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Rückblick ins Leben: Gelungene Romanverfilmung «Vom Ende einer Geschichte»

Die Geschichte stammt aus dem gleichnamigen Roman von Julian Barnes und ist nah am Original erzählt. In dem Psychogramm überzeugen vor allem die Darsteller: Oscar-Preisträger Jim Broadbent und Charlotte Rampling.

Vom Ende einer Geschichte

Tony Webster (Jim Broadbent) erzählt seiner Exfrau Margaret (Harriet Walter) eine Geschichte aus seiner Vergangenheit. Foto: Wild Bunch Germany

Nach vier Jahrzehnten wird Tony Webster von seiner Vergangenheit eingeholt. Eine etwas komplizierte Erbschaft lässt ihn sich an seine Jugendzeit erinnern und immer mehr die eigene Biografie hinterfragen.

Was Romanautor Julian Barnes in «Vom Ende einer Geschichte» auf nicht mal 200 Seiten beschrieben hat, kommt jetzt unter demselben Titel ins Kino. Webster begegnet seiner erste Liebe wieder, muss sich mit dem Suizid seines einst besten Freundes und mit der eigenen Verantwortung auseinandersetzen. Der Film arbeitet mit vielen Rückblenden. Nach und nach verändert sich Websters Blick auf die Ereignisse von damals.

Vom Ende einer Geschichte, Großbritannien 2017, 108 Min., FSK ab 0, von Ritesh Batra, mit Jim Broadbent, Charlotte Rampling, Harriet Walter

dpa
Themen in diesem Artikel
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo