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Klage gescheitert: "Vulgär": "Fack ju Göhte" verstößt laut EU-Gericht gegen die guten Sitten

Der Filmtitel "Fack ju Göhte" verstoße gegen die guten Sitten, befand das EU-Markenamt. Dagegen klagte Constantin Film. Das EU-Gericht wies die Klage nun ab und befand den Filmtitel als vulgär.

Es ist der größte deutsche Kinoerfolg der vergangenen Jahre: Mehr als 20 Millionen Zuschauer sahen die drei Teile der "Fack ju Göhte"-Reihe im Kino - und machten Hauptdarsteller zu einem der größten Filmstars der Gegenwart. Kein Wunder, dass die Produktionsfirma Constantin Film den Erfolg für Merchandise-Produkte wie Spiele und Getränke ausschlachten möchte.

Doch das im spanischen Alicante ansässige -Markenamt EUIPO schob dem 2015 einen Riegel vor. Ein Jahr später wies die Behörde eine Beschwerde von Constantin Film zurück. Jugendliche nähmen die Aussprache des Wortbestandteils "Fack ju“ so wahr, als sei er identisch mit dem englischen Ausdruck "fuck you" - "so dass er dieselbe Bedeutung habe". Zudem stelle der Ausdruck eine "anstößige und vulgäre Beleidigung" dar.

"Fack ju Göhte" verunglimpft den Dichter

Des Weiteren monierte das Markenamt, dass der hochangesehene Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe "posthum in herabwürdigender und vulgärer Weise verunglimpft werde". In Teilen bekommt die Erklärung des EUIPO satirischen Charakter, etwa wenn die "fehlerhafter Rechtschreibung" des Namens Goethe im Filmtitel moniert wird. Die Bezugnahme auf den Dichter eröffne möglicherweise "eine weitere Ebene des Sittenverstoßes". 

Constantin Film klagte nun vor dem EU-Gericht - und zog den Kürzeren. Das Gericht bestätigte die Entscheidung des EU-Markenamtes. In der Begründung heißt es unter anderem, die Beschwerdekammer sei "zu Recht davon ausgegangen, dass der englische Ausdruck 'fuck you' und somit das angemeldete Zeichen insgesamt naturgemäß vulgär sind und die maßgeblichen Verkehrskreise daran Anstoß nehmen könnten".

Eine Möglichkeit bleibt der Constantin Film Produktion GmbH noch: Sie kann innerhalb von zwei Monaten vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) ziehen. Vielleicht verstehen die ja mehr Spaß.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo