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Stiftung Warentest rät: Diese sechs Medikamente sollten in jeder Hausapotheke stehen

Der Hals kratzt oder das Kind fällt beim Spielen aufs Knie: Jetzt hilft eine gut sortierte Hausapotheke. Stiftung Warentest verrät, welche Medikamente auf keinen Fall fehlen dürfen.

Hausapotheke

Was darf in keiner Hausapotheke fehlen?

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Der Hausarzt hat zu und das Kind bekommt plötzlich Fieber: In solchen Fällen hilft eine gut sortierte Hausapotheke. Sie sollte vor allem Medikamente enthalten, die für den kurzzeitigen Einsatz gedacht sind und gegen leichte Beschwerden wirken, rät Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe. Doch welche sind das im Einzelnen?

Experten haben die Arzneimitteldatenbank der Stiftung Warentest nach geeigneten Mitteln durchforstet und empfehlen sechs Medikamente, die die Basis einer jeden Hausapotheke bilden sollten. Dabei handelt es sich um Mittel gegen Schmerzen, Fieber, Schnupfen, Husten, Durchfall und zur Wundversorgung. Die einzelnen Bereiche im Überblick:

  • Schmerzen und Fieber: Gegen diese Beschwerden helfen gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Sie lindern leichte bis mäßige Schmerzen und senken Fieber. Für Kinder gibt es spezielle Präparate, darunter Zäpfchen und Säfte. Auch Schwangere sollten vor der Einnahme von Schmerzmitteln mit ihrem Arzt sprechen. Hinweise zu Nebenwirkungen und Dosierungen gibt es im Beipackzettel.
  • Wunddesinfektion und -heilung: Desinfektionsmittel wie Povidon-Jod und Octenidin/Phenoxyethanol töten Viren und Bakterien, die Entzündungen verursachen. Povidon-Jod nicht bei Babys unter sechs Monaten anwenden. Wundsalben unterstützen die Wundheilung, auch wenn die meisten Wunden gut von selbst verheilen. Empfehlenswert sind laut Warentest Cremes und Salben mit Dexpanthenol und Zinkoxid. Pflaster, Einmalhandschuhe und Verbandsmaterial (Mullbinden und -kompressen) nicht vergessen.
  • Schnupfen: Gegen verstopfte Nasen helfen abschwellende Nasensprays mit Xylometazolin oder Exymetazolin. Kleinkinder brauchen niedrig dosierte Präparate. Da sich die Nasenschleimhaut schnell an die Wirkstoffe gewöhnt, sollten die Mittel nicht länger als fünf bis sieben Tage verwendet werden.
  • Husten: Mittel mit dem Wirkstoff Dextromethorphan bekämpfen trockenen Reizhusten. Wird der Husten produktiv - löst sich also Schleim - ist es sinnvoll, das Abhusten zu unterstützen, etwa mit Tee oder Inhalieren. Die Wirksamkeit von Hustenlösern, etwa mit Ambroxol oder Efeu, sollte laut Stiftung Warentest noch besser untersucht werden. Die Prüfer empfehlen sie nur eingeschränkt.
  • Halsschmerz: Die Geheimwaffe im Kampf gegen Halskratzen ist körpereigener Speichel: Er befeuchtet den Rachen und enthält Abwehrstoffe gegen Erkältungserreger. Der Speichelfluss lässt sich am besten mit zuckerfreien Hals- oder Hustenbonbons anregen. Auch Pastillen mit Emser Salz sind empfehlenswert.
  • Durchfall: Bei Durchfall verlieren Erkrankte schnell und viel Flüssigkeit - eine Austrocknung droht. Vor allem Kinder und Senioren sind gefährdet. Elektrolytmischungen ersetzen Stoffe, die bei Durchfall verloren gehen. Loperamid stellt den Darm ruhig und kann bei schwerem Durchfall helfen. Es sollte allerdings nie länger als zwei Tage angewandt werden - und bei Kindern unter zwölf Jahren nur nach Rücksprache mit einem Arzt. Bei anhaltenden und starken Beschwerden sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.
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Was es sonst noch zu beachten gilt

Die sechs Medikamente bilden lediglich den Grundbedarf gegen die gängigsten Beschwerden ab. Allergiker, Menschen mit empfindlichen Magen oder Schlafbeschwerden brauchen mitunter weitere rezeptfreie Mittel. Verschreibungspflichtige Medikamente haben in einer Hausapotheke dagegen nichts verloren. Sie werden immer individuell verschrieben und sollten separat aufbewahrt werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer Verwechslung, was im Ernstfall schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen kann. 

Kinder brauchen je nach Alter häufig niedrig dosiertere Medikamente. Auch für Schwangere, Stillende und Senioren gelten mitunter Besonderheiten. Kunden sollten in der Apotheke deshalb immer darauf hinweisen, wenn sie rezeptfreie Mittel für Kinder, Schwangere, Stillende und ältere Menschen kaufen.

Den vollständigen Bericht gibt es gegen Gebühr hier.

ikr
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