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Trotz Krebs stark durchs Leben

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Sport und Krebs: Wie Sport die Therapie unterstützen kann

Der pauschale Ratschlag, sich bei einer Krebserkrankung körperlich zu schonen, ist längst überholt. Heute weiß man um die positive Wirkung von Bewegung und Sport – gerade für Menschen mit Krebs.


Sport hat nachweislich positive Effekte bei Krebs

Sport hat nachweislich positive Effekte bei Krebs

Möglichst viel schonen und bloß keine körperliche Belastung – so lautete früher die gängige Empfehlung für Menschen mit einer Krebserkrankung. Damals ging man davon aus, dass der Körper alle Kraft für den Kampf gegen den Tumor braucht. Das gilt inzwischen als widerlegt. Heute raten Ärzte zu möglichst viel Bewegung und sportlicher Betätigung. Zahlreiche Studien haben in den vergangenen Jahren die positiven Effekte von körperlichem Training bei Krebs belegt1:

  • Mögliche Nebenwirkungen der Therapie können reduziert werden. Das unterstützt den Behandlungsverlauf.
  • Körperliche Beschwerden, die durch den Tumor selbst oder durch die Therapie hervorgerufen werden, können gelindert werden.
  • Die körperliche Leistungsfähigkeit wird gefördert.
  • Auch das psychische Wohlbefinden kann gesteigert werden.
  • Bei einigen Krebsarten kann regelmäßige sportliche Betätigung auch das Rückfallrisiko senken. 


Gegen die Müdigkeit antrainieren
Etwa 90 Prozent der Krebspatienten leiden während oder kurz nach der Therapie an Fatigue-Beschwerden2.  Regelmäßige sportliche Betätigung ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, diesem Zustand der totalen Erschöpfung („bleierne Müdigkeit“) entgegenzuwirken. Als besonders effektiv gilt dabei eine Kombination aus Dehnungsübungen, Ausdauer- und Krafttraining. Aber auch andere Bewegungsformen wie Radfahren oder Tanzen zeigen gute Ergebnisse. 

Mehr Leistungsfähigkeit und eine bessere Lebensqualität
Sport fördert die körperliche Leistungsfähigkeit. Viele Krebspatienten fühlen sich durch Bewegung und Sport fitter und belastbarer. Auch das Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers wird wieder gestärkt. Sport kann sich außerdem positiv auf die Psyche auswirken, Schlafstörungen, Depressionen und Ängste lindern oder auch ganz verhindern. Diese positiven Effekte gelten für nahezu alle Phasen der Krebserkrankung. Ob direkt nach der Diagnose, während der Therapie oder auch in der Nachsorge: Bewegung kann die Lebensqualität der Patienten nachhaltig steigern.

Sportprogramm nach Maß: Onkologische Bewegungstherapie
Viele Krebszentren bieten ihren Patienten eine onkologische Bewegungstherapie an, die parallel zur medizinischen Behandlung durchgeführt und deren Intensität individuell auf jeden Patienten abgestimmt wird. Je nach Angebot und persönlicher Vorliebe können Krebspatienten in Krebssportgruppen – beispielsweise organisiert durch die Landeskrebsgesellschaften sowie Selbsthilfegruppen – oder auch im örtlichen Sportverein, bei Volkshochschulen oder anderen Anbietern trainieren. In jedem Fall sollte der Patient aber mit seinem Arzt besprechen, welche Sportart und welches Bewegungspensum in der aktuellen Situation ratsam ist.

Was zahlt die Krankenkasse?
In der Krebsnachsorge ist Sport sogar auf Rezept möglich, die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten.

Mehr rund um das Thema „Leben mit Krebs“ auf www.krebs.de


1 Schmitz KH, Courneya KS, Matthews C, et al. American College of Sports Medicine roundtable on exercise guidelines for cancer survivors. Med Sci Sports Exerc. 2010;42(7):1409-26.
2 https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/fatigue-bei-krebs.html


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