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Gut zu wissen Was steckt hinter dem nervigen Zucken am Auge?

Zucken am Auge: Nahaufnahme eines Auges
Hinter Lidzucken steckt meist eine harmlose Ursache
© by-studio / Getty Images
Zuck, Zuck, Zuck: Wohl kaum eine Körperregung nervt so sehr wie das rhythmische Zucken eines Augenlids. Was steckt dahinter? Und wie lässt sich das Problem am besten aus der Welt schaffen?

Es kommt wie aus dem Nichts und nervt gnadenlos: ein zuckendes Augenlid. Rein äußerlich ist der rhythmisch wiederkehrende Mini-Krampf oft kaum zu sehen, doch für betroffene Personen kann er sich sehr unangenehm anfühlen – insbesondere, wenn er über einen längeren Zeitraum anhält. Für das Phänomen gibt es auch eine medizinische Bezeichnung. Sie lautet Myokymie.

Meist stecken banale Gründe dahinter: Ein Auslöser kann beispielsweise Stress sein, aber auch Schlafmangel oder zu viel Koffein (Kaffee!). Auch Büro-Arbeiter, die stundenlang auf einen Bildschirm starren und zu trockenen Augen neigen, haben eine gewisse Veranlagung zum zuckenden Lid. Dasselbe gilt für Kontaktlinsenträger. Hier könnte die mechanische Reibung am Lid Schuld daran sein, dass es hin und wieder mal zuckt. Oft aber lässt sich kein eindeutiger Auslöser bestimmen – mitunter wirken auch mehrere Faktoren zusammen.

Die gute Nachricht ist: Ein einzelnes zuckendes Lid ist in der Regel harmlos. Treten aber weitere Symptome wie ein gerötetes Auge oder Schmerzen auf, ist es ratsam, die Beschwerden bei einem Arzt abklären zu lassen. Dasselbe gilt, wenn das Zucken über einen längeren Zeitraum anhält, etwa Tage oder gar Wochen. Zucken Lider an beiden Augen oder hängt das Augenlid, könnten das Hinweise auf eine ernstere Ursache sein. In diesem Fall sollten die Beschwerden so schnell wie möglich abgeklärt werden. 

Zuckendes Augenlid – so können Sie vorbeugen

Doch auch wenn der Mini-Krampf in den allermeisten Fällen harmlos ist: Ignorieren sollte man das Symptom nicht. "Das Zucken ist ein Zeichen des Körpers, dass Sie einen Gang zurückschalten sollten", sagte etwa der Augenarzt Raj Maturi im Gespräch mit der "New York Times". Wer den Beschwerden vorbeugen will, sollte sich also grundsätzlich mehr Ruhe gönnen, sein Stresslevel senken und auf ausreichend Schlaf achten. Auch kann es hilfreich sein, weniger Kaffee zu trinken, denn das enthaltene Koffein ist bekannt dafür, zu erhöhter Muskelspannung zu führen. Vier Tassen Filterkaffee am Tag sollten das Maximum sein, raten Experten.

Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, Ballaststoffen, Nüssen und Obst hilft, die Muskeln mit allen Mineralien zu versorgen, die sie für ihre Arbeit brauchen. Das kann Muskelzucken ebenfalls vorbeugen. Auch auf eine gute Flüssigkeitsversorgung und Trinkmenge sollte geachtet werden. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten es am Tag rund 1,5 Liter Wasser sein. 

Doch was hilft, wenn das Augenlid doch einmal zucken sollte? Befeuchtende Augentropfen oder ein warmer Waschlappen auf dem geschlossenen Auge können für Linderung sorgen, womöglich auch bereits eine warme Dusche, denn Wärme ist bekannt dafür, Muskelverspannungen zu lindern.

Im besten Fall verschwindet das Zucken dann so, wie es gekommen ist: schnell und ohne Vorwarnung. 

Quelle: New York Times / DGE

ikr

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