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ESC 2019: Gasmasken und dünnes Stimmchen: Madonnas Auftritt wird zum Tiefpunkt der Show

Es sollte das ultimative Highlight des Spektakels werden: Madonnas Auftritt beim ESC. Doch stattdessen mussten die Zuschauer ein röchelndes Gejammer über sich ergehen lassen. 

Madonna bei ihrem Auftritt beim ESC. Was die Gasmasken der Tänzerinnen sollten, weiß bis jetzt wohl niemand. 

Madonna bei ihrem Auftritt beim ESC. Was die Gasmasken der Tänzerinnen sollten, weiß bis jetzt wohl niemand. 

Getty Images

Es sollte das Highlight des Abends werden: Madonnas Auftritt beim ESC. Für eine Millionensumme ließ ein israelisch-kanadischer Geschäftsmann die Pop-Ikone einfliegen. Was Madonna auf die Bühne bringen würde, blieb bis zum letzten Augenblick geheim. Selbst für ihre Proben wurde die Halle in Tel Aviv geräumt. Die Spannung war groß.

Umso größer war aber die Enttäuschung, als die so genannte Queen of Pop um kurz vor Mitternacht deutscher Zeit endlich die Bühne betrat. Begleitet von einem Mönchschor und umgeben von düsterer Szenerie stimmte Madonna zunächst ihren 80er Hit "Like A Prayer" an. Obwohl anstimmen wohl zu viel gesagt ist. Denn die Sängerin traf kaum einen Ton. Auch bei dem im Anschluss dargebotenen neuen Song "Future" wurde es nicht besser. Zugegeben: Ein großes Stimmwunder war sie noch nie, aber ihre kurzatmige Darbietung beim ESC geriet zum Tiefpunkt der Show. 

Da half auch das Bühnenbild, das wie eine bizarre Mischung aus "Fluch der Karibik" und "Game of Thrones" anmutete, nicht mehr. Schließlich musste auch noch eine Provokation an den Haaren herbei gezogen werden. Zunächst flimmerten während der Performance Bilder von zerstörten Städten über die LED-Wand. Und als es endlich vorbei zu sein schien, drehten zwei ihrer Tänzer sich mit dem Rücken zum Publikum um. Eine israelische und eine palästinensische Fahne zierten ihre Mäntel, was den Regularien der Veranstaltung widerspricht. 

Im Video: So hat unsere stern-Reporter den Eurovision Song Contest vor Ort in Tel Aviv erlebt 

Stern-Reporter Edgars Noskovs hat den Auftritt der Sisters live beim ESC in Tel Aviv den ESC miterlebt.

ESC-Organisatoren über Madonna empört 

Die Europäische Rundfunkunion, die den ESC organisiert, verurteilte dieses Statement. Dieses Performance-Element sei "nicht Teil der Proben" gewesen, hieß es in einer Stellungnahme. "Der Eurovision Song Contest ist ein unpolitisches Ereignis und Madonna war darüber informiert worden."

Entsprechend der schlechten Darbietung fielen am Ende die Kommentare unbarmherzig aus. ARD-Moderatorin Barbara Schöneberger stellte fest, "alle haben besser gesungen als Madonna". Und Kommentator Peter Urban konnte nur hämisch ergänzen: "Sie haben es gehört: Es wurde live gesungen. Auch Weltstars haben mit solchen Situationen zu kämpfen."

Was die Zuschauer über den Auftritt von Madonna denken, erfahren Sie hier:

ivi