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News zum Coronavirus US-Börsenindex Dow Jones verzeichnet stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren

Händler an der Wall Street - Dow Jones macht Rekordsprung
Händler an der Wall Street (Bild vom 16. März): Dow Jones macht Rekordsprünge in der Coronakrise.
© Johannes Eisele / AFP
In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Bund und Länder verordnen weitreichende Kontaktsperren. Der Staat spannt einen Schutzschirm für die Wirtschaft. Alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Das Coronavirus hat sich am Dienstag weltweit immer schneller ausgebreitet: In Deutschland gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Abend bislang knapp 33.000 Infektionen mit dem Coronavirus. 157 Menschen sind demnach bislang daran bundesweit gestorben. Die Zahlen des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) sind etwas niedriger, weil es mit einer anderen Datenbasis arbeitet. Danach gibt es Stand Dienstagmorgen 27.436 Infizierte und 114 Tote. 

Weltweit sind inzwischen mehr als 400.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt. Seit Montagabend gelten auch in Großbritannien weitreichende Ausgangsbeschränkungen, Frankreich hat den Aktionsradius des Einzelnen abseits von notwendigen Erledigung auf einen Kilometer und höchstens eine Stunde täglich eingeschränkt, trotzdem stieg dort die Zahl der Corona-Toten auf 1100. Indien setzte weitreichende Ausgangsbeschränkungen für seine 1,3 Milliarden Einwohner in Kraft. Bundeskanzlerin Merkel sieht die Gesellschaft vor einer "historischen Aufgabe" und mahnt eindringlich, den Kontakt zu Mitmenschen drastisch einzuschränken. Die Bundesliga will daher ihre Spielpause mindestens bis zum 30. April ausdehnen. Japan und das IOC haben die Olympischen Spiele von Tokio auf das kommende Jahr verschoben.

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Zahlen und Karten zur Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier. 

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Weltweit mehr als 400.000 Corona-Infizierte (22.17 Uhr)
  • Stärkster Sprung seit 1933: Down Jones macht heftige Verluste an einem Tag wieder wett (21.49 Uhr)
  • DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April (16.50 Uhr)
  • Indien verhängt "vollständige Ausgangssperre" für drei Wochen (16.28 Uhr)
  • Schleswig-Holsteins Bildungsministerin plant Absage der Abiturprüfungen (15.28 Uhr)
  • Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl (14.03 Uhr)
  • Olympische Spiele in Japan werden um ein Jahr verschoben (13.18 Uhr)

Die Entwicklungen zum Coronavirus vom Dienstag in der Nachlese

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Trotz dramatisch wachsender Fallzahlen in den USA hat sich US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus optimistisch gegeben. "Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Trump am Abend im Weißen Haus. Unklar war, worauf der Präsident diese Aussage basierte. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 52.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - damit liegen die Vereinigten Staaten nur noch hinter China und Italien. Mehr als 670 Menschen starben. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

  • DieterHoss
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    Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie stellt der FC Barcelona den Gesundheitsbehörden der Region Katalonien die Clubanlagen zur Verfügung. Man sei bereit, jede nötige Hilfe zu leisten, teilte der spanische Fußballmeister mit. Dem Hospital Sant Pau in Barcelona habe man bereits den Elektrowagen überlassen, mit dem normalerweise im Camp-Nou-Stadion verletzte Spieler vom Feld gefahren werden, hieß es. Da man wegen der Aussetzung aller Wettbewerbe vorerst nicht mehr antreten könne, sei man "fest entschlossen, jene Begegnung zu spielen und zu gewinnen, die die gesamte Gesellschaft derzeit bestreitet", so der Club von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Weltfußballer Lionel Messi. Die vom Virus Sars-CoV-2 verursachte Krankheit Covid-19 sei "der Gegner von uns allen".

  • DieterHoss
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    Pep Guardiola reiht sich in die Liste prominenter Fußball-Größen ein und spendet im Kampf gegen die Coronakrise eine Million Euro. Wie die Zeitung "Marca" berichtet, unterstützt der Trainer von Manchester City und Ex-Coach des FC Bayern München mit dem Geld ein Krankenhaus in seiner Heimat Barcelona und eine spanische Stiftung für den Erwerb medizinischen Materials.

  • DieterHoss
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    Wieder erschütternde Nachrichten aus dem vom Coronavirus stark erschütterten Spanien. Nachdem am Montag Meldungen verstört hatten, wonach Soldaten bei der Desinfizierung von Altenheimen viele Senioren tot in ihren aufgefunden haben sollen, wird nun davon berichtet, dass zahlreiche Corona-Patienten in Spanien aus den Krankenhäusern fliehen. Das hat der Direktor der Nationalpolizei während einer Pressekonferenz in Madrid bestätigt. Außerdem habe es bereits 80 Festnahmen gegeben, weil "verantwortungslose und unsolidarische" Personen nicht bereit gewesen seien, sich an die zur Eindämmung von Sars-CoV-2 verhängten Ausgangssperren zu halten. Und das, obwohl Spanien fast 40.000 Infizierte und mit 2800 die weltweite drittmeisten Corona-Toten verzeichnet.

  • DieterHoss
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    In Frankreich sind inzwischen mehr als 1000 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 240 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit. Insgesamt seien somit 1100 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 2516 Patienten liegen laut Salomon auf Intensivstationen - 434 mehr Menschen als am Vortag. Insgesamt seien mehr als 10.100 Patienten wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt worden.

  • DieterHoss
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    In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15.000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

  • DieterHoss
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    Torwart Marco Sportiello ist als erster Spieler von Atalanta Bergamo positiv auf den Coronavirus getestet worden. Der Kollege des deutschen Mittelfeldspielers Robin Gosens zeige keine Symptome, teilte der Club aus der italienischen Serie A mit. Bergamo ist ein Zentrum der Pandemie in Italien mit zahlreichen Todesfällen. Die Spieler des Fußball-Clubs befinden sich noch bis Freitag in Quarantäne. Gosens hatte zuletzt von bedrückenden Szenen in der Stadt berichtet. Der 27 Jahre alte Sportiello ist der insgesamt 16. infizierte Spieler der Serie A. Er stand beim 4:3-Sieg in Valencia im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League im Tor von Atalanta. Beim Kontrahenten wurde seither ein Drittel der Mannschaft und Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet. Das Spiel gilt als ein möglicher Hotspot für eine Ausbreitung des Virus in Italien und Spanien,

  • DieterHoss
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    Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am vergangenen Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore. Für Deutschland weist die Universität zur Stunde 32.781 Corona-Fälle und 157 Tote aus.

  • DieterHoss
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    Die Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alice Weidel, wird aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Bundestagssitzung zur Verabschiedung des Corona-Hilfspakets an diesem Mittwoch teilnehmen. "Bei mir wurde Lungenentzündung diagnostiziert, weshalb ich diese Woche zum Schutz meiner eigenen, wie auch der Gesundheit der Kollegen und Mitarbeiter nicht an den Sitzungen des Bundestages teilnehmen werde", sagte Weidel am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Auf das neuartige Coronavirus wurde sie nach Angaben ihres Sprechers bisher nicht getestet.

  • DieterHoss
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    In den USA sind bereits rund 10.000 Soldaten der Nationalgarde im Einsatz, um örtliche Behörden im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu unterstützen. Deren Zahl steige nun jeden Tag weiter an, erklärte der Leiter der Nationalgarde, General Joseph Lengyel, am Dienstag vor Journalisten. Die Militärangehörigen helfen unter anderem bei der Organisation von Tests auf das Coronavirus, unterstützen Sicherheitskräfte oder beantworten Anrufe in Call Centers, wie die Nationalgarde mitteilte.

  • DieterHoss
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    Der Sheriff von Los Angeles will sicherstellen, dass Waffenläden während der Coronavirus-Krise geschlossen werden. Sheriff Alex Villanueva kündigte an, dass seine Behörde die in Kalifornien geltenden Auflagen für die Schließung "nicht lebensnotwendiger" Geschäfte durchsetzen werde. Waffenläden und Striplokale müssten demnach dicht machen. Lebensmittelgeschäfte, Banken oder Apotheken sind in dem Westküstenstaat weiterhin geöffnet. Dem US-Sender FoxNews sagte Villanueva zuvor in einem Interview, dass er das Recht auf Waffenbesitz voll unterstütze. Er befürchte aber, dass nun Personen Waffen kaufen, die sich nicht damit auskennen. Dies könne in der derzeitigen Situation mit Ausgangsbeschränkungen und mehr Menschen in ihren Häusern zu ungewollten Schießunfällen führen.

  • DieterHoss
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    Im Kampf gegen die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise prüft die EU, den Euro-Rettungsfonds ESM einzusetzen. Es gebe "breite Unterstützung" für die Nutzung des bestehenden Instruments vorbeugender Kreditlinien des Rettungsfonds, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno nach einer Video-Konferenz der europäischen Finanzminister. Diskutiert wird demnach auch weiter über die von Deutschland abgelehnten Corona-Bonds. Entscheidungen sollen bei den Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag fallen. Der ESM hat aktuell noch 410 Milliarden Euro an Kreditlinien zur Verfügung.

  • DieterHoss
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    Unglaubliche Sprünge an der US-Börse: Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte mehr als 2000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkte. Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar (1,4 Bio Euro) in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt. Der marktbreite S&P 500 stieg um 9,38 Prozent auf 2447,33 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 7,81 Prozent auf 7553,83 Punkte.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hilft in seinem Heimatland Portugal mit großzügigen Spenden im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie[. Der Profi von Juventus Turin und sein Manager Jorge Mendes hätten mit "Millionenspenden" den Ausbau der Intensivstationen zweier Krankenhäuser unterstützt, berichteten portugiesische Medien. Die Hilfsleistung wurde inzwischen von den Krankenhäusern, dem Hospital de Santa Maria in Lissabon und dem Hospital de Santo Antonio in Porto, bestätigt.

    Der Wert der Spenden wurde zwar nicht bekanntgegeben. Das Krankenhaus in der Hauptstadt ließ aber wissen, dass der fünffache Weltfußballer und Mendes insgesamt 20 Betten sowie unter anderem auch Beatmungs- und Herzüberwachungsgeräte, Infusionspumpen und Spritzen zur Verfügung stellen. Das Spital in Porto bekommt nach eigenen Angaben 15 Betten und ebenfalls zahlreiche Geräte und Ausrüstung, die für die Behandlung von Menschen, die mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert wurden, nötig seien.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die EU-Kommission billigt das deutsche Hilfsprogramm für die von der Corona-Epidemie betroffenen Unternehmen. Das Ziel der Maßnahmen sei es, Firmen mit Liquidität zu versorgen, damit Arbeitsplätze gesichert und der Betrieb auch in diesen schwierigen Zeiten fortgesetzt werden könnten, erklärt EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die Bundesregierung hat den Unternehmen Liquiditätshilfen in unbegrenzter Höhe versprochen. Die Hilfen stehen allen Firmen offen.

DPA AFP

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