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Wimperntusche im Check Warentest prüft Mascara – und findet verbotene Inhaltsstoffe in vier Produkten

Mascara Stiftung Warentest
Mascara soll die Wimpern optisch verlängern und dichter erscheinen lassen
© PeopleImages / Getty Images
Wer Mascara benutzt, erhofft sich davon tiefschwarze und voluminöse Wimpern. Leisten die Produkte, was sie versprechen? Stiftung Warentest hat 14 Wimperntuschen unter die Lupe genommen. In vier entdeckten die Tester verbotene Inhaltsstoffe.

Für viele Frauen ist Mascara aus der täglichen Schminkroutine nicht wegzudenken, und auch einige Männer benutzen sie, um ihre Wimpern dunkler erscheinen zu lassen. Die Preisunterschiede sind groß: Einige Tuschen gibt es bereits für wenige Euro zu kaufen, andere kosten teils das Vielfache. Doch wie gut sind die einzelnen Produkte? Sorgen sie tatsächlich für mehr Volumen und Länge und lohnt sich der Griff zur teureren Mascara?

Stiftung Warentest hat 14 schwarze Volumen-Mascaras unter die Lupe genommen. Die Preise rangieren von 2,04 Euro je zehn Milliliter – bis hin zu 58,50 Euro. Drei Tuschen im Test sind wasserfest. 

Jede zweite Mascara schneidet gut ab

Die gute Nachricht: Jede zweite Mascara schneidet im Test gut ab, darunter sind sowohl günstige, wie auch teure Markenprodukte. Am günstigsten und gerade noch "gut" (Testnote 2,5) ist die Mascara von "Essence" (I Love Extreme Crazy Volume Mascara). Sie ist damit Preis-Leistungs-Sieger im Test.

Die wasserfesten Tuschen können dagegen weniger überzeugen. Keine erreicht ein gutes Testergebnis. Zwei der drei Tuschen sind nicht wirklich wasserfest, wie ein Praxistest zeigt. Die dritte besteht den Wassertest zwar, liefert aber eher mäßige Schminkergebnisse und verspricht mehr Volumen. als sie halten kann.

Kritische Stoffe in vier Mascaras

Vier Tuschen fallen negativ in puncto Inhaltsstoffe auf. Die Prüfer finden darin verbotene Stoffe. Betroffen sind unter anderem die Produkte "dm Trend it up N°1 Mascara" und "Sante Naturkosmetik Classic Volume Black Mascara". Sie enthalten laut Warentest das krebserregende Schwermetall Arsen. In den wasserfesten Tuschen "Catrice Cosmetics Glam&Doll Volume Mascara Waterproof" und "Essence Volume Hero Mascara Waterproof" entdecken die Prüfer den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff Naphthalin, der im Verdacht steht krebserzeugend zu sein. 

Möglicherweise sind die Substanzen über verunreinigte Rohstoffe wie schwarze Farbpigmente in die Tuschen gelangt.

Keine Gesundheitsgefahr

In Spuren werden diese Stoffe von der EU-Kosmetikverordnung in Kosmetika toleriert. Für Arsen gibt es auch Orientierungswerte, die nicht überschritten werden sollen. "Der von uns nachgewiesene Arsengehalt lag darüber", wird Studienleiter Thomas Koppmann von Warentest zitiert. "Auch von Naphthalin wiesen wir mehr als Spuren nach."

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Da Mascara nur auf die Wimpern aufgetragen wird und kaum in Kontakt zur Haut kommt, besteht laut Warentest aber keine Gesundheitsgefahr für Anwenderinnen und Anwender. Das sorgt auch dafür, dass die vier Mascaras nicht durch den Test fallen. Warentest bewertet sie mit "Ausreichend". 

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr hier.

ikr

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