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Anti-Entzündungsdiät: Welche Nahrungsmittel machen uns alt und schrumpelig und welche halten uns jung?

Schlechtes Essen bringt uns um, sagt Ernährungsexpertin Fiona Tuck. Mit den Methoden der Gerichtsmedizin spürt sie auf, welche Prozesse von der Nahrung im Körper ausgelöst werden. Der Lohn ihrer Diät: weniger Krankheiten und jugendliches Aussehen.

Wer auf Fiona Tuck hört, muss auf regelmäßige Grillparties leider verzichten.

Die australische Ernährungsexpertin Fiona Tuck erklärt jetzt mit den Methoden der Forensik, warum diese Nahrungsmittel uns alt und unansehlich machen. Und welche Nahrungsmittel den natürlichen Alterungsprozess bremsen.

Kampf gegen verborgene Entzündungen Tucks Erkenntnisse gehören zur Gruppe der Anti-Entzündungsdiäten. Entzündliche Prozesse sind bei sehr vielen Krankheiten beteiligt, fast alle Autoimmunkrankheiten korrespondieren in irgendeiner Weise mit einer chronischen Entzündung. Lebensweise und Ernährung beeinflussen diese Entzündungen. Vor allem Menschen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung laufen Gefahr durch falsche Ernährung dauerhaften Entzündungen, die lange Zeit unbemerkt bleiben können, richtig anzuheizen. Niedrigschwelligen Entzündungen - die der Betroffenen nicht wahrnimmt - sind ein besonderes Problem. Sie beginnen schleichend und lassen sich häufig auch bei Untersuchungen nicht nachweisen. Übergewicht fördert diese Entzündung. Das Bauchfett schüttet nämlich entzündungsfördernde Hormone aus.

 Fiona Tucks neues Buch heißt "The Forensic Nutritionist" – zu Deutsch heißt das in etwa "Ernährungswissenschaft aus der Rechtsmedizin". Kleiner Nebeneffekt: Mit der geeigneten Diät soll man nicht nur Krankheiten wie Alzheimer zumindest vorbeugen können, diese Ernährung soll auch Falten, grauer und erschlaffter Haut entgegenwirken. Wer sich richtig ernährt, erspart sich Botox oder Lifting – so der Ansatz von Fiona Tuck.

Raffinierter Zucker, Alkohol und Grilfleisch tun erwartungsgemäß nicht gut – Tuck empfiehlt aber auch den Genuss von Nachtschattengewächsen einzuschränken. Dazu gehören Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Auberginen. Eine Ernährungsumstellung dürfte den meisten nicht leicht fallen. Wer nimmt schon regelmäßig Omega-3-Fettsäuren aus Fisch- und Leinsamenölen zu sich? Zucker, hochgradig verarbeitete Lebensmittel, Weißbrot, Süßigkeiten und Leckereien landen dagegen bei fast jeder Diät auf dem Index - hier überraschen Tucks Empfehlungen nicht. Weniger geläufig dagegen ist die Orientierung an einem möglichst niedrigem glykämischen Index wegen des Blutzuckerspiegels und die Suche nach Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Antioxidantien wie Knoblauch, Zwiebeln, Brokkoli, Grünkohl, Beeren und Traubenkernextrakt. 

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