HOME

«DAU Freiheit»: Prominente setzen sich für Berliner Mauer-Projekt ein

Das Kunstprojekt «DAU Freiheit» ist sehr umstritten. Jetzt setzen sich namhafte Prominente dafür ein. Darunter befinden sich drei der bekanntesten Schauspieler Deutschlands.

Kunstprojekt "DAU Freiheit"

Das umstrittene Kunstprojekt mit dem Wiederaufbau einer Mauer in Berlin erhält Unterstützung von Prominenten. Foto: Jörg Carstensen

Sie haben die Absicht, eine Mauer zu bauen: Das umstrittene «DAU Freiheit» erhält prominente Unterstützung. In einem offenen Brief sprachen sich unter anderem die Schauspieler Lars Eidinger, Iris Berben, Tom Schilling und Veronica Ferres für die Pläne aus.

Auch die Regisseure und Leander Haußmann sowie die Modemacher Guido Maria Kretschmer und Michael Michalsky haben die Resolution unterzeichnet, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

«Dieses Projekt DAU, das alle, die sich näher damit beschäftigt haben, neugierig und aufgeregt macht, wollen wir sehen und zwar in », heißt es in der Erklärung. «Dieses Experiment mit einer unwahrscheinlichen, nie dagewesenen Veranstaltungsform in Berlin, organisiert und akribisch vorbereitet von den erfahrensten Spezialisten, mit denen die Stadt bei anderen Großveranstaltungen bisher gute Erfahrungen gemacht hat, abzublasen, wäre eine paranoide Kleinmütigkeit, die nicht zu Berlin passt...»

Die sei in diesem Kunstprojekt ein Symbol, keine platte Nachstellung. «Es geht um ästhetische Ausdrucksformen für die Durchdringung und Verarbeitung der individuellen und gesellschaftlichen Erfahrung des Totalitarismus, der keineswegs Vergangenheit ist, sondern eine reale gegenwärtige Gefahr, die vielleicht in jedem Einzelnen lauert.»

Bei dem Projekt des russischen Filmemachers Ilya Khrzhanovsky soll vom 12. Oktober an vier Wochen lang ein Gebäudekomplex am Berliner Boulevard Unter den Linden mit einer Betonmauer abgeriegelt werden. Besucher können «Visa» kaufen, um hinter der Mauer eine andere, fiktive Welt zu erleben, wie die Veranstalter ankündigten. Das Kunstprojekt wird sehr kontrovers diskutiert.

dpa