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Charlie Sheen auf Tour Buhrufe in Detroit, stehende Ovationen in Chicago


Auch nach seinem Rausschmiss bei "Two and a half Man" hat es Charlie Sheen nicht leicht: Beim Auftakt seiner Comedy-Tour in Detroit buhte ihn sein Publikum aus.

Den Auftakt seiner Comedy-Tour "Gewaltsamer Torpedo der Wahrheit" hat sich US-Schauspieler Charlie Sheen sicher anders vorgestellt. Mit einer Parodie zu den Medienberichten über seine jüngsten Ausbrüche konnte der der 45-Jährige sein Publikum noch begeistern. Auch eine anschließende Kuss-Szene zwischen seinen beiden "Göttinnen", wie Sheen seine beiden Lebensgefährtinnen nennt, traf auf Applaus. Als der Star aber mit einer seiner berühmten Tiraden begann und Fragen aus dem Zuschauerraum nicht beantworten wollte, reagierten viele der 4.700 Zuschauer gereizt, begannen zu tuscheln und buhten Sheen schließlich aus; einige verließen gar das Fox Theater.

Frustriert ließ der Seriendarsteller nach etwa einer Stunde sein Publikum allein zurück, kündigte aber ein musikalisches Intermezzo an. Die verbliebenen Fans warteten jedoch vergeblich – Sheen ließ sich nicht mehr blicken.

Nach der Show äußerten sich zahlreiche Zuschauer verärgert: "Das war das Schlechteste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe", sagte die 26-jährige Besucherin Jennifer Pyryt. "Die Show war furchtbar." Die 42-jährige Mary beschwerte sich vor allem über Witze, die Sheen über Detroit als Stadt der Drogen und gestohlenen Autos machte. "Charlie ist ein riesiger Betrüger, es war unglaublich. Es war das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe", sagte ein Mann. Einige verlangen nun ihr Geld zurück.

Um ein ähnliches Desaster bei seinem zweiten Auftritt in Chicago zu vereiteln, ließ Charlie Sheen laut TMZ die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen und stellte das Programm um - was mit stehenden Ovationen belohnt wurde.

Insgesamt sind 20 Auftritte geplant. Sheen hatte die Live-Tour durch die USA nach seinem Rauswurf beim Fernsehen angekündigt. Die Tickets für seine Shows verkauften sich dank seiner Präsenz auf dem Kurznachrichtendienst Twitter teils innerhalb weniger Minuten.

mm/Cover Media/AFP

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