtig ist, werden die Infektionszahlen zeigen. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland lockert erste Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ob das verfrüht oder der richtige Schritte ist, wird sich zeigen. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit bei mehr als 2,5 Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen, rund 180.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Mittwochmorgen). 

In Deutschland gibt es fast 150.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird hierzulande mit mehr als 5.000 beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Dänemark lockert Einreisebestimmungen (22.32 Uhr)
  • Erster Corona-Toter in der Ost-Ukraine (20.20 Uhr)
  • Mehr als 25.000 Corona-Tote in Italien (18.50 Uhr) 
  • Hamburger Verwaltungsgericht kippt Beschränkungen für große Läden (17.53 Uhr) 
  • Virologe Drosten: Deutschland verspielt vielleicht Corona-Vorsprung (16.53 Uhr)
  • Maskenpflicht kommt in allen Bundesländern (14.30 Uhr)
  • Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen (11.13 Uhr)

Die Coronakrise: Alle News vom Mittwoch, 22. April

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die dänische Regierung hat am Mittwoch die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebestimmungen gelockert. Ausländische Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder und Eltern von Dänen dürfen fortan wieder ins Land einreisen, auch wenn sie keine Aufenthaltsberechtigung haben. Dänemark hatte als eines der ersten Länder in Europa am 14. März wegen der Corona-Krise die Grenze für den Personenverkehr so gut wie geschlossen. Nur Ausländer, die einen wichtigen Grund hatten, durften einreisen. "Menschen mit Symptomen werden jedoch weiterhin an der Grenze zurückgewiesen", sagte Außen- und Integrationsminister Mattias Tesfaye im Parlament.

  • Tim Schulze
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    Weltweit sind mittlerweile mehr als 180.000 Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen. Wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch ergab, starben 180.289 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Über 2,5 Millionen Menschen haben sich demnach mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Verhandlungen der Spitzen von Union und SPD über weitere Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise ziehen sich deutlich länger hin als ursprünglich geplant. Dem Vernehmen nach stockten die Beratungen am Mittwochabend. Grund waren vor allem Differenzen darüber, ob das Kurzarbeitergeld angehoben und die Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie generell auf 7 Prozent gesenkt werden soll. Die geplante Beratung über Finanzhilfen für die Kommunen sei vorerst kein Thema, hieß es.

  • Tim Schulze
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    Der US-Flugzeugbauer Boeing will angesichts der Coronavirus-Pandemie zehn Prozent seiner Stellen in der Passagierflugzeugsparte streichen. Betroffen seien Mitarbeiter, die am Bau der Modelle 787, 777 und 737 MAX beteiligt seien, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus informierten Kreisen. Boeing steckte schon vor der Pandemie wegen der Probleme bei der 737 MAX in einer schweren Krise.

  • Tim Schulze
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    In den USA ist erstmals in Haustieren das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Beide Tiere, die an verschiedenen Orten in dem Bundesstaat lebten, hätten Atemwegsbeschwerden aufgewiesen. In einem Fall sei der Besitzer der Katze zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Im anderen Fall sei keine Infektion in dem betroffenen Haushalt bekannt.

  • Tim Schulze
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    Fußballprofi Gareth Bale hat dem Nationalen Gesundheitsdienst in seiner Heimat Wales 500.000 Pfund (668.000 Euro) und den Krankenhäusern in Madrid weitere 500.000 Euro gespendet. In einem Video, das am Mittwoch in den sozialen Medien von der Cardiff & Vale Health Charity veröffentlicht wurde, dankte Bale allen Mitarbeitern des Gesundheitswesens für ihre "harte Arbeit und Opferbereitschaft" während der Covid-19-Krise.

  • Tim Schulze
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    Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier, ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der
    Fußball-Bundesliga überzeugt.
    "Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen", sagte Bouffier dem "F.A.Z.-Podcast für Deutschland". "Alles, was ich gehört habe, lässt mich annehmen, dass sie zustimmen. Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen", sagte Bouffier.

  • Tim Schulze
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    Bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus sind französische Wissenschaftler auf die möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin aufmerksam geworden. Die Annahme beruht auf der geringen Zahl an Rauchern unter den Covid-19-Patienten - weltweit liegt die Rate laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent. Im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière soll deshalb bald sowohl die präventive als auch die therapeutische Wirkung mithilfe von Nikotinpflastern untersucht werden.

  • Tim Schulze
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    Der Unions-Wirtschaftsflügel fordert angesichts der Existenznöte von Firmen so bald wie möglich einen "Öffnungspfad" für das Gastgewerbe. Dafür solle es Kriterien geben wie Abstandsregelungen und eine deutliche Begrenzung der Gästezahlen vor allem im Innenbereich, wie es in einem Beschluss des Vorstands des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag heißt. "Wir wollen, dass das Gastgewerbe so bald wie möglich und vertretbar seinen bedeutenden Platz in unserem Land wieder zurückerhalten kann." Es sollte der Branche daher so bald wie möglich ein "Öffnungspfad" mit entsprechenden Kriterien geboten werden.

  • Tim Schulze
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    In Frankreich lässt der Druck auf die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter langsam nach. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist seit rund zwei Wochen rückläufig, wie Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Mittwochabend sagte. Derzeit würden dort 5218 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind fast 2000 weniger als noch vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden, gehe weiterhin zurück. Es sind derzeit mehr als 29
    700.

  • Tim Schulze
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    Inmitten der Corona-Krise beginnt am Donnerstag der Fastenmonat Ramadan für die Muslime. Wegen der Corona-Beschränkungen und Ausgangssperren wird es dieses Jahr in vielen Ländern keine Zusammenkünfte nach Sonnenuntergang zum Fastenbrechen und zum nächtlichen Gebet in der Moschee geben. Auch Reisen in die heiligen Städte des Islam sind nicht möglich, Moscheen weltweit sind geschlossen.

  • Tim Schulze
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    In der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ostukraine gibt es die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem hochansteckenden Coronavirus. Ein 60 Jahre alter Mann sei am Mittwoch in Donezk gestorben, teilten örtliche Behörden mit. Er sei bereits in kritischem Zustand in eine Klinik eingeliefert worden. In der benachbarten Luhansker Region starb ein 74-jähriger mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Insgesamt sind in beiden Gebieten bereits mehr als 100 Corona-Fälle registriert worden. Internationale Hilfsorganisationen befürchten durch die Corona-Krise eine humanitäre Katastrophe in dem Konfliktgebiet.

  • Tim Schulze
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    Die EU-Staats- und Regierungschefs tagen am Donnerstagnachmittag erneut in einer Video-Konferenz zur Corona-Krise (15.00 Uhr). Hauptthema ist ein geplanter "Wiederaufbaufonds", der nach der Pandemie eine schnelle Erholung der Wirtschaft in den Mitgliedstaaten ermöglichen soll. Volumen, die teils geforderte Vergemeinschaftung von Schulden und Auszahlungsmodalitäten sind jedoch hoch umstritten. Der Gipfel soll deshalb lediglich der EU-Kommission den Auftrag erteilen, einen ersten Vorschlag auszuarbeiten, auf dessen Grundlage dann weiter diskutiert wird.

  • Tim Schulze
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    Nach rund einem Monat scharfer Beschränkungen in der Corona-Krise gibt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zum Vorgehen der großen Koalition ab. Im Anschluss an ihre Rede (09.00 Uhr) ist eine einhalbstündige Debatte vorgesehen. Es wird erwartet, dass sich Merkel auch zu den Beratungen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am Nachmittag (15.00 Uhr) äußern wird, bei denen es ebenfalls um die Bekämpfung der Corona-Pandemie gehen wird.

  • Tim Schulze
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    Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsbehörde WHO in den meisten Ländern noch im Anfangsstadium. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz. "Dieses Virus wird uns eine lange Zeit beschäftigen."

    Tedros verteidigte erneut das Krisenmanagement seiner Organisation. Die Ausrufung des internationalen Gesundheitsnotstands am 30. Januar sei genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, sagte er.


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