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Albumkritik

"Fine Line": Harry Styles löst sich auf seinem neuen Album endgültig vom Boygroup-Image

Als Teenie versetzt er Mädchen in Ekstase - knapp zehn Jahre später scheut er sich nicht vor politischen Botschaften. Harry Styles legt auf "Fine Line" sein Boygroup-Image endgültig ab.

Harry Styles

Harry Styles Anfang Dezember beim Jingle Bell Ball in der O2 Arena in London.

Schubladen sind nicht sein Ding: Der frühere One-Direction-Sänger Harry Styles spielt immer wieder mit eingefahrenen Geschlechterrollen und mag es auch musikalisch flexibel. Auf seiner zweiten Soloplatte "Fine Line", die an diesem Freitag erscheint, bedient der 25-Jährige erneut mehrere Genres. 

Styles, der 2010 als Teenager zusammen mit Louis Tomlinson, Niall Horan, Liam Payne und Zayn Malik in der britischen Castingshow "The X Factor" entdeckt wurde, passte sich dem Boygroup-Image in den folgenden Jahren problemlos an: keine Freundin, keine Skandale.

Die Boygroup One Direction verkaufte bis zu 50 Millionen Platten

50 Millionen verkaufte Platten und mehrere Welttourneen später legten die Popmusiker ("Story of My Life", "Drag Me Down") 2015 eine Pause auf unbestimmte Zeit ein. Die Briten kümmerten sich um Solo-Projekte, Styles darüber hinaus um ein zweites Standbein. Im Kriegsfilm "Dunkirk" von Christopher Nolan spielte er einen Soldaten im Zweiten Weltkrieg - ein Wechsel ins ernste Fach, den Styles musikalisch ebenfalls vollzog. 

Auf seinem Debütalbum zeigte sich der Brite vor zwei Jahren musikalisch reif und - im Gegensatz zu One Direction - wenig radiokonform. Er überzeugte Kritiker mit verschachtelt-psychedelischen Popstücken oder der epischen Indie-Pop-Ballade "Sign of the Times".

Auch auf den zwölf Songs des Nachfolgers gibt sich Styles facettenreich. Den eingängigen Synthie-Pop-Song "Lights Up", die Laidback-Indie-Nummer "Watermelon Sugar" und das radiotaugliche "Adore You" veröffentlichte der 25-Jährige bereits vorab.

Harry Styles scheut sich nicht vor politischen Statements

Im Video zur ersten Single "Lights Up", das am US-amerikanischen "Coming Out Day" erschien, tanzt der Mädchenschwarm aus der britischen Provinz lasziv oben ohne - mit Frauen und Männern. Bei Fragen von Geschlechter-Rollen und Stereotypen will sich Styles ohnehin nicht festlegen. Er spielt gern Fußball, lackiert sich die Nägel pink und ist fast vollständig tätowiert.

Bei seinen Konzerten schwenkt der Brite, der mittlerweile in Los Angeles lebt, regelmäßig die Regenbogenfahne. Außerdem setzt er sich öffentlich gegen Waffengewalt, die Diskriminierung von Afroamerikanern und von Frauen ein. Es sind politische Statements, die man von Boygroup-Mitgliedern eher nicht kennt.

Auf "Fine Line" beschäftigt sich Styles hingegen nicht mit den großen Themen, sondern vor allem mit sich selbst. "Es dreht sich alles um Sex und darum, sich traurig zu fühlen", erklärte er dem Musikmagazin "Rolling Stone". In "Cherry" verarbeitet Styles etwa die Trennung vom französischen Model Camille Rowe, mit der er ein Jahr zusammen war. Am Ende des Stücks ist die Verflossene sogar kurz zu hören. "Wir sind befreundet, also habe ich sie gefragt, ob das okay für sie ist. Und das war es", sagte Styles im Interview mit Apple Music.

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Das zweite Soloalbum "Fine Line" von Harry Styles erscheint am 13.12.19

"Fine Line" soll noch persönlicher werden

Er wolle mit seinem Nachfolgealbum noch offener und persönlicher werden, sagte Styles. Das sind Dinge, die als Sänger einer zusammengecasteten Boyband kaum möglich sind. Dennoch will Styles die Zeit mit seinen Kollegen nicht missen. "Wenn ich es nicht genossen hätte, hätte ich es nicht gemacht. Es ist nicht so, als ob ich an einer Heizung festgekettet war."

Eine baldige Wiedervereinigung schließt er aber aus. Denn auch seine früheren Mitstreiter feiern solo längst Erfolge. Als letzter bringt im kommenden Monat Louis Tomlinson seine erste eigene Platte raus.

Musikalisch ist es ohnehin schwer vorstellbar, dass sich der extrovertierte Styles, der Harry Nilsson, David Bowie und Stevie Nicks als Vorbilder hat, erneut einer kommerziell-durchformatierten Band unterwirft. Mit "Fine Line" hat er sich jedenfalls ein weiteres Mal von seiner eigenen Vergangenheit gelöst.

Thomas Bremser, dpa
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.