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News zum Coronavirus: Zahl der Corona-Toten in New York steigt sprunghaft an

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter. Derweil geht die Umsetzung der strengen Beschränkungen im öffentlichen Leben weiter. Alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Coronavirus in den USA: stern-Korrespondent Nicolas Büchse kommentiert die Lage in New York

Das Coronavirus breitet sich weltweit weiter aus. Nachdem erst vergangenen Samstag die Marke von 300.000 Infizierten überschritten worden war, sind nun schon mehr als 470.000. In Deutschland sind bislang mehr als 37.000 Infektionen registriert, so die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA. Besonders hohe Zahlen haben laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) Nordrhein-Westfalen mit mehr als 7100 sowie Bayern mit mehr als 6500 und Baden-Württemberg mit mehr als 6000 Fällen. Die Zahl der Sars-CoV-2 Infizierte, die an Covid-19 verstorben sind, kletterte den Angaben der John-Hopkins-Universität zufolge bundesweit mittlerweile auf über 200. Allerdings sind auch 5900 Menschen in Deutschland inzwischen wieder genesen, so das RKI.

Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt. In Großbritannien und Spanien gibt es vielfach Probleme mit der Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Gesellschaft vor einer "historischen Aufgabe" und mahnt eindringlich, den Kontakt zu Mitmenschen drastisch einzuschränken. Die Fußball-Bundesliga wird deshalb ihre Spiele vorerst bis Ende April aussetzen. Die Olympischen Spiele von Tokio werden wie viele andere große Sportevents in diesem Jahr nicht stattfinden. 

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Zahlen und Karten zur Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier. 

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Zahl der Corona-Toten in New York steigt sprunghaft (18.33 Uhr)
  • G20 pumpen 4,5 Billionen Euro in die Wirtschaft (16.12 Uhr)
  • Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sprunghaft angestiegen (13.48 Uhr)
  • RKI: 5900 Corona-Patienten in Deutschland genesen (13 Uhr)
  • Kassenärzte-Chef: "Haben große Kapazitäten, aber nicht genug, um 83 Millionen durchzutesten" (12.45 Uhr)
  • CDU/CSU legen in Umfrage weiter zu (10.55 Uhr)
  • Bosch entwickelt Covid-19-Schnelltest (9.23 Uhr)
  • US-Senat beschließt Billionen-Hilfspaket (6.09 Uhr)
  • Sieben Covid-19-Fälle auf "MS Artania" (5.33 Uhr)
js / DPA / AFP

Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Liveblog

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In den USA sind 81.378 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist nach Reuters-Daten weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.285 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 80.539.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel größer als die der internationalen Finanzkrise 2008. Sie und die anderen Staats- und Regierungschefs der EU hätten die Finanzminister aufgefordert, binnen zwei Wochen technische Details einer Kreditlinie für die Euro-Zone auszuarbeiten. Für Deutschland sei der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) das Hauptinstrument, um anderen europäischen Ländern in der Coronavirus-Krise zu helfen. Auf die Frage nach Euro-Bonds sagt Merkel, der ESM gebe genügend Spielraum, um zu reagieren, ohne die Grundprinzipien aufzugeben.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Irland sind am Donnerstag zehn Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit habe sich die Zahl der Todesopfer auf 19 mehr als verdoppelt, teilt das Gesundheitsministerium mit. 255 weitere Bürger seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit seien insgesamt 1819 Infektionsfälle bekannt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Erholung am US-Aktienmarkt hat sich am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit Schwung fortgesetzt. Weiter Auftrieb gaben ein inzwischen verabschiedetes billionenschweres Konjunkturpaket sowie Aussagen der US-Währungshüter. Die Bereitschaft, die Wirtschaft angesichts der Coronavirus-Krise mit allen Mitteln zu stützen, sei enorm. Das ließ die Anleger wieder zunehmend zuversichtlicher werden. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Aufschlag von 6,38 Prozent auf 22 552,17 Punkte leicht unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch. Nachdem das weltweit bekannteste Börsenbarometer zu Wochenbeginn noch auf den tiefsten Stand seit November 2016 abgesackt war, hat es inzwischen bereits wieder knapp 4000 Punkte zurückerobert.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    General Motors (GM) verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die Produktionsunterbrechung in den nordamerikanischen Werken. Der Fertigung solle auch nach dem 30. März weiter ruhen, teilt der Autobauer mit. GM nennt keinen Zeitpunkt, ab dem der Betrieb wieder aufgenommen werden solle. GM hatte gehofft, ab Ende März die Produktion wieder hochfahren zu können.

  • Tim Sohr
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    In der Türkei steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. 16 Menschen seien binnen eines Tages der Lunkenkrankheit Covid-19 erlegen, damit seien insgesamt 75 Patienten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sei um 1196 auf nunmehr 3629 gestiegen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) listet Aspekte auf, die Teil einer Exit-Strategie aus den weitreichenden Beschränkungen sein könnten. "Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben", sagt Kramp-Karrenbauer im "Welt"-Interview. Freiheit sowie "gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben" seien sehr wichtig. "Gleichzeitig muss unser Gesundheitssystem der Infektionswelle standhalten können."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat davor gewarnt, bereits jetzt zu sehr über ein Ende der Ausgangsbeschränkungen zu diskutieren. Die Spekulationen suggerierten nur, dass man über den Berg sei, sagt der CDU-Politiker in der ARD. "Wir sind aber noch nicht über den Berg", betont er mit Hinweis auf die steigenden Infektionszahlen. Gleichzeitig warnt Laschet aber davor, dass man das öffentliche Leben nicht auf Monate hinaus lahmlegen könne. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten würde nach Ostern darüber entscheiden, wie es weiter gehe. Wichtig sei dann die Abwägung, wie groß die sozialen Probleme bei längeren drastischen Beschränkungen des Lebens seien. "Diese Abwägung ist entscheidend, nicht ob die Wirtschaft wieder auf die Füße kommt", sagt er.

  • Tim Sohr
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    Die Corona-Epidemie führt einem Medienbericht zufolge zu erheblichen Auswirkungen im Handwerk. In einer Umfrage des Zentralverbands ZDH, aus der das "Handelsblatt" zitiert, klagen 77 Prozent der Betriebe über Umsatzrückgänge, 55 Prozent über stornierte Aufträge und 36 Prozent über fehlendes Personal, weil beispielsweise Beschäftigte wegen eigener Quarantäne oder fehlender Kinderbetreuung nicht zur Arbeit erscheinen können. An der Umfrage haben sich vom 23. bis zum 25. März knapp 4900 Unternehmen beteiligt. "Die Coronakrise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem Blatt. Ohne staatliche Überbrückungshilfen stünden zahlreiche Betriebe vor dem Aus.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte lehnt den Entwurf der EU-Gipfel-Erklärung als zu vorsichtig ab. Italien bestehe auf einer sehr viel entschiedeneren Antwort der EU auf die Krise, teilt er in einem Statement mit, das noch während des laufenden EU-Gipfels veröffentlicht wird. "Wir müssen mit innovativen Finanzinstrumenten reagieren", heißt es in der Erklärung. Italien und Spanien gäben der EU dafür zehn Tage Zeit. Italien möchte sogenannte Corona-Bonds, also eine gemeinsame Schuldenaufnahme der Euro-Staaten, um von niedrigeren Zinsen profitieren zu können. Deutschland und andere EU-Staaten lehnen dies ab.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Frankreich sind binnen eines Tages 365 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit liege die Gesamtzahl bei 1696, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In der Statistik werden allerdings bislang nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen sind, nicht aber diejenigen in Alten- und Pflegeheimen. Diese Daten sollen in Kürze mit aufgenommen werden, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle dann drastisch steigen dürfte. Die Zahl der Infizierten sei binnen 24 Stunden um 16 Prozent auf 29.155 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden weiter mit.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport stellt sich wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf eine längere Phase mit weniger Flugverkehr ein. "2020 werden wir insgesamt mit starken Verkehrsrückgängen abschließen, selbst wenn es im Sommer wieder Zuwächse gegenüber dem jetzigen Niveau gibt. Auch 2021 werden wir wohl nicht 100 Prozent des früheren Verkehrs erreichen", sagt der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagsausgabe). Die aktuelle Krise wolle Fraport nach Möglichkeit ohne staatliche Unterstützung bewältigen. Fraport habe ein Liquiditätspolster von mehr als einer Milliarde Euro, das noch aufgestockt werde.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    In Baden-Württemberg geben einzelne Gesundheitsämter Daten von Corona-Infizierten an die Polizei weiter. In einigen Landkreisen würden Listen mit entsprechenden Daten an die Polizeipräsidien übermittelt, berichteten der Südwestrundfunk und die "Schwäbische Zeitung". Dies geschehe, damit sich Beamte bei Kontakt mit einem Infizierten schützen könnten. Das Landesinnenministerium in Stuttgart verteidigte das Vorgehen laut SWR mit Verweis auf das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst. Es wies zugleich darauf hin, dass die Gesundheitsämter später auch dafür sorgen müssten, die Daten von Geheilten wieder zu löschen. Auch die Gewerkschaft der Polizei verteidigte die Praxis. "Uns fehlen Informationen von Infizierten, wenn wir bei Einsätzen ausrücken", sagte Landeschef Hans-Jürgen Kristein der "Schwäbischen Zeitung". Diese Informationen seien aber vor allem nötig, da der Polizei Schutzkleidung fehle.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Volkswagen verlängert die zweiwöchige Produktionsunterbrechung wegen der Corona-Epidemie in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. Grund sei die anhaltend sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und die Herausforderungen in der Lieferkette, teilte der Autobauer mit. Insgesamt werde damit für rund 80.000 VW-Mitarbeiter eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Es sei geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen. Betroffen sind die Werke in Dresden, Emden, Osnabrück, Wolfsburg, Zwickau und von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover sowie die Werke der Volkswagen Konzern Komponente in Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz, Hannover Komponente und die deutschen Werke der Sitech.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    In Großbritannien sind erstmals mehr als hundert Menschen binnen 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen. 115 Patienten seien seit dem Vortag an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, womit sich die Zahl der Toten auf 578 erhöhte, erklärte das Gesundheitsministerium in London. Die Zahl der offiziell registrierten Infektionsfälle liegt bei 11.658 - 2000 mehr als am Mittwoch. Großbritanniens staatlicher Gesundheitsdienst NHS hatte zuvor eine zunehmende Überlastung der Londoner Krankenhäuser wegen der Coronavirus-Pandemie beklagt. Die Kliniken der britischen Hauptstadt seien mit einem "ständigen Tsunami" schwer erkrankter Corona-Patienten konfrontiert, sagte der NHS-Vertreter Chris Hopson dem Sender BBC Radio 4. Erst am Montagabend war in Großbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten - viel später als in den meisten Ländern in Kontinentaleuropa.

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