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Politikerin vs. Unternehmerin: Brauchen wir eine Frauenquote? Schauen Sie schon mal in die neue DISKUTHEK-Folge

Laut Grundgesetz sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Doch in der Realität sieht das häufig anders aus: Ist eine Frauenquote die Lösung? Darüber streiten in der DISKUTHEK Ricarda Lang, die Bundessprecherin der Grünen Jugend, und Unternehmerin Marie-Christine Ostermann.

Ricarda Lang und Marie-Christine Ostermann  in der DISKUTHEK

Mehr Frauen müssen in Führungspositionen – darüber herrscht in der DISKUTHEK zum Thema Frauenquote unter den beiden Gästen Konsens. Doch wie? Ist die gesetzliche Frauenquote dringend nötig, weil sich sonst nichts tut? Oder schadet sie am Ende sogar der Gleichberechtigung? Für Unternehmerin und FDP-Mitglied Marie-Christine Ostermann ist klar, dass die Frauenquote “nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat”, sondern Frauen vielmehr zu “Quotenfrauen” degradiert. Sie selbst sei schon häufig als "Quotenfrau" abgestempelt worden. Stattdessen plädiert die "Fielmann"-Aufsichtsrätin für eine Veränderung der Strukturen und mehr "weibliche Vorbilder, die motivieren, den gleichen Weg einzuschlagen“. Sie bemängelt fehlende Frauen-Power. "Dieser Mut, dieses Selbstvertrauen, dieses Positive. Das fehlt so vielen. Gerade jungen Frauen.“ 

Grüne Jugend zur Frauenquote: "Freiwillige Selbstverpflichtung ist gescheitert."

Lang hingegen behauptet, Vorbilder alleine reichen nicht aus. "Ich finde, freiwillige Selbstverpflichtung ist gescheitert. Ich will nicht noch weitere 100 Jahre warten, bis wir endlich wirklich gleichberechtigt sind“, sagt sie in der DISKUTHEK. Deswegen brauche es eine Quote. Diese würde ganz im Gegenteil nicht dazu führen, dass Frauen abgestempelt werden, sondern dass sie "gleichberechtigt teilhaben können.“  

Schauen Sie in diesem Teaser schon einmal in die neue DISKUTHEK-Folge. Die ganze Sendung sehen Sie am Donnerstag ab 17 Uhr hier auf stern.de und www.youtube.com/stern.   

Die Zitate aus dem DISKUTHEK-Teaservideo zur Frauenquote:  

Ricarda Lang: Warum reden wir eigentlich nie darüber, dass Männer ganz häufig nur an den Punkt kommen, an dem sie sind, wegen des Geschlechts.   

Marie-Christine Ostermann: Frauenquote hat ja mit Gleichberechtigung nichts zu tun, weil man echt immer wieder als Quotenfrau auch degradiert und abgestempelt wird. Das ist einfach keine Gleichberechtigung.   

Ricarda Lang: Aber wo wird man als Quotenfrau abgestempelt? Ich werde nicht als Quotenfrau abgestempelt.  

DISKUTHEK-Moderator Aimen Abdulaziz-Said: Du sprichst gerade Schwangerschaft et cetera an. Stellst du lieber Männer als Frauen ein?   

Marie-Christine Ostermann: Nein. Quatsch.   

DISKUTHEK-Moderator Aimen Abdulaziz-Said: Das klang jetzt gerade ein bisschen so.   

Ricarda Lang: Die Quote führt nicht dazu, dass Frauen abgewertet werden, sondern dass sie gleichberechtigt teilhaben können.   

Marie-Christine Ostermann: Wenn du irgendwie den Eindruck hast, du kommst in den Firmen nicht voran ­– warum machst du dich nicht selbstständig zum Beispiel?   

Ricarda Lang: Ich mach ja Politik.   

Ricarda Lang: In den Aufsichtsräten funktioniert es ja. Und ich finde es ein bisschen komisch zu sagen: “Naja, da funktioniert es. Aber deshalb dürfen wir es jetzt nirgends anders machen.“   

Marie-Christine Ostermann: Es ist extrem schwierig, genügend Frauen für Vorstandsposten zu finden.  

Ricarda Lang: Wenn ich mir eine Talkshow angucke: Da sitzen fünf mittelalte Männer und diskutieren. Natürlich denke ich mir als junge Frau: “Naja, das kann ich nicht schaffen. Da kann ich nicht hinkommen.“  

DISKUTHEK-Moderator Aimen Abdulaziz-Said: Warum nicht auch eine Schwarzenquote? Warum nicht eine Migrantenquote? Wo ziehst du da die Linie?  

Mehr Infos zur stern-DISKUTHEK finden Sie hier.

wyn / hh