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Studie: Goldman Sachs warnt Pharmaindustrie: Menschen heilen ist ein schlechtes Geschäft

Die Pharmaindustrie stellt Medikamente her, um Menschen gesund zu machen – und um damit Geld zu verdienen. Beide Ziele widersprechen sich manchmal, wie ein internes Papier der Investmentbank Goldman Sachs zeigt.

Verschiedene Pillen und Tabletten liegen auf einem Teller

Das Dilemma der Pharmaindustrie: Wirksame Medikamente lassen die Zahl potenzieller Käufer sinken

DPA

Die Investmentbank Goldman Sachs steht häufiger in der Kritik. Immer wieder wird nicht nur von US-Präsident Donald Trump behauptet, die Bank regiere mit ihrem dubiosen Geschäftsgebaren heimlich die Welt. Nun steht Goldman Sachs erneut im Fokus – zusammen mit der Pharmaindustrie.

Anlass ist diesmal eine Studie, die die Bank durchführte und an verschiedene Unternehmen im Pharmasektor verschickte. Dabei handelt es sich um eine Analyse der Absatzmöglichkeiten auf dem aktuellen Markt.

Laut dem amerikanischen Fernsehsender CNBC, dem das interne Papier vorliegt, lautet der Titel: "Die genetische Revolution". Die zentrale Frage: "Ist es ein nachhaltiges Geschäftsmodell, Patienten zu heilen?"

Gesunde Menschen zahlen nicht für Medikamente

Konkret geht es darin um die Möglichkeit, kranke Menschen genetisch zu behandeln. Diese sogenannten "one-shot-cures" sollen Patienten innerhalb sehr kurzer Zeit gesund machen. Aus medizinischer Sicht klingt das nach einem ausgesprochen erstrebenswerten Fortschritt. Betriebswirtschaftlich gedacht sagt Goldman Sachs den Pharma-Unternehmen aber einen Rückschritt voraus: Wichtige Einnahmequellen drohten wegzubrechen. Denn wer durch eine einmalige Behandlung mit einem Medikament schon gesund wird, der gibt kein Geld für weitere Medikamente aus. 

"Während diese Möglichkeit für Patienten und Gesellschaft einen enormen Wert hätte, könnte sie eine Herausforderung für die Entwickler von Genom-Medikamenten darstellen, die nach einem dauerhaften Cashflow suchen", heißt es in der Analyse. 

Pharmaindustrie fürchtet sinkende Einnahmen

Wie fatal die wirtschaftlichen Auswirkungen sein könnten, zeigt Goldman Sachs am Beispiel eines Medikaments gegen Hepatitis C, das in 90 Prozent der Fälle zur Heilung führte. Wie CNBC aus dem Bericht zitiert, seien die Einnahmen des Unternehmens dadurch aber innerhalb von zwei Jahren von 12,5 Milliarden auf nur noch vier Milliarden gesunken.

Dies sei ein typischer Fall, in dem der Erfolg des Medikaments "den verfügbaren Pool der Patienten" habe schrumpfen lassen, schreiben die Analysten. Geradezu zynisch wirkt der Nachsatz, dass sich dieser Effekt umso mehr bei ansteckenden Krankheiten einstelle, da die Krankheit an immer weniger Menschen weitergegeben werde.

Verdünnt soll der giftige Gefahrstoff verschiedene Krankheiten heilen


epp

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.