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Federkernmatratzen Stiftung Warentest prüft Matratzen – eine der günstigsten hat die Nase vorn

Matratzen im Check bei Stiftung Warentest: Ein Paar liegt Probe auf einer Matratze
Stiftung Warentest hat Matratzen getestet – im Fokus standen Federkernmatratzen
© LightFieldStudios / Getty Images
Stiftung Warentest hat Federkernmatratzen geprüft. Nur fünf der 14 Matratzen schneiden gut ab – Testsieger ist ein günstiges Modell. Probleme bereiten vor allem die widersprüchlichen Angaben zu Härtegraden.

Eine neue Matratze ist keine alltägliche Investition – der Kauf sollte wohlüberlegt sein. Kein Wunder, dass Matratzentests zu den Klassikern bei Stiftung Warentest zählen und in der Vergangenheit auch durchaus für Furore sorgten. In der aktuellen Ausgabe haben die Prüfer 14 Federkernmatratzen unter die Lupe genommen. Im Inneren der Matratzen befinden sich Hunderte Stahlfedern, die bei Belastung nachgeben. Federkernmatratzen eignen sich vor allem für Menschen, die nachts schnell schwitzen, da sie Feuchtigkeit gut transportieren. Für Frostbeulen sind sie dagegen aufgrund ihrer geringen Wärmedämmung weniger geeignet. Hier bieten sich eher Latex- oder Schaumstoffmatratzen an.

Testsieger ist ein günstiges Modell

Im aktuellen Test schneiden fünf der 14 geprüften Federkernmatratzen gut ab, acht sind befriedigend, eine ausreichend. Testsieger ist die "Otto My Home Black Diamond" (Testergebnis 2,1). Mit 230 Euro für eine Größe von 90X200 Zentimetern ist sie zudem vergleichsweise erschwinglich. "Drei von vier Körpertypen liegen auf ihr sowohl rücklings als auch auf der Seite gut", schreibt Warentest. Schwächen im Liegetest zeigten sich lediglich bei kleinen und leichten Personen, deren Bauch- und Beckenbereich breiter ist als die Schultern.

Ebenfalls gut schneidet die "Badenia Irisette Sylt" (350 Euro) ab und landet damit auf dem zweiten Platz im aktuellen Test. Auf ihr können sich auch kleine und leichte Personen gut betten. Schwächen zeigte sie dagegen bei großen und schweren Menschen mit viel Gewicht an Bauch und Schultern. Die Prüfer bemängelten außerdem die starke Knötchenbildung des Bezugs. Beide Matratzen – sowohl der Testsieger wie auch die Nummer zwei auf dem Siegertreppchen – besitzen einen weichen Härtegrad laut Prüfergebnis. Die Hersteller gaben die Härtegrade jeweils mit "Mittelfest" (Badenia) beziehungsweise "H3" (Otto) an. 

Schlusslicht ist die "Taschenfederkern-Matratze Sensitiv TFK 2600" von Möbel Höffner. Im Test schaffte das Modell nur ein Ausreichend. "Ihm fehlen Seitengriffe, es müffelt beim Auspacken, und obendrein war es nach 16 Stunden Belastung mit 100 Kilogramm bei 37 Grad Celsius und 80 Prozent Luftfeuchte in der Klimakammer weicher als vorher", bemängelt Warentest. Geruchsprobleme gab es allerdings auch bei anderen Modellen. Die Poco-Matratze fiel den Testern in diesem Punkt besonders negativ auf. Sie müffelte laut Warentest auch nach vier Wochen noch am stärksten.

Problemfall Liegehärte

Der aktuelle Matratzen-Test zeigt auch, dass sich Käufer nicht blind auf die angegebene Matratzenhärte verlassen sollten. Vor allem der Härtegrad H3 sorgte für Stirnrunzeln bei den Prüfern. Er erwies sich im Praxistest mal als hart, mal als weich oder als mittel. Kunden sollten mit dem Verkäufer nach Möglichkeit eine Nacht zum Probeschlafen vereinbaren, rät Warentest. "Geht das nicht, sollten Sie die Matratze zumindest im Geschäft gründlich probeliegen."

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr hier.

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ikr

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