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Stern Investigativ - Wirtschaftskriminalität

Medizinische Hochschule Hannover: Marode Lüftungsanlage wird zum Risiko für Patienten

In der Medizinischen Hochschule Hannover vergammeln Klimaanlagen. Marode Lüftungsschächte führen in Operationssäle und stellen ein Risiko für Patienten dar, wie der stern herausgefunden hat.

Interner Schriftverkehr sowie Prüfberichte von externen Sachverständigen belegen über Jahre immer wieder Mängel an den raumlufttechnischen Anlagen der Medizinischen Hochschule Hannover.

Interner Schriftverkehr sowie Prüfberichte von externen Sachverständigen belegen über Jahre immer wieder Mängel an den raumlufttechnischen Anlagen der Medizinischen Hochschule Hannover.

Verrostete Rohre, verkalkte Lamellen, Dreck und Feuchtigkeit – hinter den Kulissen der renommierten Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sieht es nach einem stern-Bericht zum Teil aus wie in einem Hinterhoflabor.

In mehreren Gebäuden gammeln alte Klimaanalagen vor sich hin. Fotos und Dokumente, die dem stern vorliegen, dokumentieren ein veraltetes und schlecht gewartetes System. Offenbar wird an dieser Stelle seit Jahren gespart. Zudem münden die Schmuddelschächte ausgerechnet in diverse Operationssäle, wo die Luft so keimfrei wie möglich zu sein hat, um Infektionen zu verhindern. Lediglich eine einzige Lage Hochleistungsfilter scheint diese Keimfreiheit derzeit noch zu gewährleisten - als letzte Bastion zwischen offenen Wunden und Staub aus den Schächten.

Gutachten weisen seit Jahren auf Mängel hin

Gutachten weisen seit Jahren auf diverse Probleme mit der Lüftung hin, außerdem auf Mängel beim Brandschutz. Vieles ist den Verantwortlichen offenbar schon lange bekannt. In einem internen, dem stern vorliegenden Schreiben heißt es, der Zustand eines Gebäudeblocks mit mehreren OP-Räumen habe sich "in den letzten 2-3 Jahren hinsichtlich der hygienischen Bedingungen und der zum großen Teil nicht mehr verfügbaren Ersatzteile der technischen Anlagen rapide verschlechtert". Bislang scheint niemand zu Schaden gekommen zu sein. Doch in dem Dokument heißt es weiter, die Patientenversorgung in diesem Block sei "mit erheblich gestiegenen Risiken verbunden".

Zur Frage des stern, inwiefern die Mängel inzwischen behoben wurden, äußert man sich bei der MHH nicht konkret. In einer Stellungnahme heißt es, dass Geld beim Wissenschaftsministerium Niedersachsen beantragt wurde, um in zwei Gebäuden die Lüftung zu erneuern. Der erste Schwung soll 2014 umgesetzt werden, für das zweite Haus sei "der Planungsprozess mit dem Ziel der schnellstmöglichen Umsetzung" gestartet.

mw / print
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.