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Selbstoptimierungsexperiment "Neuland": Helene, bist du's?

Nein, so viel können wir schon verraten. Diese Frau ist 47 Jahre alt und hat eine Haarverlängerung, Botoxbehandlungen und "Cool Sculpting" hinter sich. Ach ja, gefastet hat sie natürlich auch.

Schön sein und jung und schlank, der Körper frei von den Giften des Alkohols, frei von Zucker, Laktose, Gluten. Haarverlängerungen, Botox. Ungefähr so lässt sich das Experiment zusammenfassen, das die Schriftstellerin Ildikó von Kürthy hinter sich hat. Ein Jahr hat sie sich dem Selbstoptimierungswahn hingegeben. Das Resultat? "Plötzlich winken dir Idioten zu", erzählt sie im Interview mit dem stern. Zum Schreien übellaunig sei sie gewesen, "ich sah besser aus, aber fühlte mich nicht besser". Einmal, auf einem Fest in München, saß sie neben einer tollen Frau, von der sie nicht erkannt wurde. "Ihr Mann sagte: Du hast eine Stirn, hinter der man nichts vermutet." 

 (Das linke Foto ist in Wahrheit das aktuellere Foto, auf dem Ildikó von Kürthy zu ihrem normalen Aussehen zurückgekehrt ist)

An einem Abend im Dezember vergangenen Jahres habe sie entschieden, ihr Leben radikal zu verändern. "Ich hatte einiges angesammelt an Unzufriedenheiten, Weihnachtskilos und Träumen." Von da an unterzog sie sich 27 Maßnahmen. Zuerst tilgte sie weißen Zucker aus ihrer Ernährung, irgendwann dann ließ sie sich Botolinumtoxin ins Gesicht spritzen. Ihre Erlebnisse hat sie in "Neuland: Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand"  (Wunderlich Verlag 19,95 Euro) aufgeschrieben. Die Verführungskraft der Eingriffe, so gibt sie zu, sei dennoch groß: "Ich war froh, dass die mir wichtigsten Menschen das nicht mochten."

Die blonde Mähne ist weg, die Stirn noch faltenfrei: Ildikó von Kürthy beim stern-Fotoshooting.

Die blonde Mähne ist weg, die Stirn noch faltenfrei: Ildikó von Kürthy beim stern-Fotoshooting.

Was Ildikó von Kürthy dennoch anders macht als früher - und welche Qualen sie noch im Sinne der Schönheit über sich ergehen ließ, lesen Sie im großen stern-Gespräch.


val
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