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News zur Corona-Pandemie Knappe Mehrheit ist für Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen

Bonjour tristesse am 11. März: Vielleicht ist das Bild vom bislang einzigen Geisterspiel zwischen Gladbach und Köln bald der Standard, an den sich die Fußball-Fans gewöhnen müssen
Bonjour tristesse am 11. März: Vielleicht ist das Bild vom bislang einzigen Geisterspiel zwischen Gladbach und Köln bald der Standard, an den sich die Fußball-Fans gewöhnen müssen
© Roland Weihrauch / DPA
Wann und in welcher Weise können Corona-Schutzmaßnahmen wieder gelockert werden? Diese Frage wird nicht nur in Deutschland diskutiert. Unterdessen steigen die Infektionszahlen weiter. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland lockert Schritt für Schritt Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ob das verfrüht ist oder nicht, wird lebhaft diskutiert. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit bei mehr als 2,7 Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen, rund 190.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Freitagmorgen).

In Deutschland gibt es mehr als 153.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird hierzulande mit 5575 beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Knappe Mehrheit für Fortsetzung der Fußball-Bundesliga (21.08 Uhr)
  • Trump will Äußerungen zu Desinfektionsmitteln nur "sarkastisch" gemeint haben (19.51 Uhr)
  • Pläne von Bund, Ländern und Glaubensgemeinschaften: Sicherheitsabstand bei Gottesdiensten (19.12 Uhr)
  • Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 50.000 Corona-Tote in den USA (17.21 Uhr)
  • Lufthansa-Chef: 10.000 Mitarbeiter weniger nach der Krise (16.47 Uhr)
  • Schwedens Regierung droht Gaststätten mit Schließung (12.06 Uhr)

Die Coronakrise: Alle News vom Freitag, 24. April

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die britischen Gesundheitsbehörden haben nach den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über mögliche Desinfektionsmittel-Injektionen für Corona-Patienten eindringlich vor unerprobten Behandlungsmethoden gewarnt. Sie rate grundsätzlich davon ab, "sich irgendetwas zu injizieren", sagte die stellvertretende Gesundheitsberaterin der britischen Regierung, Jenny Harries, am Freitag in London. "Aus medizinischer Sicht würden wir das eindeutig nicht befürworten." Es sei "wirklich wichtig", dass Infizierte "angemessene Behandlungen erhalten, die evidenzbasiert und erprobt sind", betonte Harries.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich fassungslos über Äußerungen von Präsident Donald Trump zu Desinfektionsmitteln als mögliche Corona-Behandlungsmethode gezeigt. "Ich kann nicht glauben, dass ich das sagen muss, aber bitte trinkt kein Bleichmittel", schrieb der frühere Vizepräsident, der Trump im November herausfordern wird, am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält eine Wiedereröffnung von Gaststätten Ende Mai für denkbar. Die Gastronomie brauche Perspektiven, sagte der CDU-Politiker am Freitagabend in der Sendung "ARD Extra" zur Corona-Krise. "Das ist jetzt nicht möglich. Aber für Ende Mai fasse ich das hier auch im Freistaat Sachsen durchaus ins Auge", sagte Kretschmer. Immer vor dem Hintergrund, dass die Infektionszahlen beherrschbar seien, fügte er hinzu.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Im medizinischen Wettlauf im Kampf gegen das Coronavirus hat UN-Generalsekretär António Guterres für ein gemeinsames Vorgehen plädiert. "Eine Covid-19-Impfung muss als globales öffentliches Gut betrachtet werden", twitterte Guterres am Freitag. Eine solcher Stoff dürfe nicht nur für ein Land oder eine Region hergestellt werden, sondern müsse für jeden Menschen erhältlich sein. In einer Botschaft am Freitag sagte der UN-Chef zudem, dass Forschungsdaten international geteilt und die Politik beiseitegelegt werden müssten.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Fußball-Bundesligist Werder Bremen verhindert mit Krediten die drohende Zahlungsunfähigkeit. In den vergangenen Wochen sei es dem Verein gelungen, gemeinsam mit den Banken die Liquidität bis zum Frühherbst abzusichern, sagte Werder-Boss Klaus Filbry am Freitag in einem Podcast der Vereinsseite zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Der Vorsitzende der Geschäftsführung erklärte: "Wir müssen dafür Schulden aufnehmen." Das ist das erste Mal seit der Ausgliederung der Profi-Abteilung.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Eine knappe Mehrheit in Deutschland spricht sich für die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen aus. Das ergab eine Umfrage für das ZDF-Politbarometer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Demnach sprechen sich 46 Prozent dafür aus, dass ohne Fans weitergespielt wird. 40 Prozent sind für ein vorzeitiges Ende der Saison.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die US-Wirtschaft könnte wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Quartal um zwölf Prozent schrumpfen. Das Haushaltsbüro des US-Kongresses prognostizierte am Freitag zudem einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 14 Prozent. Vor der Corona-Krise hatte die Quote bei 3,5 Prozent gelegen. Das Haushaltsdefizit könnte den Experten zufolge in diesem Jahr auf 3,7 Billionen Dollar anwachsen - das ist mehr als drei Mal so viel wie bei der letzten Schätzung.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    In Frankreich sind binnen 24 Stunden 389 weitere Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Corona-Toten liege nun bei 22.245, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend in Paris mit.

    Dagegen sinkt die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser weiter. Am Freitag waren laut den Behörden noch 4.870 Infizierte in intensivmedizinischer Behandlung, 183 weniger als am Vortag. Erstmals seit dem 29. März unterschritt die Zahl damit die Marke von 5000. Auch die Gesamtzahl der in Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten nimmt weiter kontinuierlich ab.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Mit einer gedeckten Tafel ohne Gäste und 420 leeren Stühlen haben Gastronomen am Freitag auf dem Hamburger Rathausmarkt auf ihre prekäre Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Die Stühle sollen den Veranstaltern zufolge daran erinnern, dass Restaurants und Hotels seit fünf Wochen geschlossen sind - und vorerst auch weiter geschlossen bleiben sollen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Zahlen von Toten und Infizierten in New York gehen nach der ersten Corona-Infektionswelle weiter zurück. Am fünften Tag in Folge lag die Zahl der Gestorbenen am Freitag bei unter 500 - mit 422 Todesopfern sank die Zahl im US-Bundesstaat auf den tiefsten Wert seit drei Wochen. Das teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Insgesamt sind mehr als 16.000 Menschen in New York gestorben. In den Hochzeiten vor noch wenigen Tagen gab es täglich knapp 800 Opfer.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Ralf Rangnick hat sich für einen Neustart der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Es sei gut, wenn man "Dinge, die einem ans Herz gewachsen sind, wieder erleben kann", sagte Rangnick in einem SWR-Interview. "Ich glaube, dass das eine große Signalwirkung für die Gesellschaft haben würde." Der 61 Jahre alte Ex-Bundesliga-Trainer arbeitet derzeit als globaler Fußball-Chef des Konzerns Red Bull.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Ein fast 100 Jahre alter britischer Weltkriegsveteran ist am Freitag mit seiner Version der Fußball-Hymne
    "You'll Never Walk Alone" an die Spitze der Charts in Großbritannien gestürmt.
    Captain Tom Moore aus Marston Moretaine nahe Milton Keynes hatte in den vergangenen Wochen bereits für Schlagzeilen mit einer Spendenaktion gemacht, bei der mehr als 28 Millionen Pfund (umgerechnet rund 32 Millionen Euro) zusammenkamen. Moore war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Das Geld soll dem wegen der Coronavirus-Pandemie schwer belasteten Nationalen Gesundheitsdienst NHS zugute kommen. Moore schaffte damit sogar einen neuen Guinness-Weltrekord für die höchste Summe, die bei einem Spendenlauf je zusammenkam.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    US-Präsident Donald Trump will seine Äußerungen über mögliche Desinfektionsmittel-Injektionen für Corona-Patienten nur "sarkastisch" gemeint haben. "Ich habe eine sarkastische Frage an Reporter wie Sie gestellt, nur um zu sehen, was passiert", sagte Trump am Freitag zu Journalisten im Weißen Haus. Trumps Sprecherin hatte zuvor Medien vorgeworfen, Aussagen des Präsidenten "verantwortungslos aus dem Kontext gerissen" zu haben.

    Trump hatte am Donnerstagabend angeregt, eine Behandlung von Coronavirus-Patienten mit Lichtbestrahlung oder sogar der Injektion von Desinfektionsmitteln zu prüfen. Er bezog sich dabei auf Erkenntnisse, dass Sonnenlicht und Desinfektionsmittel Viren töten können - wohlgemerkt auf Oberflächen oder in der Luft, nicht im menschlichen Körper. Mediziner reagierten fassungslos auf die Äußerungen des Präsidenten und warnten eindringlich davor, sich Desinfektionsmittel zu spritzen oder zu schlucken. Dies könnte tödliche Folgen haben.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    US-Präsident Donald Trump hat am Freitag ein weiteres Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise unterzeichnet. Das Paket, auf das sich Republikaner und Demokraten im Kongress nach tagelangen Verhandlungen geeinigt hatten, sieht Hilfen in Höhe von 484 Milliarden US-Dollar vor. Der Kongress hatte im März bereits ein Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen, um die schwer geplagte US-Wirtschaft zu stützen. In fünf Wochen haben mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren.

    Mit dem neuen Paket soll ein bestehendes Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um rund 320 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Für ein weiteres Kreditprogramm sollen rund 60 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt werden, zudem 75 Milliarden Dollar für das Gesundheitswesen und weitere 25 Milliarden Dollar für Coronavirus-Tests und weitere Forschung zu dem Thema.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Wegen der Corona-Krise sollen Gläubige bei Gottesdiensten und anderen religiösen Feiern einen Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern einhalten. Das sehen gemeinsame Planungen von Bundesinnenministerium, Ländern und Religionsgemeinschaften vor. Auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei religiösen Veranstaltungen ist vorgesehen, wie ein Sprecher des Ministeriums der DPA auf Nachfrage sagte. Zuvor hatten sich Vertreter von Bund, Ländern und Religionsgemeinschaften abgestimmt. Seit Mitte März gilt im Prinzip ein Versammlungsverbot für Gotteshäuser.

    Das Konzept soll am Montag im Corona-Kabinett besprochen werden. Mitte der Woche würden sich dann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer nächsten Besprechung damit befassen. Die Pläne beruhen auf 15 Konzepten von Religionsgemeinschaften sowie Ergänzungen des Robert Koch-Instituts. Die genaue Umsetzung liegt wie bei den meisten Corona Vereinbarungen bei den Ländern.

DPA AFP

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