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Auftakt der Festspiele: "Tristan und Isolde" in Bayreuth bejubelt

Diese Premiere ist gelungen: Katharina Wagners Neuinszenierung der Oper «Tristan und Isolde» ist zum Auftakt der Bayreuther Festspiele gefeiert worden.

Bayreuther Festspiele 2015 - Tristan und Isolde

Evelyn Herlitzius war kurzfristig als Isolde eingesprungen. Sie musste sich einige Buh-Rufe anhören.

Mit einem beeindruckenden Erfolg für Festspielchefin Katharina Wagner sind die 104. Bayreuther Festspiele eröffnet worden. Ihre Neuinszenierung von Richard Wagners  Liebesdrama "Tristan und Isolde" wurde am Samstagabend vom Premierenpublikum am Grünen Hügel bejubelt. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich angetan: "Es hat mir gut gefallen", sagte sie. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach von einem großen Abend, "gut für Bayreuth".

Die sehr düstere, pessimistische Interpretation der Festspielchefin überzeugte mit einer stimmigen Horrorversion der großen Liebe. Überraschenderweise musste sich der neue Musikdirektor Christian Thielemann einige Buh-Rufe anhören - ebenso wie die kurzfristig für Anja Kampe als Isolde eingesprungene Evelyn Herlitzius. Stephen Gould als Tristan wurde einhellig gefeiert.

Die Schlagzeilen dominierte aber zunächst nicht das Geschehen auf der Bühne, sondern der Stuhl der Bundeskanzlerin. Er brach nämlich in der zweiten Pause in einem Restaurant zusammen. Berichte über einen angeblichen Schwächeanfall Merkels wurden dementiert. "Der Stuhl ist zusammengebrochen. Die Kanzlerin war keine Sekunde ohnmächtig", sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter später.

las/DPA / Nicht verwenden (war DePeAh)