VG-Wort Pixel

News zum Coronavirus Söder lehnt zeitnahe Öffnung von Schulen nach den Osterferien ab

Das Logo der Firma Adidas an einem seiner Filialen in Berlin
Das Logo der Firma Adidas an einem seiner Filialen in Berlin
© Odd Andersen / AFP
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist weiter angestiegen. In Deutschland sind rund 130.000 Menschen infiziert, mehr als 3100 sind gestorben. Alle Nachrichten des Tages zur Coronakrise in der Nachlese.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist auch am Dienstag unvermindert angestiegen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bis zum Montagmorgen bei mehr als 1,9 Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen. Rund 121.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

In Deutschland gab es demnach rund 130.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird mit mehr als 3100 beziffert.

Die Kontaktsperren und öffentlichen Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus werden in Deutschland noch mindestens bis zum 19. April gelten. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch darüber beraten.

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Söder gegen zeitnahe Öffnung von Schulen (23.11 Uhr)
  • Frankreich meldet höchste Zahl Neuinfizierter an einem Tag (21.17 Uhr)
  • Patienten und Mitarbeiter auf UKE-Krebsstation infiziert (21.06 Uhr)
  • Adidas bekommt Milliardenkredit von Förderbank KfW (18.24 Uhr)
  • Spahn: Bund und Länder können nur schrittweise Lockerungen anstreben (13.52 Uhr)
  • RKI: Anstieg der Infektionen verlangsamt sich, mehr Fälle in Pflegeheimen (10.11 Uhr)
Live Blog

Coronavirus: Die Nachrichten vom 14. April

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    "Wir sehen in den letzten Tagen, dass die Mobilität der Bevölkerung zunimmt", sagt Wieler. Das sei nicht schlecht, solange die Abstände eingehalten werden.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Das RKI führt laut Wieler auch eigene Studien durch. Lokale Behörden lade das RKI zu Ausbruchsuntersuchungen ein. Das RKI werde auch bald Antikörper-Studien beginnen. Auch Bürger helfen mit ihren Daten: Das Grippe-Web sei seit Jahren etabliert. Auch die Corona-App des RKI sei inzwischen 300.000mal heruntergeladen worden. Das sei ein großer Erfolg, für den Wieler sich bei den Bürgern bedankt.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Nun erläutert Wieler, wie das RKI zu seinen Zahlen kommt. Das Institut hat zunächst die Meldezahlen als wichtige Informationsquelle. Daraus errechnen Mathematiker die regionalen Entwicklungen. Auch die Testzahlen und -ergebnisse nutzt das RKI aus Grundlage. Allerdings gebe es keine Meldepflicht für negative Testergebnisse.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Es gebe immer mehr Fälle in Pflegeheimen und bei älteren Menschen. Da noch viele Patienten in Behandlung seien, müsse man mit weiteren Todesfällen rechnen, sagt Wiehler.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Weltweit gebe es inzwischen fast zwei Millionen Fälle, besonders schwer seien die USA und Europa betroffen. Spanien habe 166.000 Fälle bei 17.000 Toten. Italien habe 19.900 Todesfälle zu beklagen.

    In Deutschland gibt es -Stand 14.4., 0 Uhr - 125.098 Covid19-Fälle, darunter 2969 Todesfälle. 68.100 Erkrankte seien wieder genesen. An Ostern seien weniger Fälle gemeldet worden.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland und Norwegen haben sich darauf geeinigt. dass die Kreuzfahrtreedereien vorerst keine Staatskredite für neue Schiffe zurückzahlen müssen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium würden diesen Unternehmen die Schuldentilgung auf Antrag ein Jahr lang erlassen. Demnach sichert allein Deutschland die Finanzierung von hierzulande gefertigten Kreuzfahrtschiffen mit staatlichen Exportkrediten in Höhe von 25 Milliarden Euro ab. Die Bundesregierung will verhindern, dass klamme Redereien Schiffsbestellungen und Investitionen stornieren oder verschieben und so auch Werften und deren Zulieferer in Deutschland und Europa in finanzielle Engpässe bringen.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts beginnt mit einem Lob und einer Ermahnung: Professor Lothar H. Wieler betont die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Der Anstieg der Infektionen habe sich verlangsamt, habe aber ein hohes Niveau.

    Bei der derzeitigen Dynamik seien genug Intensivbetten in Deutschland vorhanden, es könne aber regional doch Engpässe geben.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Deutschland und andere europäische Länder wollen in der Corona-Krise Kreuzfahrtreedereien entlasten, um Jobs in der Werftindustrie zu schützen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, haben sich Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien und Norwegen auf Prinzipien verständigt, wie Reedereien auf Antrag für ein Jahr die Schuldentilgung für die mit staatlichen Exportkreditgarantien finanzierten Kreuzfahrtschiffe aussetzen können. Damit solle "Liquiditätskrisen" vorgebeugt werden.

    Die für den Erwerb neuer Kreuzfahrtschiffe notwendigen Finanzierungen werden regelmäßig über staatliche Exportkreditgarantien abgesichert. Allein Deutschland sichert laut Ministerium aktuell Zahlungsverpflichtungen für Finanzierungen von in Deutschland gefertigten Kreuzfahrtschiffen in Höhe von rund 25 Milliarden Euro ab.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die französische Wirtschaft schrumpft nach Prognose von Finanzminister Bruno Le Maire wegen der Corona-Krise stärker als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um acht Prozent fallen, sagte der Politiker am Dienstag dem Sender BFM TV. Bislang war von einem Minus um sechs Prozent ausgegangen worden. "Die Eindämmungsmaßnahmen sind länger, als man hätte voraussehen können", sagte Le Maire. "Offensichtlich werden sie sich stärker auf unser Wachstum auswirken." Damit würde die Krise das Nachbarland wirtschaftlich stärker treffen als Deutschland: Die führenden Institute sagen Europas größter Volkswirtschaft im laufenden Jahr lediglich einen etwa halb so starken Einbruch von 4,2 Prozent voraus.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Polen will die Beschränkungen für die heimische Wirtschaft ab Sonntag schrittweise wieder lockern. "Vom 19. April an werden wir langsam damit beginnen, die Wirtschaft wieder anzufahren", sagt Gesundheitsminister Lukasz Szumowski dem Radiosender RMF FM. Regierungssprecher Piotr Müller erklärt, zunächst würden wahrscheinlich die Einschränkungen für Geschäfte gelockert. Entscheidungen würden am Dienstag oder am Mittwoch getroffen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Folge des Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im März erneut gesunken. Der Rückgang fiel mit einem Minus von 6,6 Prozent im Vorjahresvergleich zwar noch immer deutlich aus. Das Minus war aber nicht mehr so groß wie noch im Januar und Februar, als die Ausfuhren um 17,2 Prozent eingebrochen waren. Die beiden Monate werden wegen des chinesischen Neujahrsfests als ein gemeinsamer Zeitraum gerechnet.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Kultusminister der Länder werden sich an diesem Dienstag doch nicht zu Beratungen zusammenschalten. Ein Sprecher der Kultusministerkonferenz (KMK) sagte am Dienstag, eine Schalte sei erst wieder nach den Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant. Merkel und die Länderchefs wollen am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Eine Videokonferenz der Bildungsministerinnen und -minister war zuletzt auf der Tagesvorschau des Bundespresseamtes für Dienstag erschienen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Wiederöffnung von Ladengeschäften in der Corona-Krise geäußert. Im ARD-Morgenmagazin vermied er es am Dienstag, einen Termin für mögliche Lockerungen der strengen Regeln zu nennen. "Ich möchte den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen, das ist eine Entscheidung von 16 Bundesländern", sagte Altmaier. Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten.

    "Wir schauen, was geschieht, wie die Infektionszahlen sich in den nächsten Tagen entwickeln werden", sagte Altmaier. Das werde Klarheit bringen, dann könne man eine Entscheidung treffen. Möglicherweise werde es dabei differenzierte Vorschläge geben. Auch in Zukunft werde viel Disziplin verlangt werden", um eine Rückkehr der Krankheit zu vermeiden. Es dürften keine Menschenleben gefährdet werden, fügte der Minister hinzu.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Spielerberater Jörg Neblung sieht die wegen der Corona-Krise überall drohende Kurzarbeit im deutschen Fußball durchaus als existenzgefährdend für einige Vereine unterhalb der Bundesliga an. "Nehmen wir das Beispiel Meppen, Dritte Liga. Ein Familienvater bekommt nur noch 67 Prozent, ein Alleinstehender 60 Prozent. In diesen Gehaltsbereichen ist das ein deutlicher Einschnitt", sagte der frühere Berater von Nationaltorhüter Robert Enke der "Frankfurter Rundschau" (Dienstag). "Gehen wir noch eine Klasse tiefer in die Regionalliga, wo Spieler im Schnitt 1500 bis 1800 Euro brutto verdienen. Da ist ein solcher Verzicht definitiv existenzbedrohend, ist das Gehalt doch ohnehin schon am Existenzminimum."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bei der EU-Kommission ist einem Medienbericht zufolge für die von der Coronakrise gebeutelte Wirtschaft ein Wiederaufbaufonds im Volumen von 1,5 Billionen Euro im Gespräch. "Ich könnte mir solch einen Finanzrahmen vorstellen", zitierte das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) den für Wirtschaft zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis. Die Kommission plane einen Wiederaufbaufonds, der mit Anleihen finanziert wird, "die mit einer Bürgschaft der Mitgliedstaaten unterlegt werden". Über die endgültige Höhe sei aber noch nicht entschieden. Dombrovskis ließ der Zeitung zufolge offen, ob es sich bei den geplanten europäischen Anleihen um die umstrittenen Euro-Bonds handelt.
    Am 24. April wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in einer Videokonferenz mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise befassen. Der Wiederaufbaufonds sei dann auch Thema, sagte Dombrovskis.

DPA AFP

Alles zum Coronavirus


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker