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News zum Coronavirus Freiburg erlässt Ausgangssperre für Gruppen

Baden-Württemberg, Freiburg: Die Übersichtsaufnahme zeigt die menschenleere Fußgängerzone in der Innenstadt
Baden-Württemberg, Freiburg: Die Übersichtsaufnahme zeigt die menschenleere Fußgängerzone in der Innenstadt
© Patrick Seeger / DPA
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt. Deutschland geht in den Ruhezustand. Bundeskanzlerin Merkel sieht die Gesellschaft vor einer "historischen Aufgabe". Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus: Inzwischen sind in Deutschland nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 12.000 Menschen infiziert, Tendenz steigend. Weltweit haben sich bereits über 218.000 Menschen mit dem Erreger angesteckt.

Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt, schon jetzt leidet darunter die Wirtschaft. Die Bundesregierung hat für Deutschland milliardenschwere Hilfen zugesagt.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Freiburg erlässt Ausgangssperre für Gruppen (23.11 Uhr)
  • Starker Anstieg bei Covid-19-Opfern in Frankreich (22.07 Uhr)
  • US-Außenministerium rät Amerikanern von allen Auslandsreisen ab (21.51 Uhr)
  • Italien meldet mehr Todesfälle als China (18.26 Uhr)
  • WHO nimmt Warnung vor Ibuprofen zurück (15.50 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Einen Überblick über die Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im stern-Liveblog: 

Live Blog

Coronavirus im Liveblog

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die Philadelphia 76ers haben drei positive Corona-Tests in ihrem Verein öffentlich gemacht. Ob es sich dabei um Basketball-Profis aus der NBA, Trainer oder andere Mitarbeiter handelt, gab das Team in der Mitteilung nicht bekannt. Bekannt sind bislang sieben positiv auf das Coronavirus getestete Profis in der NBA, darunter auch Superstar Kevin Durant von den Brooklyn Nets. Der erste positiv getestete Spieler war der Franzose Rudy Gobert von Utah Jazz. Infolge dessen war die Saison in der vergangenen Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die spanische Regierung hat wegen der Coronavirus-Krise die vorläufige Schließung aller Hotels des Landes angeordnet. Im Zuge der am Wochenende verhängten Ausgangssperre müssen auch andere touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze ihre Pforten schließen, wie aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorging. Dafür haben die Häuser nun maximal sieben Tage Zeit. Nur Sicherheits- und Wartungspersonal darf bleiben. Ausgenommen seien lediglich solche Quartiere, in denen Menschen für einen längeren Zeitraum untergebracht seien oder dauerhaft lebten - vorausgesetzt diese verfügten über die nötige Infrastruktur, um die Menschen zu schützen und voneinander zu isolieren. 

    Bis zum Abend war die Zahl der bestätigten Fälle in Spanien auf rund 18.000 gestiegen. Mehr als 830 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben. Die Ausgangssperre gilt zunächst für 15 Tage, könnte aber danach vom Parlament verlängert werden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Wegen der Corona-Krise haben die Republikaner im US-Senat einen Entwurf für ein gigantisches Hilfspaket im Umfang von einer Billion Dollar (rund 91 Milliarden Euro) vorgelegt. Darin enthalten seien unmittelbare Finanzhilfen für die Bürger, rasche Hilfen für kleine Unternehmen, Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und weitere Hilfen für den Gesundheitssektor, sagte der Chef der Republikaner in der Kongresskammer, Mitch McConnell. Der Entwurf wird nun von den oppositionellen Demokraten geprüft, die im Senat in der Minderheit sind. Anschließend müsste das Hilfspaket zunächst vom Senat und anschließend vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden, wo die Demokraten die Mehrheit haben.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Chefcoach Sean Payton von den New Orleans Saints hat als erster Akteur aus der NFL einen positiven Test auf das Coronavirus öffentlich gemacht. Er sei in Selbstisolation und es gehe ihm gut, sagte der 56-Jährige dem US-Sportsender ESPN. "Ich bin glücklich genug, zu der Minderheit zu gehören, die im Gegensatz zu anderen keine ernsthaften Nebenwirkungen hat. Ich habe Glück", sagte der American-Football-Coach und appellierte an die Vernunft anderer. "Junge Leute haben das Gefühl, sie können gut damit umgehen. Aber sie könnten das übertragen auf jemanden, der nicht so gut damit umgehen kann." Es sei "wichtig, dass wir alle unseren Teil beitragen".

  • Florian Schillat
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    Die Stadt Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre für größere Gruppen. Ein sogenanntes Betretungsverbot für öffentliche Orte soll von diesem Samstag bis zum 3. April gelten, wie die Stadt mitteilte.

    Dabei handelt es sich nicht um eine generelle Ausgangssperre, wie eine Sprecherin erklärte. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Man dürfe zudem weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Mit der Maßnahme will die Stadt die Ausbreitung des Virus eindämmen. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est.

    Öffentliche Orte dürfen dem neuen Verbot zufolge nicht mehr in größeren Gruppen betreten werden. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Von allen anderen Personen sei dabei ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. In Parks und Grünanlagen dürften sich keine Menschen mehr ansammeln. Man könne aber etwa weiter durch Freiburg joggen, sagte die Stadtsprecherin.

  • Florian Schillat
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    In Rumänien muss ab sofort jeder mit Haftstrafen rechnen, der sich nicht an die Auflagen zum Kampf gegen das Coronavirus halten. Einem Erlass der Regierung zufolge drohen bei einer einfachen Missachtung der Anordnungen bis zu drei Jahre Haft. Wenn sich dadurch ein Mensch mit dem Virus ansteckt, steigt die Strafe auf bis zu fünf Jahre Gefängnis. Mit bis zu 15 Jahren Haft können Verstöße gegen die Anti-Corona-Maßnahmen geahndet werden, die zum Tod eines Menschen führen. "Wir können es nicht hinnehmen, wenn unverantwortliche Menschen einfach frei herumlaufen und damit andere krank machen", warnte Regierungschef Ludovic Orban.

  • Florian Schillat
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    In Deutschland sind bislang mindestens 14.905 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mit Stand vom Donnerstagabend hervor, die gemeldete Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4970, Bayern mit mehr als 2280 und Baden-Württemberg mit mehr als 2740 Fällen. 44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

  • Florian Schillat
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    Die Covid-19-Pandemie breitet sich in Frankreich weiter rasant aus. Es starben bisher 372 Menschen, das waren 108 mehr als noch am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In Frankreich steckten sich nach Zahlen bisher annähernd 11.000 Menschen an, das waren etwa 1900 mehr als noch am Vortag. Gut 4700 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt. Die Epidemie ist nach den Worten von Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon "bedeutend und breitet sich aus".

  • Florian Schillat
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    Die USA raten ihren Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie dringend von Auslandsreisen ab. Das US-Außenministerium rief in einem beispiellosen Schritt die höchste Reisewarnstufe für die gesamte Welt aus.

    Im Ausland reisende US-Bürger wurden aufgerufen, wenn möglich umgehend in die USA zurückzukehren. Ansonsten drohe ihnen, auf unbestimmte Zeit im Ausland festzusitzen, erklärte das Ministerium. Im Ausland lebende US-Bürger sollten auf jegliche internationale Reise verzichten.

    "Viele Länder erleben COVID-19-Ausbrüche und verhängen Reisebeschränkungen und verpflichtende Quarantänen, schließen Grenzen und verbieten Nicht-Bürgern mit geringer Vorankündigung die Einreise", erklärte das Außenministerium. Außerdem hätten Fluggesellschaften bereits zahlreiche internationale Flüge gestrichen. "Sollten Sie sich entscheiden, international zu reisen, könnten Ihre Reisepläne unterbrochen werden, und Sie könnten gezwungen sein, für unbestimmte Zeit außerhalb der Vereinigten Staaten zu bleiben."

  • Florian Schillat
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    Nach der jüngsten Verlustserie haben sich die US-Aktienmärkte mit einer zarten Stabilisierung
    zurückgemeldet
    . Die angespannte Lage durch die Corona-Pandemie verhindert allerdings weiterhin eine nachhaltige Erholung. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,95 Prozent fester bei 20.087,19 Punkten. Im frühen Handel war der US-Leitindex noch um mehr als 3,5 Prozent abgesackt, hatte danach aber auch um bis zu 2,7 Prozent zugelegt

  • Florian Schillat
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    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die hauptzuständigen Minister haben in stundenlangen Beratungen weitere Maßnahmen gegen die Corona-Krise vorbereitet. Der Kabinettsausschuss Corona war dazu am Abend gegen 18.00 Uhr nach einer Sitzung am Vormittag erneut zu zweieinhalbstündigen Gesprächen zusammengekommen. "Es war eine Vorbereitungssitzung für das Kabinett am Montag und die Parlamentswoche", teilte ein Regierungssprecher am Abend in Berlin mit. Weitere Beratungen würden folgen. Eine Information über den konkreten Inhalt der Gespräche war am Abend nicht geplant.

  • Florian Schillat
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    Das weltberühmte Filmfestival von Cannes wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant im Mai stattfinden. Das teilte der Veranstalter via Twitter mit. Eigentlich sollte die 73. Festival von Cannes vom 12. bis zum 23. Mai an der französischen Riviera laufen; der US-Regisseur Spike Lee ist laut einer früheren Mitteilung Präsident der Jury. Es würden nun verschiedene Optionen geprüft - eine sei eine Verlegung auf Ende Juni oder Anfang Juli. Bei dem Festival winkt als Auszeichnung traditionell die Goldene Palme.

  • Florian Schillat
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    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine einwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Die Maßnahme solle von der Regierung gebilligt und noch in der Nacht in Kraft treten. "Es handelt sich um eine verpflichtende Vorschrift", erklärte der 70-Jährige. Ziel sei es, viele Leben zu retten. "Wenn jemand meint, dass ich übertreibe, sollte er sich die Bilder aus Spanien und Italien anschauen. Dort kümmert man sich nicht mehr um die Kranken, sondern transportiert die Leichen in Militärfahrzeugen."

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei mehr als 573 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst. Tausende Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

  • Florian Schillat
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    Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft hat staatlichen Hilfen für die Hauptstadtflughäfen aufgrund der Corona-Krise zugestimmt. "Der Aufsichtsrat hat diese Unterstützung heute klar zum Ausdruck gebracht, und auch die Gesellschafter werden uns unterstützen", sagte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup nach einer Sitzung des Gremiums. Konkrete Zahlen zur Höhe der Hilfen nannte er nicht. Die Passagierzahlen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel waren Lütke Daldrup zufolge im Laufe dieser Woche um rund drei Viertel im Vorjahresvergleich eingebrochen. Entsprechend hoch seien die erwarteten Verluste.

  • Florian Schillat
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    Die Formel 1 wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie auf ihren Klassiker in Monaco verzichten müssen. Die Veranstalter des Grand Prix in Monte Carlo teilten mit, wegen des großen Aufwands für das Rennen sei eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt des Jahres "unter keinen Umständen möglich". Zuvor hatten der Weltverband Fia und die Rennserie erklärt, neben den ebenfalls für Mai geplanten WM-Läufen in den Niederlanden und in Spanien auch das Rennen in Monaco verlegen zu wollen.

DPA AFP

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