HOME
präsentiert von

Trotz Krebs stark durchs Leben

Anzeige

Krebs und Arbeit: Rückkehr ins Berufsleben

Viele Krebspatienten sind noch im erwerbsfähigen Alter. Nach dem ersten Schock der Diagnose kreisen die Gedanken deshalb oft um die berufliche Zukunft.


Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Krebserkrankung – Schritt für Schritt kann der Weg zurück gelingen

Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Krebserkrankung – Schritt für Schritt kann der Weg zurück gelingen

Wie stehen die Chancen auf Genesung? Welche Therapie ist für mich geeignet? Wie sag‘ ich es meinen Lieben? Unmittelbar nach der Diagnose Krebs stellen sich den Betroffenen elementare Fragen. Doch ein großer Teil der Patienten ist zum Zeitpunkt der Diagnose berufstätig und so kreisen deren Gedanken schon bald auch um den Job.

Vielen Krebspatienten ist sehr daran gelegen, während oder nach einer Krebserkrankung weiter beziehungsweise wieder zu arbeiten. Der Beruf bietet Struktur, Stabilität und Selbstbestimmung. Einigen Patienten ist es jedoch aufgrund der körperlichen oder psychischen Belastung der jeweiligen Krebsdiagnose vorerst nicht möglich, ihrem Beruf weiter nachzugehen. Wenn also absehbar ist, wie lange sie voraussichtlich nicht mehr arbeiten können, sollten Betroffene dies ihrem Arbeitgeber mitteilen. Gerade bei längeren Abwesenheiten kann es zudem sinnvoll sein, sich in regelmäßigen Abständen im Unternehmen zu melden, um die grundsätzliche Bereitschaft für eine Rückkehr zu signalisieren.

Auch das Gespräch mit einer Beratungsstelle ist zu empfehlen, um etwa die notwendigen Formalitäten mit Ämtern, Krankenkasse oder Versicherungen zu regeln. Eine erste Unterstützung bieten hier die Sozialdienste in den Krankenhäusern.

Stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf
Sobald es die gesundheitliche Verfassung zulässt, sollte auch über eine medizinische Rehabilitation, stationär oder ambulant, nachgedacht werden. Sie kann Betroffenen helfen, sich in einer geschützten Umgebung auf den Wiedereinstieg vorzubereiten. Es ist auch ratsam, aus der Reha heraus Kontakt mit dem Arbeitgeber aufzunehmen und ein Wiedereingliederungsgespräch zu planen beziehungsweise die Rahmenbedingungen für eine Rückkehr zu besprechen. Für viele Rückkehrer hat sich eine stufenweise Wiedereingliederung bewährt. Im Rahmen des so genannten Hamburger Modells erarbeiten die Beschäftigten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt einen Stufenplan. So können Betroffene zum Beispiel mit zwei bis drei Stunden täglich beginnen und nach und nach zur ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren. In dieser Zeit sind die Beschäftigten noch krankgeschrieben – Arbeitgeber haben also keinen Anspruch auf deren Arbeitsleistung. Daher erhalten die Betroffenen statt eines Gehalts Krankengeld von der Krankenkasse.

Wer eine Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell wünscht, spricht dazu am besten mit seinem Hausarzt, der alles Weitere in die Wege leiten kann. Durch dieses stufenweise Vorgehen können Unternehmen ihre Mitarbeiter also langsam wieder in das Berufsleben integrieren. Und Arbeitnehmer können so ihre eigene Belastbarkeit testen und gegebenenfalls schrittweise steigern.

Mehr zum Thema Krebs und Arbeit lesen Sie auf www.krebsinformationsdienst.de und auf www.krebs.de.

Themen in diesem Artikel