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Berlinale-Film Beängstigend real: "Je suis Karl" zeigt Gefahren radikaler Bewegungen

Sehen Sie im Video: Film "Je suis Karl" zeigt eine "beängstigende Reise".




"Je suis Karl" heißt der Film von Regisseur Christian Schwochow bei den 71. Berliner Filmfestspielen. Die Geschichte könnte kaum aktueller sein: Von Verlust und Trauer geplagt, lernt die junge Maxi Karl kennen und entdeckt mit ihm eine Bewegung, die verspricht, ein "neues Europa" zu schaffen. Schon bald findet sich Maxi an Karls Seite in Prag und Straßburg wieder, nicht ahnend, welche Schlüsselrolle sie spielen könnte, um seiner radikalen Idee einen letzten Schub zu geben. Mehr als sechs Jahre lang hat der Berliner Schwochow an dem Film gearbeitet und beschreibt den Prozess als "beängstigende Reise", da er so oft Elemente seiner Handlung in der Realität wiederfand. "Und ich habe das Gefühl, es wird weitergehen und es gibt noch mehr Dinge, bei denen wir wirklich, wirklich vorsichtig sein müssen und diese rechtsextremen Bewegungen überall auf der Welt nicht unterschätzen dürfen." Schwochow möchte, dass sein Film von einem jungen Publikum gesehen wird: "Ich würde gerne Vorführungen in Schulen haben. Ich würde es lieben, wenn ein junges Publikum den Film mit Eltern, ohne Eltern sehen könnte. Es ist ein Film, der für eine Generation gemacht ist, die wahrscheinlich nicht alles über den Zweiten Weltkrieg weiß, eine Generation, die glaubt, dass Facebook ein Nachrichtenkanal ist." In der Kategorie Berlinale Special konnte der Film nur im ersten Teil der diesjährigen pandemieadaptierten Berlinale einem Fachpublikum gezeigt werden.
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Regisseur Christian Schwochow will mit seinem neuen Film "Je suis Karl" auch junge Leute aufrütteln. Es geht um radikale Ideen für ein "neues Europa", die teils schon während der Dreharbeiten Realität geworden sind.

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