HOME

«Aus dem Nichts»: Fatih Akin: «Hamburg ist mir eine Herzensangelegenheit»

Hamburg - Der Regisseur Fatih Akin (44) will weiter Filme in seiner Heimatstadt Hamburg drehen. «Es ist mir eine Herzensangelegenheit, diese Stadt als Filmstandort zu erhalten», sagte Akin am Dienstag beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Diane Kruger und Fatih Akin

Fatih Akin (sitzend) und Diane Kruger schreiben sich im Hamburger Rathaus beim Ersten Bügermeister Olaf Scholz (SPD) in das Goldene Buch der Stadt ein. Foto: Georg Wendt

Der Regisseur Fatih Akin (44) will weiter Filme in seiner Heimatstadt drehen. «Es ist mir eine Herzensangelegenheit, diese Stadt als Filmstandort zu erhalten», sagte Akin am Dienstag beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

«Weil ich hier lebe und leben bleiben möchte. Dieser Film und der Erfolg dieses Filmes bisher unterstreicht, dass in dieser Stadt Filmarbeit getan werden kann», sagte der Regisseur mit türkischen Wurzeln, der im Stadtteil Altona aufgewachsen ist. Die Hollywood-Schauspielerin (41) ergänzte: «Ich freue mich, dass Hamburg sich mit diesem Eintrag an mich erinnern wird - Ich werde mich mein ganzes Leben lang an Hamburg erinnern.»

Am Abend wollen beide ihren gemeinsamen Film «Aus dem Nichts», der größtenteils in Hamburg gedreht wurde, vorstellen. Das NSU-Drama erzählt von einem Anschlag, bei dem ein Kurde und dessen Sohn ums Leben kommen. Für ihre Rolle als Ehefrau hat Diane Kruger bereits den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes gewonnen. Der Film, der für Deutschland ins Rennen um den Auslands-Oscar geht, kommt an diesem Donnerstag (23. November) in die deutschen Kinos.

dpa
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo