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USA: Zahl der Toten und Verletzten nach E-Zigaretten-Gebrauch steigt weiter

In den USA steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten weiter - auf nun 26 Tote. Hunderte weitere Menschen sind erkrankt. Die meisten von ihnen hatten Produkte mit einem bestimmten Wirkstoff konsumiert.

E-Zigarette Todesfälle in den USA: Ein Mann raucht eine elektrische Zigarette (E-Zigarette)

Die genaue Ursache der Lungenerkrankungen in den USA ist weiterhin unklar. Alle Betroffenen hatten jedoch angegeben, E-Zigaretten benutzt zu haben. 

DPA

In den USA ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten auf 26 gestiegen. Die Toten seien aus 21 US-Bundesstaaten gemeldet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC in einer Mitteilung mit. Weitere 1299 E-Zigaretten-Nutzer seien erkrankt. Die meisten von ihnen hätten angegeben, THC-haltige Produkte benutzt zu haben. "Die neuesten nationalen und regionalen Erkenntnisse legen nahe, dass THC-haltige Produkte bei dem Ausbruch eine Rolle spielen", heißt es weiter. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sei unter 35 Jahre alt. Die meisten von ihnen (70 Prozent) seien Männer.

Die CDC betont jedoch, dass die genaue Ursache der Lungenerkrankungen weiterhin unklar sei. Es gebe kein Produkt oder keine Substanz, die in Zusammenhang mit allen Erkrankungsfällen stehe. Aufgrund der laufenden Untersuchungen empfiehlt die CDC derzeit, keine E-Zigaretten oder Vaping-Produkte zu benutzen, insbesondere solche, die THC enthalten. Zudem sollten E-Zigaretten-Nutzer zu einem Arzt gehen, wenn Sie folgende Symptome bei sich feststellen:

  • Husten, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen
  • Übelkeit, Übergeben, Bauchschmerzen oder Durchfall
  • Müdigkeit, Fieber oder Gewichtsverlust

In der vergangenen Woche hatte die Behörde von 18 Toten und 1080 bestätigten und wahrscheinlich verletzten Patienten gesprochen. Der CDC-Direktor Robert Redfield bezeichnete die Zahlen als "zutiefst besorgniserregend". In Deutschland und Europa wurde bislang kein vergleichbarer Anstieg von Lungenerkrankungen bekannt. Hierzulande sind E-Zigaretten stärker reguliert als in den USA. Zusätze wie THC sind verboten. 

Risiko E-Zigarette?

Harmlos seien E-Zigaretten aber keinesfalls, betonte Frank Henkler-Stephani vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Rande eines E-Zigaretten-Kongresses, der diese Woche in Frankfurt stattfand. Er warnte insbesondere vor Schwarzmarktprodukten, die gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten könnten. Doch auch die Risiken herkömmlicher Verdampfer seien noch nicht ausreichend untersucht. 

Video: Indien verbietet E-Zigaretten

In den vergangenen Jahren haben sich E-Zigaretten als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten etabliert. Die Geräte verdampfen eine Flüssigkeit, die Nikotin oder Aroma-Stoffe enthalten kann. Suchtforscher verweisen darauf, dass die Geräte Rauchern dabei helfen könnten, von Tabakzigaretten loszukommen. Da die Geräte relativ neu sind, fehlt es jedoch an Langzeitstudien, mit denen sich mögliche Gesundheitsrisiken sicher einschätzen lassen.

Quelle: Mitteilung der "Centers for Disease Control and Prevention" (CDC)

ikr

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