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"Wir und Corona": "Hilfe, meine Beziehung hat Corona!"

Das Virus wirbelt unser Leben durcheinander. Was sollen wir tun? Und vor allem: Wie halten wir zusammen? Im stern-Podcast "Wir und Corona" sprechen wir über diese Herausforderungen. Heute mit dem Paartherapeuten Oskar Holzberg.

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Es ist ja gerade viel die Rede davon, dass die Corona-Krise auch Chancen schafft – und das trifft offenbar auch auf Branchen zu, auf die man gar nicht sofort kommt: die Sex-Spielzeug-Industrie, zum Beispiel. "Spread love, not viruses", "Verteile Liebe, nicht das Virus", heißt etwa der neuesten Slogan einer Firma, die Vibratoren verkauft und alles, was für man für – Zitat – "Sexual Wellness" so braucht. "Mehr Zeit zu Hause bedeutet mehr Zeit für Experimente!", behaupten die. Und genau genommen trifft’s das ja ziemlich auf den Punkt: Die Zeit zu Hause ist gerade für viele ein riesiges, explosives Experiment – allerdings weniger sexuell, sondern vielmehr sozial: Partner, die Familie, alle hocken in der Wohnung aufeinander. Wie schön! Corona beschert vielen von uns gerade so etwas wie ein ewiges Weihnachten. Das heißt: Alles ist dafür angerichtet, dass es ordentlich kracht. "Hilfe, meine Beziehung hat Corona!", hat eine stern-Kollegin deshalb schon gerufen.

Was tun? In "Wir und Corona", dem gemeinsamen Podcast von stern und RTL, spricht der Hamburger Paartherapeut Oskar Holzberg deshalb darüber, wie man für Entspannung sorgen kann, wenn’s in der Beziehung gerade ganz eng zugeht, wenn die Corona-Krise auch die Partnerschaft durcheinanderwirbelt. "Es gibt eine Regel", sagt Holzberg. "Wenn der Puls über 100 geht, dann macht es keinen Sinn mehr, im Gespräch zu sein. Dann sollte man auseinandergehen." Dennoch empfiehlt er, gerade in der Enge Raum für das Zusammensein zu schaffen, das Zuhören, etwa durch ein abendliches Treffen zu einem bestimmten Zeitpunkt, eine Art Corona-Date. "Darüber sprechen, so nervig das auch manchmal sein kann, ist immer noch die beste Möglichkeit, in einer Partnerschaft eine gute Atmosphäre herzustellen." Von einer Art Stillhalteabkommen, bis alles vorbei ist, hält Holzberg wenig: "Das funktioniert nicht. Wenn unsere Gefühle hochschießen, dann kann unsere Vernunft das meistens nicht regulieren."

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