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News zum Coronavirus: US-Regierung empfiehlt Bürgern Tragen von Masken

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In Deutschland sind knapp 85.000 Menschen infiziert, mehr als 1100 gestorben. Das sind die Nachrichten vom Freitag zur Corona-Krise.

Masken USA Trump

So wie dieser Mann in Los Angeles sollen demnächst alle Amerikaner Schutzmasken tragen

AFP

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weltweit weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind 1.016.128 offiziell registriert worden. Die Zahl der Todesfälle wird mit 53.146 beziffert (Stand: 3. April).

Bund und Länder haben beschlossen, dass die bereits geltenden und weitgehenden Kontaktsperren im Kampf gegen das Virus auch über Ostern hinaus gelten sollen. In Deutschland gibt es laut der Johns-Hopkins-Universität bis zum Freitagmorgen 84.794 bestätigte Infektionsfälle. 

Unterdessen sind die USA das Epizentrum der Pandemie. Inzwischen sind im ganzen Land fast 254.540 mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesfälle ist nach aktuellen Zahlen auf 6053 gestiegen.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • US-Regierung empfiehlt Bürgern Tragen von Masken (0.00 Uhr)
  • 13 Fußball-Profiklubs droht die Insolvenz – noch in dieser Saison (19.39 Uhr)
  • Mehr als 100.000 bestätigte Corona-Infektionen in New York (17.48 Uhr)
  • Schleswig-Holstein beschließt Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße (16.31 Uhr)
  • Sieben Gramm für zehn Euro: Hefe wird zu horrenden Preisen gehandelt (14.30 Uhr)
  • Seehofer will Grenzkontrollen ausweiten (12.43 Uhr)
  • RKI: "Die Sterberate wird steigen" (10.22 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

DPA / AFP

Alle Nachrichten zum Coronavirus

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Nach einem Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre wegen des Coronavirus hat der kenianische Marathon-Star Wilson Kipsang die Nacht im Gefängnis verbracht. Kipsang wurde am späten Donnerstagabend dabei erwischt, wie er gemeinsam mit neun Freunden in einem Club im westkenianischen Iten Billard spielte, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Sportler verbrachte eine Nacht in der Zelle und kam heute gegen eine Kaution von umgerechnet rund 43 Euro auf freien Fuß. Kipsang hatte 2013 beim Berlin-Marathon einen Weltrekord aufgestellt. Derzeit ist er wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln suspendiert.

    Im 2400 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Iten trainieren zahlreiche internationale und kenianische Athleten für Marathons. Laut Polizei wurden am Montag dort zwölf Läufer festgenommen, weil sie beim Training die Abstandsregeln wegen der Coronavirus-Pandemie nicht einhielten.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Ein Gondoliere, der in Venedig auf dem Trockenen steht und übt, kann in normalen Zeiten leicht seltsam wirken. Doch
    während der Coronakrise macht der 82-jährige Lucio Dolcetta mit solchen Trockenübungen in Italien vielen Leuten Mut. Ein Video über den begeisterten Sportruderer, wie er auf seiner Terrasse steht und sich mit einem Ruderstab in einer selbst gebauten Konstruktion fithält, kursiert seit Tagen. "Ich trainiere jeden Morgen rund 30 Minuten und kann dabei auf einen Kanal herunter sehen", sagte er am Telefon der Deutschen Pressse-Agentur.

    Der Rentner, der früher Möbel gebaut hat, möchte seine Landsleute in der Zeit der strengen Ausgangsverbote zum Durchhalten animieren. "Freunde! Halten wir uns in Form!", animiert Dolcetta fröhlich in dem Video. Der 82-Jährige ist seit Jahrzehnten Mitglied eines Rudervereins in der Lagunenstadt. Weil er sich trotz der Ausgangsbeschränkungen, die seit Anfang März gelten, bewegen wollte, hat er sich die Konstruktion aus Seilen und dem Stab gebaut - und
    kann sich nun ein bisschen wie ein Gondoliere fühlen.

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    Die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist einem Medienbericht zufolge massiv gesunken. Aktuell liege die Auslastung von ICE und IC-Zügen "bei teils unter 10 Prozent", berichtete der Sender HR-Info unter Berufung auf einen damit befasster Eisenbahner aus dem Betrieb. Trotzdem werde die Bahn auch über die Osterfeiertage das derzeitige Programm nicht ausdünnen.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Im Zuge der Corona-Pandemie sind in Italien bisher etwa 120 mit dem Virus infizierte Ärzte, Schwestern und andere Mitarbeiter im medizinischen Sektor gestorben. Diese Zahl ergibt sich aus Zählungen von Verbänden. Allein der Ärzteverband listete bis heute mehr als 70 Namen von verstorbenen Medizinern auf. Mehr als 10.000 Beschäftigte im medizinischen Sektor, etwa in Krankenhäusern, Praxen und Labors, haben sich seit dem Ausbruch im Februar mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Zeitung "La Repubblica" schrieb. Eine Auflistung im Fachorgan "Quotidianosanita" nennt zudem die Zahl von mehr als 20 toten Krankenpflegern und -Pflegerinnen.

    Für die hohen Ansteckungsraten beim medizinischen Personal werden in Italien mehrere Gründe genannt. Zum einen kamen anfangs viele Menschen ohne Covid-19-Befund in die Behandlung, so dass das Personal nichts vom Ansteckungsrisiko wusste. Später fehlte Schutzausrüstung. Außerdem sind Ärzte und Schwestern besonders im Corona-Brennpunkt in Norditalien oft überarbeitet.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die britische Königin Elizabeth II. (93) will sich wegen der Coronavirus-Pandemie mit einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth wenden, wie der Buckingham-Palast mitteilte. Ausgestrahlt werden soll die Rede am Sonntag um 20 Uhr (21 Uhr MESZ). Die Ankündigung gilt als Zeichen, dass die britische Regierung zunehmend beunruhigt ist durch die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19. Das Gesundheitsministerium in London verzeichnete mit 684 Sterbefällen am Freitag einen neuen Tagesrekord. Die Zahl der Toten in Großbritannien stieg damit auf 3605.

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt jetzt auch in Schleswig-Holstein ab sofort ein Bußgeldkatalog. Dies teilte die Landesregierung in Kiel nach einem entsprechenden Beschluss mit.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Ein Bankräuber hat das in Österreich verbreitete Tragen eines Corona-Mundschutzes zur eigenen Tarnung genutzt. Der Unbekannte verletzte bei dem Überfall in Wien eine 58-jährige Bankkundin, die fliehen wollte, durch einen Schuss in den Oberkörper schwer, wie die Polizei berichtete. Dem Mann gelang es, mit einem Geldbetrag in unbekannter Höhe zu fliehen. Nach ihm wird mit einem Großaufgebot gefahndet.

    Seit dieser Woche wird in Österreichs Supermärkten wegen der Coronakrise ein das halbe Gesicht bedeckender Mund-Nasen-Schutz verteilt. 

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    USA konfiszieren Schutzmasken: Berlin muss in der Corona-Krise auf eine dringend benötigte Lieferung von 200.000 medizinischen Schutzmasken verzichten. Grund: Die USA haben die Ware in Bangkok konfisziert, wie Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) mitteilte. Die Masken der Klasse FFP-2, die vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können, waren nach seinen Angaben für die Polizei der Hauptstadt bestimmt. Berlin habe sie bei einem US-Unternehmen bestellt und bezahlt. Nach Recherchen des "Tagesspiegel" wurden sie in China hergestellt, offizielle Angaben dazu lagen nicht vor.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Nach dem Verhindern einer Corona-Party will die Karlsruher Polizei dem Veranstalter ihren Einsatz in Rechnung stellen. Der 29-Jährige hatte über einen Messengerdienst zu einem sogenannten Corona-Rave auf einem Skaterplatz in Karlsruhe aufgerufen, wie die Polizei mitteilte. 20 Menschen sagten demnach zu. Daraufhin überwachte die Polizei den Ort mit mehreren Beamten. Zwar seien mehrere Menschen festgestellt worden, eine Feier habe aber verhindert werden können.

    Der Polizeieinsatz könnte nun teuer für den 29-Jährigen werden: Die Rechnung dürfte sich auf mehrere hundert Euro belaufen. Nach eigenen Angaben erhofft sich die Polizei auch einen Abschreckungseffekt durch die Maßnahme. Die Rechnung hat laut Polizei jedoch nichts mit dem baden-württembergischen Bußgeldkatalog zu tun, in dem Geldstrafen für Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen aufgeführt sind.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Der britische Regierungschef Boris Johnson bleibt wegen seiner Corona-Erkrankung länger in Quarantäne als ursprünglich geplant. Er habe die empfohlenen sieben Tage Selbstisolation hinter sich und fühle sich auch schon besser, sagte der Premierminister in einer Videobotschaft von Downing Street aus, wo er in einer Wohnung über seinem Amtssitz in Quarantäne ist. Aber er habe immer noch Fieber, deshalb gehe er vorerst noch nicht wieder in die Öffentlichkeit.

    Eigentlich war erwartet worden, dass Johnson heute die Selbstisolation beendet. "Ich habe aber noch eines der milden Symptome, Fieber", sagte der 55-Jährige in der Videobotschaft. "Also muss ich entsprechend der Leitlinien der Regierung meine Selbstisolation fortsetzen, bis dieses Symptom weg ist."

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    In Europa sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Wie aus einer Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorgeht, gibt es in allen Ländern des Kontinents bislang insgesamt 511.005 bestätigte Infektionsfälle, davon die meisten in Italien (115.242), Spanien (110.238) und Deutschland (73.522).

    Die tatsächliche Zahl der Infektionen geben die Angaben nicht wieder, weil Experten für alle Länder von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ausgehen - etwa, weil die Testkapazitäten begrenzt sind und Infektionen mit mildem Verlauf nicht erkannt werden.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Mehr als 194.000 wegen der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete Urlauber sind bislang nach Deutschland zurückgebracht worden. Die meisten Pauschalreisenden seien damit wieder zu Hause, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Es werde nun aber immer schwieriger, "Individualreisende aufzulesen". Die EU-Länder stünden in dieser Hinsicht derzeit alle vor denselben Problemen. "Wir haben uns dort darauf verständigt, dass wir die Daten und die Flüge, die wir buchen, noch enger miteinander abstimmen", sagte Maas. Das habe bislang gut geklappt und Deutschland habe "über 3000 Bürger anderer Staaten mit nach Hause genommen".

    Die Frage der Beteiligung der zurückgeflogenen Bürger an den Kosten dafür sei derweil noch nicht geklärt. Grundsätzlich sehe die Rechtslage eine Beteiligung vor, "die Frage haben wir aber zurückgestellt", so der Außenminister.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Nach der fünften bestätigten Corona-Infektion steht eine Landesunterkunft für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein unter Quarantäne. Wie das Landesamt für Ausländerangelegenheiten mitteilte, hatte die betroffene Frau Kontakte zu anderen Bewohnern der Unterkunft in Neumünster. "Da sich die jetzt erkrankte Frau über einen längeren Zeitraum im nicht isolierten Teil der Landesunterkunft aufgehalten hat, sehen wir uns zu dieser Maßnahme gezwungen", erläuterte die Leitende Amtsärztin Alexandra Barth. In der Unterkunft leben derzeit rund 400 Menschen. Sie dürfen nun die Unterkunft nicht mehr verlassen und auch das benachbarte Verwaltungsgebäude nicht betreten.

    Die infizierte Frau kam gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern direkt nach Eingang des Testergebnisses in das Quarantäne-Haus. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die Bewohner der Landesunterkunft direkt betreuen, wurden mit Schutzausrüstung ausgestattet und sollen ihre Kontakte nun auf ein Minimum reduzieren.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Kurz vor Ostern verlangt ein Münchner Anwalt per Eilantrag vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof die Zulassung für religiöse Zusammenkünfte inmitten der Coronakrise. "Das absolute Verbot verletzt mich in meiner Religionsfreiheit. Ähnlich den Regelungen zu lebensnotwendigen Dienstleistungsbetrieben wäre eine Erlaubnis mit strengen seuchenhygienischen Auflagen das mildere Mittel gewesen", sagte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur in München. Er klage nicht nur als Katholik, sondern auch für andere Christen und Glaubensgemeinschaften, die den gleichen Einschränkungen unterworfen seien. "Hintergrund ist natürlich auch das Osterfest sowie das Paschafest."

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die deutsche Botschaft in Wien hat 121 Deutschen die Ausreise aus der Quarantäne im österreichischen Wintersportort Sölden ermöglicht. Wie die Botschaft mitteilte, wurde die Gruppe nach einem Medizincheck in Privatwagen und in von der Botschaft bereitgestellten Bussen zum Grenzübergang Scharnitz/Mittenwald geleitet. "Nach der unverzüglichen Rückkehr an ihren Heimatort müssen sich die Deutschen bei den zuständigen Gesundheitsämtern melden und in eine 14-tägige Heimquarantäne begeben", teilte die Botschaft mit.

    Sölden steht wegen der Coronavirus-Pandemie seit dem 17. März unter Quarantäne. Daher hatten die Deutschen den Ort nicht verlassen dürfen. Bei den 121 deutschen Staatsbürgern handelt es sich vor allem um ehemalige Beschäftigte der Tourismusbranche.

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