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Erkältungszeit Trockene Nase? Stiftung Warentest zeigt, welche Nasensprays wirklich helfen

Eine Frau benutzt Nasenspray
Nasenspray mit Salzgehalt können gegen eine trockene und verstopfte Nase helfen. 
© puhhha / Getty Images
Mit dem Herbst kommt auch die Erkältungszeit. Wenn die Nase läuft oder trocken ist, greifen viele Menschen zum Meerwasser Nasenspray. Davon gibt es eine große Auswahl. Aber welche helfen wirklich? Die Stiftung Warentest hat 30 Produkte getestet.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Erkältungszeit ist in vollem Gange. Wenn das windige und regnerische Herbstwetter auf beheizte Innenräume trifft, dann leiden viele Menschen unter einer trockenen und gereizten Nase. Zum Glück gibt es eine große Bandbreite an Hilfsmitteln auf dem Markt.

Im Netz, in der Drogerie und in der Apotheke finden Verbraucher ein breites Angebot an Meerwasser Nasensprays- und Tropfen. Aber welches Mittel hilft wirklich? Diese Frage hat sich die Stiftung Warentest auch gestellt – und insgesamt 30 Nasensprays mit Salzgehalt getestet. Das Ergebnis reicht von geeignet bis wenig geeignet.

Isotone Nasensprays schneiden am besten ab

Am besten haben Isotone Salzlösungen ohne Zusätze abgeschnitten – also Produkte, die ausschließlich Wasser und Salz enthalten. Insgesamt zwölf Nasensprays bekommen deshalb das Prädikat "geeignet". Sie alle sind dem Testurteil zufolge dafür geeignet, die Nase in beheizten Räumen und bei Erkältung zu befeuchten und zu reinigen. Preis-Leistungssieger ist das "dm Mivolis Meerwasser Nasenspray", das für 1,15 Euro pro 200 Milliliter erhältlich ist.

Unter den Testsiegern befinden sich namhafte Produkte wie das "Abtei Meerwasser Nasenspray" und das "Tetesept Meerwasser Nasenspray". Aber auch Discounter-Produkte wie das "Medicazin Meerwasser Nasenspray" von Netto oder das "Silavit Meerwasser Nasenspray" von der Müller-Eigenmarke sind laut Stiftung Warentest uneingeschränkt empfehlenswert.

Abzüge gibt es in erster Linie für den Salzgehalt im Nasenpräparat. So schneiden hypertone grundsätzlich schlechter ab als Isotone Nasensprays. Der Grund: Der Salzgehalt hypertoner Lösungen ist höher als unser körpereigener. Das führt dazu, dass wir bei Anwendung entsprechender Produkte mehr Feuchtigkeit produzieren. Dadurch schwellt unsere Nasenschleimhaut ab – eine gute aber oft nur kurzfristige Wirkung.

Stiftung Warentest: Warum ätherische Öle im Nasenspray nichts taugen

Isotone Lösungen hingegen haben einen Salzgehalt, der dem unseres eigenen Körpers entspricht. Dadurch haben sie keine abschwellende Wirkung, sorgen aber nachhaltig dafür, dass unsere Nasenschleimhaut befeuchtet und gepflegt bleibt. Dafür braucht es laut Stiftung Warentest auch keine Zusätze. Im Gegenteil: Am schlechtesten schneiden Nasenpräparate mit ätherischen Ölen ab.

So lautet das Urteil zu Produkten wie "Meerwassernasenspray mit Eukalyptus" von Otriven oder dem "Nase frei"-Spray von Abtei: "nicht geeignet". Das liegt laut den Warentestern daran, dass die Wirkung nicht nachgewiesen sei – dafür die Zusätze aber das Risiko einer allergischen Reaktion erhöhen.

Wer trotzdem nicht auf den "Extra-Kick" im Nasenspray verzichten möchte, der kann es mit Aloe Vera oder Dexpanthenol versuchen. Es gibt einige Produkte mit diesen Zusätzen, die sich im guten Mittelfeld des Warentests wiederfinden. Aber auch hier gibt es keinen Nachweis dafür, dass die Zusätze wirklich einen Mehrwert bieten.

Den gesamten Test können Sie hier (gegen eine Gebühr) lesen. 

Quelle: Stiftung Warentest

lz

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