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Verleihung 2018: «Jüdischer Nobelpreis» für Natalie Portman

Jerusalem - Die Hollywood-Schauspielerin Natalie Portman (36) ist mit dem Genesis-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Die in Israel geborene Schauspielerin und Regisseurin habe mit ihrer «charismatischen Bildschirmpräsenz die Herzen von Millionen berührt», hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Genesis-Stiftung.

Natalie Portman

Die US-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman hat jüdische Wurzeln. Foto: Guillaume Horcajuelo

Die Hollywood-Schauspielerin (36) ist mit dem Genesis-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Die in Israel geborene Schauspielerin und Regisseurin habe mit ihrer «charismatischen Bildschirmpräsenz die Herzen von Millionen berührt», hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Genesis-Stiftung.

Die Oscar-Preisträgerin und Mutter zweier Kinder sei sozial engagiert und verkörpere die wichtigsten Werte des jüdischen Volkes: «Beharrlichkeit und harte Arbeit, das Streben nach Spitzenleistungen, intellektuelle Neugier und der Herzenswunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.» In dem Zusammenhang wurden ihr Einsatz für Gleichberechtigung und Tierschutz sowie ihr Kampf gegen Armut genannt.

Die Auszeichnung, die im Juni verliehen werden soll, ist mit einem Preisgeld von einer Million Dollar (862 000 Euro) verbunden und wird auch «jüdischer Nobelpreis» genannt. Sie wird an Menschen vergeben, die durch ihre Leistung andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk engagieren. Das Geld soll auf ihren Wunsch dem Kampf für Frauenrechte zugute kommen.

Portman wurde 1981 in geboren, ihre Eltern zogen in die USA, als sie noch klein war. 2011 wurde sie für die Rolle einer Tänzerin in «Black Swan» mit dem Oscar ausgezeichnet. In dem Film «Eine Geschichte von Liebe und Finsternis», bei dem sie auch Regie geführt hat, spielte Portman die depressive Mutter des israelischen Schriftstellers Amos Oz.

Portman äußerte sich «zutiefst berührt» über die Auszeichnung. «Ich bin stolz auf meine israelischen Wurzeln und mein jüdisches Erbe - sie sind entscheidende Bestandteile meiner Identität.»

dpa

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