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Absage planbarer Operationen Pflegekräfte von Charité und Vivantes starten dreitägigen Streik

Verdi-Flagge weht vor dem Bettenhochaus der Berliner Charité
Seit Montagmorgen streiken die Beschäftigten der Berliner Charité für einheitlichen Arbeitsbedingungen und Belastungsausgleich
© Christoph Soeder / DPA
Die Gewerkschaft Verdi hat die Pflegekräfte der Berliner Krankenhäuser Charité und Vivantes zu einem dreitägigen Streik aufgerufen. Seit Montagmorgen kämpfen die Beschäftigten für eine Mindestpersonalausstattung und den vollen Tariflohn des öffentlichen Dienstes.

Seit den frühen Morgenstunden läuft an den landeseigenen Krankenhäusern Vivantes und Charité in Berlin ein dreitägiger Streik von Pflegekräfte und anderen Beschäftigten. Es seien bis Mittag weitere Gespräche über eine Notdienstvereinbarung mit den beiden Kliniken geplant, sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Verdi, Meike Jäger, am Morgen im RBB-Inforadio. "Wir haben natürlich ein Interesse, diese Notdienstvereinbarung so abzuschließen, dass das Streikrecht der Beschäftigten auch gewahrt bleibt." Die Arbeitgeberseite sei nicht bereit, planbare Operationen abzusagen, wenn sich eine hohe Streikbereitschaft abzeichne.

Pflegekräfte kämpfen für faire Arbeitsbedingungen

Die Gewerkschaft kämpft in der Tarifauseinandersetzung unter anderem für eine Angleichung der Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten, auch in den Tochterunternehmen. Außerdem geht es um einen Tarifvertrag, der eine Mindestpersonalausstattung für Stationen und Bereiche festlegt. Er soll zudem Regelungen zum Belastungsausgleich enthalten für den Fall, dass diese tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Außerdem wollen Angestellte von Vivantes-Tochterunternehmen den vollen Tariflohn des öffentlichen Dienstes erhalten.

Sowohl Vivantes als auch die Charité haben planbare Eingriffe abgesagt. Vor der Vivantes-Zentrale in Reinickendorf ist ab 10.30 Uhr eine Kundgebung geplant. Der Arbeitskampf soll bis Donnerstag, 6.00 Uhr, andauern.

"Die meisten Covid-Patienten sind aktuell 20 bis 30 Jahre alt" – Pflegerin berichtet von Intensivstation

Sehen Sie im Video: 80 Prozent der Ärzte und Pflegenden an der Berliner Charité sind mittlerweile gegen Corona geimpft. Darauf ist man stolz. Wenig Verständnis hat Intensiv-Pflegerin Julia Ruhla für Leute, die zögern. Die meisten ihrer Patienten seien aktuell zwischen 20 und 30 Jahren alt.

jus DPA

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