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Matthias Politycki: Ein Streiter für die Lesbarkeit

Matthias Politycki wurde 1997 mit seinem "Weiberroman" einem größeren Publikum bekannt. Seither zählt er zu den renommiertesten Vertretern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur - und auch zu den streitfreudigsten.

Er gehört zu den umtriebigsten Schriftstellern des Landes, wie kaum ein zweiter Literat lässt er sich auf eine Gattung oder eine bestimmte Thematik festlegen. Matthias Politycki ist in nahezu allen Bereichen unterwegs. Seine Beweglichkeit drückt sich auch in seinen verschiedenen beruflichen Stationen und vielen Auslandsreisen aus.

Geboren wurde er 1955 in Karlsruhe, aufgewachsen ist Matthias Politycki jedoch in München. Das Studium der Neuen Deutschen Literatur, Philosophie, Theater- und Kommunikationswissenschaft in München und Wien vollendete er 1987 mit mit seiner Promotion über Friedrich Nietzsche.

Seit 1990 arbeitet Politycki als freier Schriftsteller. Einem größeren Publikum wurde er 1997 mit seinem "Weiberroman" bekannt, in dem er humoristisch die unglücklichen Liebesgeschichten seines Anti-Helden Gregor Schattschneider in Form einer fiktiven Autobiografie zu Papier bringt. Seither zählt er zu den renommiertesten Vertretern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Matthias Politycki lässt sich keinem Genre zuordnen, vielmehr ist er in allen literarischen Bereichen daheim: Er veröffentlicht Lyrik-Bände, Erzählungen, Essay-Sammlungen und Hörbücher.

Im Laufe seiner Karriere wurde Politycki mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, 1987 erhielt er den Civitas-Literaturpreis, 1988 den Bayerischen Staatsförderpreis für Literatur, 2009 erhielt er gemeinsam mit Lena Gorelik den Ernst-Hoferichter-Preis. 2010 bekam er den Preis der LiteraTour Nord verliehen. Daneben ist er Träger zahlreicher Stipendien: So war er 2006 als erster Autor Schiffschreiber auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa. Er war zudem "Writer in Residence Winter 2009" am Queen Mary College der Universität London. Während dieser Zeit unternahm er die ausgedehnten Pubtouren, aus denen "London für Helden" hervorging.

Neben dem künstlerischem Schaffen hat sich Politycki wiederholt als streitbarer Denker hervorgetan. Mit seinen Streitschriften für eine europäische Ästhetik, seiner Polemik gegen das amerikanische "creative writing", Forderungen nach einer "neuen deutschen Lesbarkeit" und seiner Kritik am deutschen Feuilleton hat er immer wieder fruchtbare Debatten angestoßen. So hat Politycki 2005 mit seinem in der "Zeit" publizierten Essay "Weißer Mann - was nun?" eine anregende Debatte über den Stand der abendländischen Kultur entfacht.

Matthias Politycki lebt in Hamburg und München - nicht einmal auf einen einzigen Wohnort lässt er sich festlegen.

Veröffentlichungen (Auswahl):

1987 Aus Fälle/Zerlegung des Regenbogens. Ein Entwickelungsroman. Weismann, München

1993 Taifun über Kyôto. Roman. Luchterhand, Hamburg

1995 Jenseits von Wurst und Käse. 44 Gedichte. Luchterhand, München

1996 Der böse Einfluß der Bifi-Wurst. Ein End- und ein Nachspiel. Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn

1997 Weiberroman. Historisch-Kritische Gesamtausgabe. Luchterhand Literaturverlag, München

1998 Die Farbe der Vokale. Von der Literatur, den 78ern und dem Gequake satter Frösche (Essays). Luchterhand Literaturverlag, München

2000 Ein Mann von vierzig Jahren. Roman. Luchterhand Literaturverlag, München

2001: Das Schweigen am andern Ende des Rüssels. Erzählungen. Hoffmann und Campe, Hamburg

2003: Ratschlag zum Verzehr einer Seidenraupe. 66 Gedichte. Hoffmann und Campe, Hamburg

2005: Herr der Hörner. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg

2008: In 180 Tagen um die Welt: Das Logbuch des Herrn Johann Gottlieb Fichtl. marebuchverlag Hamburg

2009: Jenseitsnovelle. Hoffmann und Campe, Hamburg

2011: London für Helden - The Ale Trail. Hoffmann und Campe, Hamburg

Carsten Heidböhmer
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(