HOME

Überraschende Studie: Wer drei Mal am Tag Zähne putzt, erkrankt seltener an bestimmten Herzkrankheiten

Zähneputzen ist wichtig – zwei Mal am Tag sollte es mindestens sein. Wie stark Mundhygiene die Gesundheit beeinflussen kann, wird noch immer vielfach unterschätzt. Eine Studie liefert nun neue Hinweise für das Herz. 

Zahngesundheit und Herz: Ein junges Paar putzt sich die Zähne

Zähneputzen beugt nicht nur Karies vor. Es könnte auch vor anderen Krankheiten schützen - darauf deutet eine südkoreanische Studie hin.

Getty Images

Regelmäßiges Zähneputzen ist nicht nur wichtig, um Karies oder Parodontitis zu vermeiden - es könnte auch das Herz schützen. Das legt zumindest eine südkoreanische Studie nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt "European Journal of Preventive Cardiology" veröffentlicht wurden. Demnach haben Menschen, die sich mindestens dreimal am Tag die Zähne putzen, ein geringeres Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienzen.

An kaum einem anderen Ort unseres Körpers tummeln sich mehr Bakterien als in der Mundhöhle. Wird die Zahnreinigung vernachlässigt, werden diese nicht mehr in Schach gehalten. In der Folge können Entzündungen entstehen, die zunächst Zähne und Zahnfleisch betreffen und dann über Nervenbahnen und Blutgefäße in den Körper wandern. 

Der Zusammenhang zwischen Zahnhygiene und einer Reihe von Krankheiten ist schon seit längerem bekannt - etwa bei Lungen- und Herzentzündungen, Erektionsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Einen weiteren möglichen Zusammenhang ergab nun die Studie der südkoreanischen Ewha-Frauenuniversität. 

Das Team um Tae-Jin Song nutzte für die Analyse die Datenbank des National Health Insurance System und wählte daraus 161.286 Teilnehmer zwischen 40 und 79 Jahren aus, deren medizinische Vorgeschichte keine Herzprobleme enthielt. Bei einer Untersuchung wurden Daten zu Größe, Gewicht, Laborwerten, Krankheiten, Lebensstil, Mundgesundheit und Mundhygieneverhalten dieser Menschen erfasst. Durchschnittlich ein Jahrzehnt später wurde die Untersuchung wiederholt. Zu dem Zeitpunkt hatten 4911 der Teilnehmer (3 Prozent) ein Vorhofflimmern - also eine Herzrhythmusstörung - und 7971 (4,9 Prozent) eine Herzinsuffizienz entwickelt.

Gesunde Zähne - gesundes Herz?

Auffällig dabei war, dass jene Teilnehmer, die sich dreimal oder öfter am Tag die Zähne putzten, ein um zehn Prozent geringeres Risiko für Vorhofflimmern und ein um zwölf Prozent vermindertes Risiko für Herzinsuffizienz hatten als jene mit einer schlechteren Mundhygiene. Auch wiederkehrende professionelle Zahnreinigungen wirkten sich positiv aus. Diese Ergebnisse zeigten sich unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, sozioökonomischem Status, regelmäßiger Bewegung, Alkoholkonsum, Body-Mass-Index und weiteren Faktoren wie Bluthochdruck.

Wie die Wirkung zustande kommen könnte, beantwortet die Untersuchung nicht. Die Forscher vermuten, dass regelmäßiges Zähneputzen Bakterien in den schwer erreichbaren Taschen zwischen Zahnfleisch und Zähnen reduziert - und damit verhindert, dass diese in den Blutkreislauf gelangen.

Song räumt ein, dass die Analyse nur auf Daten aus einem einzigen Land beruht und als reine Beobachtungsstudie keine Ursachen aufzeigen kann, betont aber auch: "Wir haben eine große Gruppe über einen langen Zeitraum untersucht, was unsere Ergebnisse stärkt." Eine Stärke der Studie, die auch die beiden Mediziner Pascal Meyre vom Universitätsklinikum Basel und David Conen von der kanadischen McMaster Universität in einem begleitenden Kommentar hervorheben. 

Richtige Zahnhygiene: Das macht fast jeder beim Zähneputzen falsch

Meyre und Conen merken allerdings an, dass Faktoren wie Bildungsgrad und Familienstand nicht abgefragt und berücksichtigt wurden, obwohl diese sich nachweisbar auf die Mundhygiene auswirkten. Zudem basierten die Angaben zum Zähneputzen auf Aussagen der Teilnehmer selbst, was immer eine gewisse Fehlermöglichkeit bedeute. "Es ist sicherlich zu früh, um Zähneputzen zur Vorbeugung von Vorhofflimmern und Herzinsuffizienzen zu empfehlen", schließen die beiden Mediziner. Zunächst seien weitere Analysen dazu nötig.

Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt, die Zähne mindestens zwei Mal am Tag mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu putzen. Auch die Zahnzwischenräume sollten einmal am Tag gereinigt werden, etwa mit Zahnseide oder einer Zahnzwischenraumbürste.

ikr / dpa
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?