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Filmpreise Baftas: Vier Regisseurinnen hoffen auf Auszeichnung

Chloé Zhao
Golden Globe und Goldener Löwe: Für ihren Film «Nomadland» hat Chloé Zhao schon zahlreiche Preise gewonnen. Foto: Taylor Jewell/Invision/AP/dpa
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Vor den Oscars kommen die Baftas: Bei der Verleihung der britischen Filmpreise stehen in diesem Jahr vor allem Frauen im Mittelpunkt.

Bei der Verleihung der als Baftas bekannten Britischen Filmpreise in London können am Sonntag erstmals vier Frauen auf den Preis für die beste Regie hoffen. Die besten Chancen werden der chinesischen Regisseurin Chloé Zhao eingeräumt.

Zhaos Roadmovie «Nomadland» erhielt insgesamt sechs Nominierungen, darunter in der Kategorie «Bester Film», und zählt zu den Favoriten des Abends.

Ebenfalls für je sechs Baftas nominiert sind «The Father», «Mank», «Minari» und «Promising Young Woman». Mit sieben Nominierungen, unter anderem für das beste Debüt und als bester britischer Film, geht das Coming-of-Age-Drama «Rocks» von Regisseurin Sarah Gavron ins Rennen.

Die Kategorie «Outstanding British Film» wurde in diesem Jahr auf zehn Wettbewerber ausgedehnt. Nachdem die Baftas im Vorjahr für mangelnde Diversität und zu wenig nominierte Frauen kritisiert worden war, hat die British Academy of Film and Television Arts laut ihrem Vorsitzenden Krishnendu Majumdar den Auswahlprozess geändert.

Um die Trophäe für die beste Hauptdarstellerin konkurrieren Frances McDormand («Nomadland»), Vanessa Kirby («Pieces Of A Woman»), Bukky Bakray («Rocks»), Alfre Woodard («Clemency»), Wunmi Mosaku («His House») und Radha Blank («Mein 40-jähriges Ich»).

Als beste männliche Hauptdarsteller sind Riz Ahmed («Sound Of Metal»), Anthony Hopkins («The Father»), Adarsh Gourav («Der weiße Tiger»), Mads Mikkelsen («Der Rausch»), Tahar Rahim («Der Mauretanier») und der 2020 verstorbene Chadwick Boseman («Ma Rainey's Black Bottom») nominiert.

Die Preisverleihung wird ab 20.00 Uhr (MESZ) im britischen Fernsehen gezeigt, aufgezeichnet wurde sie allerdings schon am Nachmittag in der Londoner Royal Albert Hall. Die Preisträger bleiben bis zur TV-Ausstrahlung geheim.

Prinz William, der seit 2010 Präsident der Academy ist, wird erstmals keine Rede halten. Nach dem Tod seines Großvaters Prinz Philip am Freitag werden Mitglieder der Königsfamilie bis zur Beerdigung keine offiziellen Aufgaben wahrnehmen.

dpa

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