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Oscar-Favorit "The King's Speech" USA verbieten König George das Fluchen


"Fuck, fuck, fuck". Mit einer ungewöhnlichen Sprechübung bekämpft König George im Oscar-Anwärter "The King's Speech" sein Stotterproblem. Doch ausgerechnet diese Szene werden viele US-Amerikaner nicht zu Gesicht bekommen. Um eine familiengerechte Altersbeschränkung zu erhalten, wurden sämtliche Schimpfworte aus dem Film getilgt.

Die Methoden des australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue sind schon recht ungewöhnlich. Um das Stotterproblem des britischen Königs in den Griff zu gekommen, lässt er George VI. ganze Salven von "Fucks" abfeuern.

In den USA wird diese elementare Szene aus "The King's Speech" nun in vielen Kinos fehlen: Der Oscar-Favorit ist in einer neuen Version ohne Schimpfwörter auf dem Markt gekommen. Mit dem gefilterten Vokabular ist die Neuauflage keiner Altersbegrenzung mehr unterworfen, berichtete das Branchenblatt "Variety" am Samstag. Die ursprüngliche Fassung des Films war wegen der "Fuck"-Szene in den USA erst ab 13 Jahren zugelassen. In Deutschland gab es von Anfang an keine Altersbeschränkung.

Mit der neuen, kindgerechten Version wollen die Produzenten "The King's Speech" in den USA als Familienfilm vermarkten und die entsprechenden Umsätze kassieren. Das dürfte sich vor allem dann lohnen, wenn er wie erwartet in der Oscar-Nacht kräftig absahnt. Mit zwölf Nominierungen hat das liebenswerte Drama in der Nacht zum Montag Aussicht auf reichen Oscar-Segen.

jwi/DPA DPA

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