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Neu im Kino "Miss Kicki": Taipeh sehen und sich betrinken

Die wenigsten Wege im Leben sind geradlinig. Das gilt auch für "Miss Kicki". In dem gleichnamigen Film begibt sich eine Alkoholikerin auf die Suche nach Liebe und neuem Glück.

Kinotrailer: "Miss Kicki"

Alkoholkranke Menschen sind oft Meister darin, ihre Abhängigkeit zu verbergen. Wie die Figur "Miss Kicki" in dem nach ihr benannten Kinofilm. Das subtile Versteckspiel einer Trinksüchtigen auf die Leinwand zu bringen, ist eigentlich eine große Herausforderung. Doch die Schwedin Pernilla August hat sich die Protagonistin völlig zu eigen gemacht - und zeigt in dem kleinen Drama ein großes Stück Schauspielkunst.

Viele Kinogänger kennen Pernilla August aus den "Star Wars"-Filmen, als Mutter des Jedi-Ritters Luke Skywalker. "Miss Kicki" hingegen ist alles andere als eine Science-Fiction-Figur. Die Stärke ihrer Charakterisierung liegt in dem Kampf, den die Trinkerin gegen die allzu reale und problembehaftete Alltäglichkeit führt, wenn sie ihr Leben zu meistern sucht.

Kicki ist fast fünfzig Jahre alt, sie lebt bescheiden in einer Sozialwohnung. Eine gewisse Ablenkung verschaffen ihr die Techtelmechtel mit fremden Männern im Internet. Bis ein gewisser Mr. Chang sie zu sich einlädt - und zwar nach Taipeh! Ob er das wohl ernst meint? Kicki sieht jedenfalls ihre Chance gekommen, der Tristesse zu entfliehen und dem Leben eine positive Wendung zu geben.

Holpriger Film mit gradnioser Hauptdarstellerin

Damit dies gelingt, will sie sich auch ihrem Sohn Viktor nähern, der bei ihrer Mutter aufgewachsen ist. Kurzerhand lädt sie den Jugendlichen auf den Trip nach Taiwan ein. Doch auch ihre Trinksucht begleitet Kicki auf die Reise. Und so bleiben sie und ihr Sohn sich fremd. Viktor aber beginnt, sich selbst und seine Homosexualität zu entdecken, er freundet sich mit einem Taiwanesen an. Die Nebenhandlung des Films widmet sich dem zarten Coming-of-Age der Jugendlichen.

Die Alkoholsucht der Protagonistin behandelt das Drama "Miss Kicki" eher beiläufig. Doch gerade weil das Problem recht zurückhaltend dargestellt wird, wirkt es so bedrohlich: Kicki kaschiert ihre Abhängigkeit, erst auf den zweiten Blick wird deutlich, wie sehr die Sucht ihr Lebensglück unterminiert.

Der Debütfilm des Schweden Håkon Liu wirkt mit seinen teils improvisierten Szenen häufiger unausgegoren. Die Dramaturgie ruckelt, das Erzähltempo stolpert, auch Dialoge klingen schon mal holprig. Dieser Eindruck verstärkt sich noch durch die Synchronisation. Zuschauer tun daher gut daran, den Film nach Möglichkeit in der Originalfassung mit Untertiteln zu sehen. So ist die Geschichte von Miss Kicki zwar kein großes Kino. Doch Pernilla August verkörpert die alkoholkranke Mutter dermaßen einfühlsam, dass ihr Spiel das Drama schließlich in eine durchaus sehenswerte Charakterstudie verwandelt.

Von Franziska Bossy, DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(