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Medizintechnik für die Jackentasche: Ultraschall-Bilder live aufs Smartphone - innovatives Gerät soll in Afrika helfen

Um die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern zu verbessern, wollte Jonathan Rothberg ein portables Ultraschallgerät entwickeln, das erschwinglich ist und in jeden Arztkoffer passt. Das hat er getan. Jetzt will er noch mehr.

Butterfliy iQ – Portables Ultraschallgerät kommt in Afrika zum Einsatz

Das "Butterfly iQ"-Ultraschallgerät ist äußerlich leicht mit einem elektrischen Rasierer zu verwechseln – es kann allerdings deutlich mehr

Ein Mann in blauer Arztkleidung, das Stethoskop hängt ihm von den Schultern, ein Atemschutz klemmt vor seinem Mund. Ein Junge sitzt neben ihm und hebt seinen Arm über den Kopf, aber der Blick des Arztes geht nicht in seine Richtung. Er sieht auf das iPhone Display in seiner linken Hand, auf dem sich schwarze Schlieren bewegen, während seine rechte ein kleines, schwarzes Gerät an den Brustkorb des Patienten drückt. Das Bild, das Esther Ruth Mbabazi für die New York Times schoss, zeigt den Einsatz eines tragbaren Ultraschall-Geräts im Kabale-Distrikt im westlichen Uganda.

Der sechsjährige Junge hustet seit Längerem und hat geschwollene Lymphknoten, berichtet das US-Magazin. Er spielt nicht mit seinen gleichaltrigen Freunden auf dem Fußballplatz, hängt schwächlich am Rockzipfel der Mutter. Bei einem Arzt waren sie bisher nicht, denn der ist viele Meilen entfernt. Genauso wie das nächste Ultraschallgerät. Das trifft allerdings nur auf die großen Apparaturen zu, die wir aus den Behandlungszimmern der Ärzte kennen. Eine portable Variante, kaum größer als ein elektrischer Rasierer, hält Rodgers Ssekawoko Muhumuza auf dem Foto in seiner rechten Hand.

9000 winzige Trommeln senden Schallwellen

"Butterfliy iQ" heißt das Ultraschallgerät für die Jackentasche, das bereits im Winter 2017 auf den amerikanischen Markt drängte und derzeit in mehreren Entwicklungsländern zum Einsatz kommt. Das Ultraschallbild wird während der Untersuchung live auf dem Smartphone angezeigt, das per Kabel mit der Ultraschallsonde verbunden ist.

Bei einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung werden Schallwellen mit einem kostspieligen vibrierenden Kristall erzeugt, in den Körper gesendet und dessen Echos ausgewertet. Das Start-up "Butterfly Network" aus Connecticut verwendet stattdessen 9000 winzige Trommeln, die auf einem Halbleiter-Chip befestigt sind und von der Sonde aus Schallwellen abschicken. Die Massenproduktion in einer Halbleiterfabrik drückt den Preis zusätzlich – knapp 2000 US-Dollar kostet das portable Ultraschallgerät auf dem Markt. 

Bisher können nur Mediziner die neue Technologie erwerben und nutzen, aber das ist nicht das Ziel von Gründer Jonathan Rothberg und seinen Kollegen. Der Butterfly iQ soll das Ultraschallgerät zum Konsumprodukt ausweiten, "das so allgegenwärtig wie ein Haushaltsthermometer ist", sagte er gegenüber einem deutschen Fachblatt. Bis dahin müssen allerdings noch einige Lizenzen und datenschutzrechtliche Hürden genommen werden. 

Viele Krankheiten können leicht behandelt werden

Rothberg ersann die Technologie, als seine Tochter erkrankte und regelmäßige Ultraschallbilder benötigte. Das Gerät ersparte dem Geschäftsmann und seiner Tochter die Wege in die Arztpraxis, im Einsatz in Afrika und anderen Entwicklungsländern entscheidet es häufig zwischen Leben und Tod. Lungenentzündungen gehören zu den häufigsten Todesursachen von Kindern in armen Ländern und werden häufig falsch diagnostiziert. Erkennt man sie frühzeitig per Ultraschall, lässt sich die Krankheit mit Medikamenten rasch eindämmen. 

Es sei jedoch nicht immer leicht, die Einheimischen von der Untersuchung zu überzeugen, berichtet die New York Times. In vielen afrikanischen Ländern existieren uralte Medizinpraktiken, die bis heute ausgeübt werden und von der Bevölkerung anerkannt sind. Oft sind diese Prozedere schmerzvoll und tragen nicht zur Heilung bei. Tech-Pioniere versuchen Schwangere vor allem mit der Ansicht auf ihr ungeborenes Kind zu locken. Krankheiten wie HIV, Syphilis, Bluthochdruck und Vitamin Defizite können früh erkannt und dementsprechend behandelt werden, bevor sie Mutter und Kind erheblich schaden.

Gehört ein Ultraschallgerät in die Hand von Laien?

Bei all den Vorteilen bleibt jedoch auch die Frage, wer den Butterfly iQ und mögliche Nachfolger in Zukunft bedienen kann und darf. Die schwarz-grauen Schatten auf dem Smartphone-Display richtig einzuordnen und sämtliche Organe, Blutgefäße etc. zu erkennen, setzt Fachwissen voraus, das mühselig erlernt werden muss.

In Uganda und anderen Entwicklungsländern werden Helfer in vier Monaten ausgebildet, Ultraschallbilder auf dem Smartphone fachmännisch zu interpretieren. Außerdem soll Künstliche Intelligenz beim Platzieren der Ultraschallsonde und dem Auswerten der Bilder helfen, die in der Technologie eingebettet ist. Dazu fütterten die Butterfly-Ingenieure ihre Software mit Datensätzen von Ultraschallbildern und lehrten sie, zwischen einem guten und einem schlechten Bild für Körperteile wie dem Herz oder die Lunge zu unterscheiden. Ob das reicht, um Butterfly iQ bald auch in die Hände einer fachfremden Mutter zu legen, bleibt abzuwarten.

Quellen: New York Times, Heise Online, Medizin + Elektronik

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(