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Meditation über das Leben: «Lucky»: Cowboy-Drama mit hervorragendem Hauptdarsteller

Ein 90-Jähriger setzt sich mit dem nahenden Tod auseinander. Das tut Lucky in einem verschlafenen Nest in der Wüste, wo er lebt - grandios gefilmte Landschaften und ein fantastischer Charakterdarsteller.

Lucky

Lucky (Harry Dean Stanton) lebt allein - was etwas anderes ist, als einsam zu sein. Foto: Alamode Film

Lucky ist 90 Jahre alt und lebt in einem verlassenen Nest im Süden der . Unter gleißender Sonne und mit zirpenden Grillen in der Nacht geht er mit großer Ruhe seinem Alltag nach, und seine Mitmenschen haben ihren Frieden mit der Mischung aus Cowboy und Kauz geschlossen.

Als Lucky eines Tages bei einem kleineren Schwächeanfall zusammenbricht, muss sich er sich dem nahenden Ende seines Lebens stellen.

Regisseur John Carroll Lynch gelingt ohne große Schaueffekte eine souveräne Meditation über einen nahenden . Besonders Charakterdarsteller Harry Dean Stanton («Paris Texas») berührt in der letzten Rolle vor seinem Tod im vergangenen September.

Lucky, USA 2017, 87 Min., FSK ab 0, von John Carroll Lynch, mit Harry Dean Stanton, David Lynch, Tom Skerritt

dpa
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo