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"Skyfall" - der 23. James Bond: Was Sie über den neuen 007-Streifen wissen müssen

Nach heftigen finanziellen Schwierigkeiten steht der 23. James-Bond-Film endlich in den Startlöchern. In London wurden Details verraten und Bond-Girls gezeigt.

Von Sophie Albers

Der Titel: "Skyfall". In etwa: "Aus dem Himmel gefallen". Klingt ein bisschen nach Neuanfang. Es gibt diverse Romane mit dem Titel, keinen von Ian Fleming, zudem einen Manga. Co-Produzentin Barbara Broccoli wollte dazu nichts sagen, außer dass der Titel in "emotionalem" Zusammenhang mit der Geschichte stehe, der sich im Film offenbare.

Die Bond-Girls:

Weil es mit Eva Green so gut geklappt hat, ihre Vesper Lynd aber sterben musste, wird auch diesmal eine wildmähnige Französin an Daniel Craigs Seite weilen: Bérénice Marlohe. Passenderweise hieß ihr letzter Film "Die Kunst der Verführung". Ihre Beschreibung in "Skyfall" lautet bisher: "eine glamouröse, rätselhafte Erscheinung namens Severin". Und weil Bond ja eine Frau nicht genug ist, gibt es auch noch Naomie Harris. Erste Gerüchte, nach denen sie die neue Miss Moneypenny sein sollte, haben sich nicht bestätigt. Harris wird stattdessen eine Agentin namens Eve spielen. Deshalb müsse sie bereits Stunt-Fahren und den Umgang mit Maschinengewehren lernen, verriet die Schauspielerin, die in "Pirates of the Caribbean" als Voodoo-Priesterin zu sehen war.

Der Bösewicht:

Aaaaaah, was für eine Wahl. Javier Bardem darf Bond das Leben schwer machen. Nach seinem grandiosen Auftritt als Superpsychokiller in "No Country For Old Men" wissen wir, dass er dazu nicht mehr als eine alberne Perücke braucht. Bardem sieht seine Rolle übrigens so: "Wer sagt denn, dass ein Bösewicht ein schlechter Mensch ist? Für mich ist es aus vielen Gründen eine Ehre, dabei zu sein. Es wird ein großer Spaß."

Die Geschichte:

Die ist natürlich geheim. Nur soviel ist bekannt: 007 stellt die Autorität seiner mütterlichen Chefin M in Frage, als Geschehnisse aus deren Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart nehmen. Als dann die Zentrale angegriffen wird, zieht Bond trotzdem aus, um das Böse zu zerstören. Pflicht ist eben Pflicht. Eine Verbindung zu "Casino Royale" und "Quantum Trost" bestehe übrigens nicht.

Daniel Craig:

Der Brite mit dem coolen Blick ist zum dritten Mal der Agent im Dienste Ihrer Majestät - dreckiger, kälter und brutaler als seine berühmten Vorgänger, aber angesichts der Konkurrenz von Bauer und Bourne irgendwie auch zeitgemäßer. Nachdem Craig kürzlich erklärte, dass der 23. Bond sein letzter sein könnte, sagte er nun, dass er sich freue, wenn es noch ein paar Jahre so weiterginge. Zudem versprach er, dass "Skyfall" noch besser werde als alle bisherigen Bonds. Das werde ein Bond "mit einem dicken B".

Der Regisseur:

Sam Mendes wird Bond Leben einhauchen. Dem Oscar-prämierten Filmemacher gelang 1999 mit "American Beauty" der Durchbruch, dem folgten unter anderem das Irak-Drama "Jarhead" und das Ehe-Porträt "Revolutionary Road". Diese Personalentscheidung bedeutet für den Martini-Agenten noch mehr Tiefe. "Viele Überraschungen" kündigte Mendes an und die Ungeheuerlichkeit, dass es weniger Actionszenen geben soll - dafür mehr Drama.

Drehorte:

In London Whitehall geht es los, und dann zieht es James Bond mal wieder in die Ferne: nach China und in die Türkei. Allerdings auch ins "wilde" Schottland. Vielleicht guckt er ja bei Sean Connery vorbei.

Die anderen Bond-Gespielen:

: Neben Dame Judi Dench als M werden Ralph Fiennes, Ben Wishaw und Albert Finney mit dabei sein. Allerdings ist über deren genaue Rollenbeschreibung bisher nichts bekannt.

Nacktszenen:

Natürlich wird Daniel Craig auch diesmal sein Hemd ausziehen! "Das gehört doch dazu", meinte er schulterzuckend.

Termine:

Am Montag beginnen die Dreharbeiten. Starttermin ist Oktober 2012. 50 Jahre nachdem Sean Connery im ersten Bond-Film gegen Dr. No angetreten ist - und Ursula Andress als Honey Ryder den Bikini in der Kinogeschichte verewigte.