VG-Wort Pixel

News zur Corona-Pandemie Laschet will im Mai weitere Lockerungen in der Coronakrise

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
© Federico Gambarini / DPA
In Deutschland fängt die Schule wieder an, auch die ersten Geschäfte haben wieder geöffnet. Ob das richtig ist, werden die Infektionszahlen zeigen. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland lockert erste Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ob das verfrüht ist oder ob es der richtige Schritte ist, wird sich zeigen. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an.

Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit bei mehr als 2,4 Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen, rund 170.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Dienstagmorgen). In Deutschland gibt es mehr als 147.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird hierzulande mit mehr als 4800 beziffert. (hier finden Sie mehr Zahlen)
 

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Lascht will im Mai weitere Lockerungen (20.01 Uhr)
  • Merkel verteidigt ihre mahnenden Worte (17.57 Uhr)
  • Berlin erlaubt wieder kleine Demonstrationen und Gottesdienste (17.37 Uhr)
  • Tirol hebt Quarantäne für mehrere Orte auf - auch Ischgl (15.13 Uhr)
  • Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg führen Mundschutzpflicht ein (12.21 Uhr)
  • RKI gibt Update zur Coronalage in Deutschland (Start 10.01 Uhr)
  • Oktoberfest 2020 fällt aus (9.05 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: Alle News vom Dienstag, 21. April

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Damit endet die Corona-Berichterstattung in diesem Liveblog. Morgen informieren wir Sie wieder weiter über alle aktuellen Entwicklungen. Gute Nacht und bleiben Sie gesund!

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Als erster US-Bundesstaat verklagt Missouri wegen der Coronavirus-Pandemie die chinesische Regierung. Missouris Generalstaatsanwalt Eric Schmitt warf Peking vor, die Welt über die Lungenerkrankung Covid-19 "belogen" und zu wenig zur Eindämmung des Virus unternommen zu haben. Dies habe zu Erkrankungen, Todesfällen und wirtschaftlichen Schäden weltweit und auch in Missouri geführt. Die chinesische Regierung habe sich eines gefährlichen Verhaltens und der Pflichtverletzung schuldig gemacht, erklärte Schmitt weiter. Sie müsse für "ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden". Das Verfahren könnte zu Schadenersatzforderungen gegen China führen.

    Die Klage richtet sich unter anderem gegen die chinesische Regierung, die Kommunistische Partei Chinas, eine Reihe von Ministerien sowie die Regionalregierung der Provinz Hubei und die Stadtverwaltung von Wuhan, wo das Virus zuerst aufgetreten war. Eingereicht wurde die Klage vor einem US-Bundesgericht in Missouri.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Netflix erfreut sich in der Corona-Pandemie dank Serienhits wie "Tiger King" hoher Beliebtheit - im vergangenen Quartal gewann der Streaming-Marktführer in großem Stil neue Kunden hinzu. Die Anzahl der Bezahlabos schoss in den drei Monaten bis Ende März weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe, wie der Online-Videodienstmitteilte. Zum Quartalsende brachte es Netflix auf knapp 183 Millionen
    bezahlte Mitgliedschaften
    . Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar, während der Gewinn auf 709 Millionen Dollar (653 Mio Euro) mehr als verdoppelt wurde.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Südafrika hat Präsident Cyril Ramaphosa ein milliardenschweres "historisches" Rettungspaket verkündet. 500 Milliarden Rand (etwa 25 Milliarden Euro) - rund 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - würde die Regierung in die Wirtschaft und die Unterstützung der rund 58 Millionen Bürger stecken, sagte Ramaphosa in einer Ansprache an die Nation.

    In Südafrika sind bislang demnach mehr als 3400 Fälle von Covid-19 bestätigt worden und mindestens 58 Menschen gestorben. Die Regierung hatte vor einigen Wochen eine strenge landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Das Robert Koch-Institut (RKI) muss dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zufolge "sein grünes Licht" für den Neustart der Fußball-Bundesliga geben. "Wir brauchen die Expertise des Robert Koch-Instituts", sagte der 53-Jährige in den ARD-"Tagesthemen". "Es müssen klare Geisterspiele sein, der Personenkreis muss klar kontrollierbar sein. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass vor den Stadien auch nichts stattfindet."

    Einen "Blankoscheck" für die Clubs "nach dem Motto, egal was passiert, es findet statt", werde es "natürlich nicht geben". Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für den Neustart stehe "natürlich unter Bewährung", sagte Söder, die Lage müsse dann "von Spieltag zu Spieltag" beobachtet werden. RKI-Vizepräsident Lars Schaade hatte sich zuvor skeptisch zu dem Ligaplan geäußert, die Fußball-Profis ständig auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. Gemeinsam mit seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet (CDU) hatte Söder am Montag den 9. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme der Bundesliga ins Spiel gebracht.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In den USA haben sich Republikaner und Demokraten nach Angaben des Mehrheitsführers im Senat auf ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (441,7 Mrd Euro) geeinigt. Das entsprechende Gesetzespaket solle nun rasch verabschiedet werden, erklärte der Republikaner Mitch McConnell. Das Parlament hatte im März bereits ein umfassendes Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

    Mit dem neuen Paket soll demnach ein erfolgreiches Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um 320 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Mit den Krediten, die später erlassen werden können, soll der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA begrenzt werden. Für ein weiteres Kreditprogramm sollen 60 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt werden, zudem 75 Milliarden Dollar für das Gesundheitswesen und weitere 25 Milliarden Dollar für Coronavirus-Tests und Forschung.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    EU-Abgeordnete fordern einen europäischen Notfallfonds zur Unterstützung der Medien- und Pressebranche. Die EU-Kommission solle dies prüfen, schrieben Abgeordnete des Kulturausschusses im Europaparlament in einem Brief an die Kommissare Thierry Breton und Maria Gabriel. Geld dafür könnte aus Mitteln für andere Programme kommen, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht aufgebraucht wurden.

    Kultur-, Kreativ- und Medienbranche in der Europäischen Union seien durch die Corona-Krise schwer getroffen, erklärten die Abgeordneten. Die EU müsse deshalb mehr für sie tun. "Die Medien spielen eine unverzichtbare Rolle bei der Bereitstellung genauer Informationen und einer gründlichen Berichterstattung", heißt es weiter. "Sie sind ein entscheidendes Mittel gegen Fake News und Desinformation." Doch kämpften Medienunternehmen teils mit einem Rückgang der Werbeerlöse von bis zu 80 Prozent.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Frankreich sinkt nach Angaben der Gesundheitsbehörden weiterhin die Zahl der Patienten, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Im Vergleich zum Vortag seien es 250 Menschen weniger, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon. Landesweit benötigten demnach weiterhin rund 5430 eine Behandlung auf einer Intensivstation.

    Auch die Zahl der Coronavirus-Neuzugänge in Krankenhäusern nehme ab, erklärte Salomon. In Frankreich befanden sich seinen Angaben zufolge rund 30.100 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 20.796.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In der Unionsfraktion wächst angesichts der vorsichtigen Schritte bei der Abkehr von den harten Beschränkungen in der Corona-Krise die Ungeduld. So forderte der hessische Abgeordnete Klaus-Peter Willsch in einer Videoschalte der CDU/CSU-Abgeordneten nach Angaben von Teilnehmern, es sei dringend notwendig, über Strategien der Wiederöffnung zu reden. Den Menschen müsse die Perspektive gegeben werden, dass sich die Politik intensiv damit befasse, wie man wieder in einen Normalzustand komme und der Wirtschaft die Arbeit ermögliche.

    Der baden-württembergische Abgeordnete Axel Fischer hob die große Zustimmung in den Umfragen für den Kurs der Union hervor. Er betonte aber auch, es häuften sich die Berichte von Existenznöten der Bürger und der Wirtschaft. Die Beschränkungen hätten katastrophale Auswirkungen, über die gesprochen werden müsse. Diese Probleme dürften nicht vom Tisch gewischt werden. Die sächsische Abgeordnete Veronika Bellmann forderte in diesem Zusammenhang eine bessere und verlässlichere Datenbasis durch mehr Tests, so dass man "Horrorszenarien" entgegenwirken könne.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Ein von US-Präsident Donald Trump beworbenes Malaria-Medikament hat einer Studie zufolge keinen positiven Effekt auf Patienten, die an der Lungenkrankheit Covid-19 leiden. Bei Patienten, die Hydroxychloroquin erhielten, habe sich sogar eine höhere Sterblichkeitsrate als in der Vergleichsgruppe ergeben, hieß es in einer noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Von den Patienten waren 97 mit Hydroxychloroquin behandelt worden, 113 bekamen zusätzlich noch das Antibiotikum Azithromycin, 158 weitere weder noch.

    Die Forscher erklärten, es liefen derzeit größere und belastbarere Studien inklusive Placebo-Gruppen zur Verwendung des Medikaments. Deren Ergebnisse würden aber erst später vorliegen. Die Einnahme von Hydroxychloroquin oder eine Kombination mit Azithromycin habe die Wahrscheinlichkeit, an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden zu müssen, nicht verringert, hieß es in der Studie.

    Trump hat sich wiederholt für den Einsatz des bereits seit Langem für andere Zwecke zugelassenen Wirkstoffs Chloroquin eingesetzt. In Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin könne das "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", warb Trump etwa Ende März.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Aus Frankreich sind am Dienstagabend 531 neue Corona-Todesopfer binnen der vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Patienten liege nunmehr bei 20.769, teilten die französischen Gesundheitsbehörden in Paris mit. Der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, verwies auf den positiven Trend, dass die Zahl der Corona-Infizierten in Krankenhäusern und in intensivmedizinischer Behandlung weiterhin langsam sinke.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    In den Niederlanden wird es bis zum 1. September keine Spiele im Profifußball mehr geben. Damit ist die Spielzeit für beide Ligen vorzeitig beendet. Das kündigte Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Alle genehmigungspflichtigen Veranstaltungen seien bis zum 1. September verboten, das gelte auch für Fußballspiele ohne Publikum. "Kein Profifußball bis zum 1. September", sagte der Premier.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) strebt im Mai weitere Lockerungen in der Corona-Krise an. Bund und Länder sollten sich bei ihrem nächsten Treffen am 30. April darauf einigen, sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zwar wisse man dann noch nicht, wie die bereits beschlossenen Lockerungen sich auswirkten. "Ich glaube trotzdem, dass man noch einmal über ein paar weitere Maßnahmen nachdenken muss", sagte Laschet der Zeitung.

    Der Ministerpräsident nannte Sportangebote für Jugendliche. "Wenn die Jugendlichen jetzt alle in Shopping-Malls gehen oder sich in Parks treffen, statt auf den Sportplatz zu gehen, ist das ja auch nicht Sinn der Sache", sagte er. Weitere Öffnungen müssten auch Kindertagesstätten, Spielplätze und Schulen betreffen. Laschet kritisierte, dass die Lebenswirklichkeit vieler Kinder durch die Corona-Politik aus dem Blick geraten sei.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Niederlande haben eine vorsichtige Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen angekündigt. Am 11. Mai würden Grundschulen und Kitas wieder geöffnet werden, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mit. Höhere Schulen sollen am 1. Juni folgen. Kinder sollten zunächst nur in kleinen Gruppen Unterricht bekommen. Kinder und Jugendliche dürfen in Vereinen wieder Sport treiben. Alle übrigen Verbote aber wurden um mindestens drei Wochen verlängert.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter hat sich zwiespältig über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison in der Corona-Krise geäußert. "Der Fußball sollte keine Sonderstellung einnehmen. In unserer Gesellschaft gibt es viel wichtigere Dinge", betonte der 26 Jahre alte Profi von Borussia Mönchengladbach im Interview mit dem TV-Sender RTL/ntv. Zugleich gab er zu bedenken, dass der Fußball sehr viel an Zuschauereinnahmen und TV-Geldern hänge. Das sei sehr viel Geld, "das den Vereinen fehlen würde, wenn die Saison abgebrochen würde".

<br/> DPA AFP

Alles zum Coronavirus


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker