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Filmstart "Betty Anne Waters": Erin Brockovich für Arme

Nach einem brutalen Mord scheint der Schuldige schnell gefunden: der gewalttätige Gelegenheits-Bauarbeiter Billy. Nur seine Schwester Betty glaubt fest an seine Unschuld - und kämpft unbeugsam gegen die Mühlen der Justiz.

Kinotrailer: "Betty Anne Waters"

Betty Anne (gespielt von der zweifachen Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, "Million Dollar Baby") ist die beste Schwester, die man sich nur wünschen kann. Wenn ihr Bruder Kenny (Sam Rockwell) mal wieder über die Stränge schlägt, dann ist Betty Anne stets zur Stelle, um ihn herauszuboxen. Doch dann geschieht etwas Entsetzliches: Kenny wird wegen Mordes verhaftet. Nur seine Schwester glaubt felsenfest an seine Unschuld. Sie beginnt ein Jurastudium, um später als Anwältin das Verfahren neu aufzurollen.

Der Justizthriller mit Starbesetzung von Regisseur Tony Goldwyn ist nach einer wahren Begebenheit gedreht worden und schildert das Schicksal einer Frau, die 20 Jahre um ihren Bruder kämpft. In Grundzügen erinnert diese Prämisse an den Film "Erin Brockovich" von 2000. Damals nahm Julia Roberts als Ökoaktivistin den einsamen Kampf mit der Justiz auf. Beide - Brokovich wie Waters - sind auf sich allein gestellt, beide geben als starke Frauenfiguren in einer Männerwelt nie auf, beide zeigen eindrucksvoll ihr Können. Doch in "Betty Anne Waters" erdet ein vergleichsweise unoriginelles, arg lineares Drehbuch den schauspielerischen Höhenflug von Hilary Swank und ihrem Co-Hauptdarsteller Sam Rockwell.

DPA / DPA