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Günter Grass ist verstorben: Ein "Spätaufklärer" für Moral und Menschlichkeit

Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass ist im Kreis seiner Familie verstorben. Hinter der Fassade des 87-Jährigen aus Schnurrbart, Lesebrille und Pfeife tobte der Geist eines lauten Querdenkers.

Mit dem Nachkriegsroman "Die Blechtrommel" gelang Günter Grass 1959 der internationale Durchbruch

Mit dem Nachkriegsroman "Die Blechtrommel" gelang Günter Grass 1959 der internationale Durchbruch

Die Deutschen kannten Günter Grass als älteren Herrn mit Schnurrbart und Pfeife, die Lesebrille auf die Nasenspitze gerückt. Doch der Eindruck täuschte: Eine gemütliche Natur war der am Montag in einem Lübecker Krankenhaus gestorbene Autor von Weltrang nie. Der Nobelpreisträger liebte es, wenn die Fetzen fliegen. Auch stand er selbst immer wieder im Mittelpunkt öffentlicher Debatten, die er oftmals selbst mit provozierenden Beiträgen und Reden auslöste.

Politisch Farbe bekennen

Als "Spätaufklärer" verstand der am 16. Oktober 1927 als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Danzig geborene Grass sich selbst, als einen, der unerschütterlich für Moral und Menschlichkeit eintrat. Auf die Literatur allein beschränkte Grass sich dabei nie. Zum deutschen Asylrecht äußert er sich ebenso wie zum Twitter-Verbot in der Türkei, zur Diskriminierung Homosexueller, zur NS-Vergangenheit und zum Rechtsradikalismus. Grass scheute sich nicht, politisch Farbe zu bekennen. Doch so umstritten seine Diagnosen bisweilen auch waren, als Intellektueller genoss er stets größte Achtung.

An Auszeichnungen fehlte es ihm nicht. 1999 wurde ihm als zweitem deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg der Literaturnobelpreis verliehen. Gewürdigt wurde er dabei stets als Humanist und Vertreter eines "besseren Deutschland". Dieses "bessere Deutschland" war es denn auch, was den Schriftsteller, Grafiker und Bildhauer umtrieb. Viele seiner Romane und Erzählungen kreisen um Heimat, Geschichte - und um Verantwortung.

Nicht nur schöne, auch scharfe Worte

Das gilt allen voran auch für seinen 1959 erschienenen Nachkriegsroman "Die Blechtrommel", der ihm als erstes größeres Werk den internationalen Durchbruch brachte. Die Geschichte des teuflisch-intelligenten Oskar Matzerath, der das Wachstum einstellte, gab der deutschen Nachkriegsliteratur eine moderne Stimme: Grass fand nicht nur den literarischen Umgang mit der deutschen Schuld, sondern auch eine expressive und provozierende Sprache. Er wolle anschreiben gegen die "Tendenz der unmittelbaren Nachkriegsliteratur, die sich ortlos verstand, zeitlos verstand", wie er sagte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Literaten war Grass der Elfenbeinturm der schönen Worte stets zu klein. In den 60er und 70er Jahren zog er für die SPD in den Wahlkampf und versuchte 1966 in einem offenen Brief, Willy Brandt von der großen Koalition mit der CDU abzuhalten. Mit dabei war er auch bei den Protestaktionen gegen die Notstandsgesetze. Den scharfzüngigen Intellektuellen zeichnete stets die Lust an Auseinandersetzungen aus.

Isreal erteilt Einreiseverbot

Zuletzt katapultierte den in Behlendorf bei Lübeck lebenden Grass ein israel-kritisches Gedicht mit dem Titel "Was gesagt werden muss" in die Schlagzeilen. Darin warf er Israel 2012 vor, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden und handelte sich wütendste Proteste bis hin zu Forderungen nach einer Aberkennung des Nobelpreises ein. Israel verbot ihm die Einreise.

Einige Kratzer erhielt sein Ruf als moralische Instanz in Sachen deutsche Vergangenheitsbewältigung, als er 2006 überraschend einräumte, am Ende des Zweiten Weltkriegs als 17-Jähriger bei der Waffen-SS gewesen zu sein. Dabei ging es weniger um die Tatsache an sich als um den Umstand, dass er dies viele Jahrezehnte lang verschwiegen und in seiner Biografie bis dahin von einer Zeit als Flakhelfer gesprochen hatte. Die Diskussionen beherrschten die Feuilletons tagelang. Er selbst sagte dazu damals: "Das musste raus, endlich."

Angst vor dem Tod habe er nicht, sagte Grass vor knappe einem Dreivierteljahr in einem Interview. Nur Schmerzen fürchte er. Ihn selbst reize die Idee, als Kuckuck wiedergeboren zu werden. "Ich mag den Vogel, der das Frühjahr verkündet und den Leuten jedes Jahr wieder Versprechungen macht mit seinen Rufen."

lib/AFP / AFP
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus